
Die Videospielbranche verabschiedet sich von einem ihrer bekanntesten Kreativköpfe. Glen Schofield, der vor allem als Mitbegründer der „Dead Space“-Reihe bekannt wurde, hat angekündigt, sich nach mehr als drei Jahrzehnten aus dem aktiven Entwicklungsgeschäft zurückzuziehen. Seine Entscheidung teilte er in einem Video auf LinkedIn mit. Konkrete Gründe für seinen Abschied nannte der Entwickler nicht.
Schofield zählt zu den Persönlichkeiten, die mehrere Generationen von AAA-Spielen mitgeprägt haben. Von seinen Anfängen als Künstler bis hin zur Leitung großer Entwicklerstudios war er an einigen der bekanntesten Marken der Branche beteiligt. Besonders Fans des Horror-Genres verbinden seinen Namen bis heute mit einem der einflussreichsten Spiele der vergangenen zwei Jahrzehnte.
Von „Dead Space“ bis „Call of Duty“ – eine außergewöhnliche Laufbahn
Seine Karriere begann Glen Schofield in den frühen 1990er-Jahren, bevor er bei Electronic Arts zunehmend Verantwortung übernahm. Dort entstand schließlich 2008 „Dead Space“, das mit seiner düsteren Atmosphäre, dem Verzicht auf klassische Benutzeroberflächen und seinem innovativen Kampfsystem neue Maßstäbe für Survival-Horror setzte. Das Spiel entwickelte sich schnell zum Kritiker- und Publikumserfolg und erhielt mehrere Fortsetzungen.
Anschließend wechselte Schofield zu Activision und gründete Sledgehammer Games. Das Studio arbeitete an mehreren „Call of Duty“-Titeln mit, darunter „Modern Warfare 3“, „Advanced Warfare“ und „WWII“. Damit war Schofield nicht mehr nur im Horror-Genre, sondern auch bei einer der erfolgreichsten Shooter-Reihen der Welt in leitender Funktion tätig.
Ein letztes Horror-Projekt und ein Abschied ohne große Worte
Nach seiner Zeit bei Activision kehrte Schofield mit Striking Distance Studios zu seinen Wurzeln zurück. Das Studio veröffentlichte Ende 2022 „The Callisto Protocol“, das als spiritueller Nachfolger von „Dead Space“ gehandelt wurde. Obwohl das Spiel technisch aufwendig umgesetzt war und viele Fans fand, blieb es hinter den hohen wirtschaftlichen Erwartungen zurück.
Mit seinem Rückzug endet eine Laufbahn, die zahlreiche bekannte Marken geprägt hat. Zuletzt hatte Schofield öffentlich erklärt, dass er sich eine Fortsetzung der „Dead Space“-Reihe gewünscht hätte. Ein neues Projekt wurde daraus jedoch nicht. Ob er künftig noch beratend in der Branche tätig sein wird, ließ der Entwickler offen. Sein Einfluss auf das Survival-Horror-Genre und die Entwicklung moderner AAA-Spiele bleibt jedoch unbestritten.
FAQ
Warum beendet Glen Schofield seine Karriere?
Schofield hat seinen Rückzug in einem LinkedIn-Video angekündigt. Einen konkreten Grund nannte er nicht.
Wofür ist Glen Schofield besonders bekannt?
Vor allem für die Erschaffung von „Dead Space“ und seine Arbeit an mehreren „Call of Duty“-Spielen.
Wann erschien das erste Dead Space?
Der erste Teil wurde 2008 veröffentlicht.
Hat Glen Schofield auch an Call of Duty gearbeitet?
Ja. Nach seinem Wechsel zu Activision gründete er Sledgehammer Games und war an mehreren Serienteilen beteiligt.
Was war sein letztes großes Spiel?
„The Callisto Protocol“, das Ende 2022 veröffentlicht wurde.
Wird es noch neue Spiele von Glen Schofield geben?
Nach aktuellem Stand beendet er seine aktive Karriere als Spieleentwickler. Neue Projekte wurden nicht angekündigt.
Kommt Dead Space 4 noch?
Dazu gibt es derzeit keine offizielle Ankündigung von Electronic Arts.
Welchen Einfluss hatte Schofield auf die Spielebranche?
Er prägte insbesondere das Survival-Horror-Genre mit „Dead Space“ und war über Jahrzehnte an der Entwicklung erfolgreicher AAA-Spiele beteiligt.






















