
Nach Jahren der Spekulation beginnt eine neue Ära für Tyria
Die Überraschung beim Summer Game Fest ist perfekt: ArenaNet arbeitet offiziell an „Guild Wars 3“. Damit erhält eine der bekanntesten MMORPG-Reihen der vergangenen zwei Jahrzehnte einen neuen Hauptteil. Eine erste Beta soll bereits im Herbst 2027 starten. Für viele langjährige Fans folgte auf die Begeisterung jedoch sofort eine andere Frage: Welche Zukunft haben „Guild Wars 2“ und das kürzlich veröffentlichte „Guild Wars 1: Reforged“?
Diese Sorge kommt nicht von ungefähr. In der Vergangenheit verschwanden zahlreiche Online-Rollenspiele nach der Veröffentlichung eines Nachfolgers zunehmend aus dem Fokus ihrer Entwickler. Gerade bei einer Community, die teilweise seit mehr als zehn Jahren in Tyria unterwegs ist, sorgt ein neuer Serienteil deshalb automatisch für Unsicherheit.
ArenaNet reagiert nun direkt auf diese Befürchtungen. In einem aktuellen Entwickler-Statement betont das Studio, dass weder „Guild Wars 1: Reforged“ noch „Guild Wars 2“ eingestellt oder aufgegeben werden. Stattdessen verfolgen die Entwickler bewusst einen Ansatz, bei dem mehrere Generationen der Reihe parallel bestehen können.
„Guild Wars 3“ geht einen anderen Weg als seine Vorgänger
Ein Grund dafür liegt in der grundsätzlichen Ausrichtung des neuen Spiels. Laut ArenaNet spielt „Guild Wars 3“ mehr als tausend Jahre vor den Ereignissen von „Guild Wars 2“. Auch spielerisch soll sich der neue Titel deutlich unterscheiden. Die Entwickler setzen verstärkt auf dynamische Fortbewegung und ein stärker actionorientiertes Kampfsystem, während „Guild Wars 2“ seinem bekannten Hybrid-Ansatz treu bleibt.
Bis zur Veröffentlichung des Nachfolgers konzentriert sich ArenaNet zwar hauptsächlich auf die Entwicklung von „Guild Wars 3“, dennoch erhält „Guild Wars 2“ weiterhin Unterstützung. Neue Erweiterungen stehen vorerst nicht auf dem Plan, stattdessen sollen technische Verbesserungen und Komfortfunktionen erscheinen. Geplant sind unter anderem eine Überarbeitung der Einsteiger-Erfahrung, Verbesserungen an der Engine sowie Anpassungen an älteren Inhalten wie dem berühmten Kampf gegen Zhaitan.
Besonders interessant für Veteranen: Auch im dritten Teil wird es wieder eine Art Hall of Monuments geben. Spieler können dadurch bestimmte Erfolge aus „Guild Wars 2“ in den Nachfolger übertragen und sich exklusive Belohnungen sichern. ArenaNet verfolgt damit eine Strategie, die eher an mehrere parallel existierende MMO-Welten erinnert als an einen klassischen Generationswechsel.
Für Fans bedeutet das vor allem eines: Wer heute mit „Guild Wars 2“ beginnt oder weiterhin aktiv spielt, investiert seine Zeit nicht in ein auslaufendes Projekt. Stattdessen soll jedes Spiel der Reihe langfristig seine eigene Identität und Zielgruppe behalten.
FAQ zu „Guild Wars 3“ und „Guild Wars 2“
Wann erscheint die Beta von „Guild Wars 3“?
Die erste öffentliche Beta ist für Herbst 2027 geplant.
Wird „Guild Wars 2“ eingestellt?
Nein. ArenaNet hat bestätigt, dass das MMORPG weiterhin unterstützt wird.
Erhält „Guild Wars 2“ noch neue Inhalte?
Größere Erweiterungen pausieren zunächst, technische Updates und Quality-of-Life-Verbesserungen sind jedoch geplant.
Was passiert mit „Guild Wars 1: Reforged“?
Auch die Neuauflage des ersten Teils soll weiterhin gepflegt und unterstützt werden.
Spielt „Guild Wars 3“ in derselben Welt?
Ja, allerdings mehr als 1.000 Jahre vor den Ereignissen von „Guild Wars 2“.
Unterscheidet sich das Gameplay von GW2?
Ja. ArenaNet setzt stärker auf Bewegung und actionorientierte Kämpfe.
Benötigt „Guild Wars 3“ ein Abonnement?
Nein. Laut ArenaNet wird es auch im neuen MMO keine monatliche Abo-Gebühr geben.
Lohnen sich Erfolge in „Guild Wars 2“ für den Nachfolger?
Ja. Über eine neue Hall of Monuments sollen exklusive Belohnungen für „Guild Wars 3“ freigeschaltet werden können.























