
Seit Jahren suchen Hersteller nach einer Möglichkeit, die Flexibilität eines PCs mit dem Komfort einer Konsole zu verbinden. Mit der Steam Machine unternimmt Valve nun einen neuen Anlauf. Der kompakte Rechner soll den Zugriff auf die eigene Steam-Bibliothek direkt im Wohnzimmer ermöglichen und gleichzeitig die Offenheit eines klassischen PCs bewahren.
Bereits vor der offiziellen Vorstellung kursierten zahlreiche Spekulationen über den Preis. Viele Branchenbeobachter rechneten mit einem Betrag im Bereich aktueller Konsolen. Die Realität fällt jedoch deutlich anders aus. Valve positioniert die Steam Machine klar im Premium-Segment und richtet sich damit vor allem an Spieler, die ihre PC-Spiele ohne klassischen Schreibtisch-Rechner genießen möchten.
Interessant ist dabei die Entwicklung des Marktes. Während Konsolenhersteller ihre Hardware oft mit geringen Margen verkaufen und auf spätere Einnahmen setzen, verfolgt Valve traditionell einen anderen Ansatz. Die Steam Machine soll offenbar weniger Massenprodukt als vielmehr leistungsstarke Alternative für Enthusiasten sein.
„Mehr als eine PS5 und Xbox zusammen“ – die Preise stehen fest
Mit der Freischaltung der Reservierungen hat Valve nun die offiziellen Preise veröffentlicht. Das Basismodell mit 512 Gigabyte SSD-Speicher kostet 1.039 Euro. Wer zusätzlich den neuen Steam Controller erwerben möchte, zahlt im Bundle 1.108 Euro.
Für Nutzer mit größerem Speicherbedarf bietet Valve eine Variante mit 2 Terabyte SSD an. Diese schlägt mit 1.359 Euro zu Buche, während das entsprechende Bundle inklusive Controller für 1.428 Euro erhältlich ist. Damit liegt die Steam Machine preislich deutlich über aktuellen Konsolen und bewegt sich eher in Regionen hochwertiger Gaming-PCs.
Parallel zum Preisstart begann auch die erste Reservierungsphase. Bis zum 25. Juni können Interessenten ihren Platz sichern. Anschließend entscheidet ein Losverfahren über die ersten Bestellungen. Die Auslieferung der ersten Geräte soll bereits ab dem 29. Juni erfolgen. Laut Valve fällt die produzierte Stückzahl zunächst geringer aus als ursprünglich vorgesehen.
Zwischen Konsole und Gaming-PC: Für wen lohnt sich die Steam Machine?
Technisch versteht sich die Steam Machine als vielseitige Plattform. Das Gerät nutzt SteamOS 3.8 als Betriebssystem und ermöglicht den direkten Zugriff auf die Steam-Bibliothek. Gleichzeitig können Nutzer den Rechner dank Desktop-Modus auch wie einen klassischen Linux-PC verwenden.
Zusätzlich plant Valve die Unterstützung von Windows 11, sobald die entsprechenden Treiber bereitstehen. Dadurch könnte die Steam Machine langfristig eine interessante Alternative für Spieler werden, die keinen großen Gaming-PC im Wohnzimmer aufstellen möchten.
Ob sich der hohe Einstiegspreis am Markt durchsetzen kann, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen. Fest steht bereits jetzt: Valve setzt nicht auf einen Preiskampf mit Sony oder Microsoft, sondern auf eine eigenständige Hardware-Kategorie zwischen Konsole und vollwertigem Gaming-PC.
FAQ zur Steam Machine
Wann erscheint die Steam Machine?
Die Reservierungen sind bereits gestartet. Die ersten Auslieferungen beginnen ab dem 29. Juni 2026.
Was kostet die Steam Machine?
Das 512-GB-Modell kostet 1.039 Euro, die 2-TB-Version 1.359 Euro.
Gibt es Bundles mit Controller?
Ja. Beide Modelle können zusammen mit dem Steam Controller bestellt werden.
Welches Betriebssystem nutzt die Steam Machine?
Standardmäßig kommt SteamOS 3.8 zum Einsatz.
Kann Windows installiert werden?
Ja. Valve plant die Bereitstellung entsprechender Windows-11-Treiber.
Für wen ist die Steam Machine gedacht?
Vor allem für PC-Spieler, die ihre Steam-Bibliothek komfortabel am Fernseher nutzen möchten.
Wie erfolgt die Bestellung?
Über ein Reservierungssystem im Steam-Shop mit anschließender Auslosung.
Ist die Steam Machine eine Konsole?
Nicht direkt. Es handelt sich um einen kompakten Gaming-PC mit Konsolenkomfort.





















