
Die Geschichte von The Elder Scrolls 6 beginnt nicht erst mit der offiziellen Ankündigung im Jahr 2018. Einen wichtigen Teil der Vorgeschichte bildet eine Entscheidung, die Bethesda nach dem Erfolg von Fallout 4 trifft. Statt die etablierte Reihenfolge fortzusetzen und das nächste große Fantasy-Rollenspiel zu entwickeln, richtet das Studio seinen Fokus auf eine neue Marke.
Kurt Kuhlmann, der als Co-Lead an Skyrim beteiligt war, schildert diese Phase im Gespräch mit FRVR aus seiner Erinnerung. Dabei wird deutlich, dass der spätere Kurs nicht einfach aus einem Wechsel zwischen zwei bekannten Serien entsteht. Auch Fallout 76 verändert die ursprünglichen Planungen.
Nach Fallout 4 scheint der nächste Schritt eigentlich klar
Bethesda arbeitet über Jahre nach einem wiederkehrenden Muster. Auf ein Fallout folgt ein neues Elder Scrolls, anschließend kehrt das Studio wieder zu Fallout zurück. Für die Entwickler bietet dieser Wechsel laut Kuhlmann auch eine Möglichkeit, zwischen unterschiedlichen Welten und Spielsystemen zu wechseln.
Nach dem Erscheinen von Fallout 4 im Jahr 2015 liegt deshalb aus Sicht vieler Mitarbeiter nahe, dass nun The Elder Scrolls 6 ansteht. Doch bereits Fallout 76 sorgt dafür, dass dieser Ablauf nicht wie erwartet funktioniert. Das Online-Projekt wächst laut Kuhlmann stärker als ursprünglich geplant und bindet dadurch zusätzliche Kapazitäten.
Parallel dazu verfolgt Todd Howard bereits eine andere Idee. Statt unmittelbar mit dem nächsten Fantasy-Rollenspiel zu beginnen, möchte er eine völlig neue Science-Fiction-Marke aufbauen. Kuhlmann beschreibt diese Entscheidung rückblickend als überraschenden Moment für viele im Studio.
Todd Howard entscheidet sich für eine neue Marke
Kuhlmann erklärt im Gespräch mit FRVR, dass The Elder Scrolls 6 nach Fallout 4 keineswegs kurz davorsteht, offiziell in Produktion zu gehen. Howard habe sich vielmehr dafür entschieden, Starfield zu realisieren. Nach Kuhlmanns Darstellung erhält das ambitionierte Weltraumprojekt dafür die notwendige Zustimmung.
Sinngemäß beschreibt Kuhlmann die damalige Situation so: Er selbst und viele Kollegen hätten lieber an The Elder Scrolls 6 gearbeitet. Howard habe jedoch die Chance genutzt, eine neue Marke bei Bethesda zu etablieren. In seinem Gespräch bezeichnet Kuhlmann Starfield als das Projekt, das Howard ausdrücklich als besonders ambitioniertes Weltraum-Rollenspiel vorantreiben wollte.
Damit verschiebt sich Bethesdas langfristige Planung erheblich. Starfield erscheint schließlich 2023 und nimmt einen großen Platz in der Geschichte des Studios ein. Für The Elder Scrolls 6 bedeutet der eingeschlagene Weg dagegen eine deutlich längere Wartezeit.
Kuhlmann sagt rückblickend, dass er persönlich The Elder Scrolls 6 gegenüber Fallout 76 und Starfield bevorzugt hätte. Auch für viele andere Mitarbeiter sei die Fantasy-Fortsetzung nach seiner Einschätzung attraktiver gewesen. Einen Termin für die Veröffentlichung von The Elder Scrolls 6 nennt Bethesda bis heute nicht.
FAQ
Warum entwickelt Bethesda nach Fallout 4 zunächst nicht The Elder Scrolls 6?
Todd Howard entscheidet sich stattdessen dafür, mit Starfield eine neue Marke aufzubauen.
Welche Rolle spielt Fallout 76 dabei?
Das Projekt wächst laut Kurt Kuhlmann stärker als ursprünglich vorgesehen und verlängert damit die Phase, in der Bethesda an Fallout arbeitet.
Wer ist Kurt Kuhlmann?
Kuhlmann war unter anderem als Co-Lead an The Elder Scrolls V: Skyrim beteiligt.
Wann wird The Elder Scrolls 6 offiziell angekündigt?
Bethesda kündigt das Spiel 2018 offiziell an.
Wann erscheint The Elder Scrolls 6?
Bethesda hat bislang keinen konkreten Veröffentlichungstermin bekannt gegeben.
Wann erscheint Starfield?
Starfield erscheint 2023 und ist damit die neue große Marke, die Bethesda nach Fallout 4 priorisiert.
Hätte Kuhlmann lieber an The Elder Scrolls 6 gearbeitet?
Ja. Er erklärt, dass er persönlich die Entwicklung von The Elder Scrolls 6 gegenüber Fallout 76 und Starfield bevorzugt hätte.
Warum ist die Entscheidung für Starfield für The Elder Scrolls 6 wichtig?
Sie verschiebt Bethesdas Fokus auf eine neue Marke und trägt damit zur langen Entwicklungs- und Wartezeit auf den nächsten Elder Scrolls-Hauptteil bei.





















