
Kaum ein Live-Service-Spiel hat die vergangenen Jahre so geprägt wie „Destiny 2“. Seit dem Start im Jahr 2017 entwickelte sich der Online-Shooter von Bungie zu einem der bekanntesten Multiplayer-Projekte der Branche. Millionen Spieler verbrachten unzählige Stunden in Raids, saisonalen Events und Erweiterungen wie „Forsaken“, „The Witch Queen“ oder zuletzt „The Final Shape“. Nun endet diese Ära offiziell.
Bungie hat angekündigt, die aktive Entwicklung von „Destiny 2“ nach dem kommenden Content-Update „Monument of Triumph“ einzustellen. Das letzte große Update erscheint am 9. Juni 2026 und soll die Geschichte des Shooters zu einem abschließenden Punkt führen. Gleichzeitig bleibt das Spiel weiterhin online und spielbar – ähnlich wie schon das erste „Destiny“, dessen Server bis heute aktiv sind.
In einem offiziellen Blogeintrag erklärt das Studio, dass nach fast zwölf Jahren „Destiny“ ein natürlicher Endpunkt erreicht sei. Zum Abschied bringt Bungie noch einmal einige bekannte Inhalte zurück. Die Sparrow-Rennliga feiert ihr Comeback, neue Klassenfähigkeiten erweitern das Gameplay und ein überarbeitetes Director-Menü ersetzt den umstrittenen Portal-Bildschirm, der in der Community zuletzt viel Kritik auslöste.
„Kein Destiny 3 in Sicht“ – Bungie steht vor schwierigen Entscheidungen
Während viele Fans vor allem emotional auf das Ende reagieren, sorgt hinter den Kulissen vor allem die Zukunft des Studios für Gesprächsstoff. Laut einem Bericht des Bloomberg-Journalisten Jason Schreier soll Bungie im Zuge des Entwicklungsstopps erneut Stellen abbauen. Offiziell bestätigt hat das Studio diese Informationen bislang nicht, mehrere mit der Situation vertraute Personen sprechen jedoch von einer größeren Entlassungswelle.
Besonders brisant: Ein direktes Nachfolgeprojekt für das bisherige „Destiny 2“-Team soll derzeit offenbar nicht existieren. Laut Bloomberg befindet sich auch „Destiny 3“ aktuell nicht konkret in Entwicklung. Interne Ideen und Pitch-Projekte habe es zwar gegeben, eine Freigabe durch Sony stehe jedoch aus.
Damit verschärft sich die schwierige Lage rund um Bungie weiter. Sony hatte das Studio erst 2022 für rund 3,6 Milliarden US-Dollar übernommen, um die eigene Live-Service-Strategie auszubauen. Doch statt langfristiger Stabilität entwickelte sich die Übernahme zuletzt zunehmend zu einem Problemfall. Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass Sony hohe Abschreibungen auf Bungie verbuchen musste.
Gleichzeitig richtet sich der Fokus des Studios nun fast vollständig auf den Extraction-Shooter „Marathon“. Das Projekt soll langfristig die neue große Marke von Bungie werden. Branchenberichte deuten jedoch darauf hin, dass die bisherigen Spielerzahlen und internen Erwartungen noch nicht vollständig übereinstimmen.
Für viele Spieler endet mit „Destiny 2“ damit nicht nur ein Spiel, sondern ein prägender Abschnitt moderner Online-Gaming-Geschichte. Die Mischung aus Shooter, MMO und kooperativen Endgame-Inhalten beeinflusste zahlreiche andere Live-Service-Titel der vergangenen Dekade – selbst wenn der Weg dorthin oft von kontroversen Entscheidungen begleitet wurde.
FAQ zu „Destiny 2“ und Bungie
Wann endet die Entwicklung von „Destiny 2“?
Das letzte große Content-Update erscheint am 9. Juni 2026.
Wie heißt das finale Update?
Das Abschieds-Update trägt den Namen „Monument of Triumph“.
Bleibt „Destiny 2“ weiterhin spielbar?
Ja, Bungie lässt die Server online. Das Spiel bleibt weiterhin zugänglich.
Kommt „Destiny 3“?
Aktuell gibt es laut Bloomberg keine konkreten Pläne für einen Nachfolger.
Was passiert mit Bungie?
Berichten zufolge stehen dem Studio weitere Entlassungen bevor.
Woran arbeitet Bungie jetzt?
Der Fokus liegt derzeit vor allem auf dem neuen Shooter „Marathon“.
Wann erschien „Destiny 2“ ursprünglich?
Das Spiel startete im September 2017.
Warum gilt „Destiny 2“ als wichtig für die Branche?
Der Shooter prägte über Jahre das Live-Service-Modell und beeinflusste viele moderne Online-Spiele.






















