Künstliche Intelligenz verändert derzeit nahezu jede kreative Branche – auch Hollywood. Zwischen Experimentierfreude, wirtschaftlichem Druck und der Angst vor Jobverlust diskutieren Studios, Produzenten und Filmschaffende immer intensiver darüber, welche Rolle KI künftig bei Filmen und Serien spielen soll. Besonders seit den großen Autoren- und Schauspielstreiks der vergangenen Jahre steht das Thema im Zentrum vieler Debatten.

Nun meldet sich mit Seth Rogen einer der bekanntesten Comedy-Autoren Hollywoods deutlich zu Wort. In einem Interview mit IGN kritisiert der Schauspieler und Regisseur den Einsatz von KI beim Schreiben von Drehbüchern ungewöhnlich scharf – und stellt dabei den gesamten kreativen Prozess in den Mittelpunkt.

„Weil ich das Schreiben mag“ – Seth Rogen lehnt KI klar ab

Rogen macht im Gespräch deutlich, dass er persönlich keinerlei Interesse daran habe, kreative Arbeit an künstliche Intelligenz auszulagern. Für ihn gehöre gerade der oft mühsame Schreibprozess zum Kern seines Berufs. Wer versuche, diesen Teil zu umgehen, verfehle aus seiner Sicht den eigentlichen Sinn des Schreibens.

„Die Vorstellung von einem Werkzeug, das mich weniger schreiben lässt, reizt mich nicht“, erklärt Rogen. Besonders deutlich wird er bei Filmschaffenden, die aktiv nach KI-Abkürzungen suchen. Wörtlich sagt er: „Wenn dein Instinkt dir sagt, KI zu nutzen und diesen Prozess nicht durchzumachen, solltest du kein Autor sein.“

Damit positioniert sich der Schauspieler klar gegen einen Trend, der in Hollywood längst spürbar angekommen ist. Immer häufiger tauchen Berichte über KI-generierte Drehbuchideen, Dialoge oder sogar komplette Filmszenen auf. Vor allem Studios hoffen offenbar darauf, Entwicklungsprozesse günstiger und schneller zu gestalten.

Zwischen kreativer Angst und technischer Realität

Die Diskussion reicht inzwischen weit über einzelne Interviews hinaus. Schon während der großen Hollywood-Streiks 2023 galt der Umgang mit KI als einer der wichtigsten Streitpunkte zwischen Studios und Kreativen. Autoren und Schauspieler forderten damals klare Regeln, um ihre Arbeit vor automatisierten Systemen zu schützen.

Gleichzeitig mehren sich Hinweise darauf, dass KI hinter den Kulissen bereits häufiger genutzt wird, als öffentlich bekannt ist. Brancheninsider sprechen immer wieder davon, dass Studios entsprechende Tools intern längst testen oder teilweise schon einsetzen. Offizielle Bestätigungen bleiben allerdings selten.

Rogen wiederum hält auch wenig von viralen KI-Clips und künstlich erzeugten Kurzfilmen, die regelmäßig in sozialen Netzwerken kursieren. Für ihn ersetzen solche Inhalte nicht den kreativen Prozess, sondern verwässern ihn eher. Damit reiht er sich in eine wachsende Gruppe prominenter Filmschaffender ein, die KI zwar als technisches Werkzeug akzeptieren, ihre Rolle im kreativen Kern der Filmbranche jedoch kritisch sehen.

FAQ zu Seth Rogens KI-Kritik

Was hat Seth Rogen über KI gesagt?

Der Schauspieler kritisiert den Einsatz von KI beim Drehbuchschreiben deutlich und hält wenig davon, kreative Prozesse auszulagern.

In welchem Interview äußerte sich Rogen?

Seine Aussagen stammen aus einem aktuellen Gespräch mit IGN.

Warum lehnt Rogen KI beim Schreiben ab?

Er betont, dass ihm gerade der kreative Schreibprozess Freude bereitet und zum Beruf dazugehört.

Welche bekannten Filme stammen von Seth Rogen?

Unter anderem arbeitete er an „Superbad“ und „Pineapple Express“.

Spielt KI in Hollywood bereits eine große Rolle?

Das Thema gewinnt stark an Bedeutung. Mehrere Insider behaupten, dass KI bereits häufiger eingesetzt wird als öffentlich bekannt.

Warum war KI bei den Hollywood-Streiks ein Thema?

Autoren und Schauspieler sorgten sich um den Schutz kreativer Arbeit und möglicher Jobverluste durch automatisierte Systeme.

Was hält Rogen von viralen KI-Filmen?

Er sieht darin keinen echten Ersatz für kreative Filmproduktion und äußert sich skeptisch über deren Bedeutung.

Gibt es in Hollywood auch Befürworter von KI?

Ja. Einige Studios und Produzenten sehen in KI vor allem Chancen für effizientere Produktionsabläufe und geringere Kosten.

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