
Nach mehreren schwierigen Monaten versucht Ubisoft eigentlich wieder Stabilität in die „Assassin’s Creed“-Marke zu bringen. Die positive Resonanz auf „Assassin’s Creed Black Flag Resynced“ galt zuletzt als wichtiges Signal. Doch nun gerät mit „Assassin’s Creed Invictus“ offenbar das nächste große Projekt unter Druck.
Wie mehrere Insiderberichte nahelegen, verlief ein interner Playtest Ende April deutlich schlechter als erwartet. Besonders Leaker j0nathan, der sich in der Vergangenheit mehrfach mit Ubisoft-Informationen als treffsicher erwies, spricht auf X von extrem negativem Feedback. Laut den Berichten soll sogar eine Verschiebung des geplanten Releases diskutiert werden.
Dabei verfolgt Ubisoft mit „Invictus“ einen Ansatz, der sich klar von den klassischen Solo-Abenteuern der Reihe entfernt. Statt offener Welten und Story-Fokus setzt das Projekt vollständig auf Mehrspieler-Action. Entwickelt wird der Titel bei Ubisoft Montreal, unter anderem mit Mitarbeitern, die zuvor am Online-Kampfspiel „For Honor“ beteiligt waren.
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Besonders das Spielprinzip sorgt laut den Leaks intern für Diskussionen. Beschrieben wird „Invictus“ als eine Art kompetitives Knockout-Spiel mit kleinen Arenen und mehreren Runden – optisch zwar klar im „Assassin’s Creed“-Universum angesiedelt, spielerisch aber deutlich näher an Party- und Survival-Games.
Spieler sollen bekannte Figuren aus der Reihe steuern und auf Karten antreten, die von Schauplätzen aus „Odyssey“ oder „Mirage“ inspiriert sind. Das eigentliche Gameplay erinnert laut internen Beschreibungen allerdings eher an schnelle Eliminierungs-Modi als an die typischen Schleich-Mechaniken der Hauptserie.
Ganz neu ist Multiplayer für „Assassin’s Creed“ allerdings nicht. Bereits „Assassin’s Creed Brotherhood“ führte 2010 einen Mehrspieler-Modus ein, bei dem sich Spieler unauffällig in Menschenmengen bewegten und Zielpersonen eliminieren mussten. Spätere Teile wie „Black Flag“ erweiterten diese Idee, ehe Ubisoft den Fokus zunehmend auf riesige Einzelspieler-Welten legte.
Gerade deshalb gilt „Invictus“ intern offenbar als riskantes Projekt. Ubisoft versucht weiterhin, stärker im Live-Service-Markt Fuß zu fassen – ein Bereich, in dem langlebige Multiplayer-Spiele enorme Einnahmen generieren können. Nach mehreren Verschiebungen, Sparmaßnahmen und Umstrukturierungen wäre ein weiterer Fehlstart für den Publisher allerdings problematisch.
Offiziell hat Ubisoft die Berichte bislang nicht kommentiert. Ob die internen Reaktionen tatsächlich Auswirkungen auf den geplanten Release haben, bleibt daher offen.
FAQ zu „Assassin’s Creed Invictus“
Was ist „Assassin’s Creed Invictus“?
Ein geplanter Multiplayer-Ableger der „Assassin’s Creed“-Reihe mit Fokus auf kompetitive Online-Matches.
Wer entwickelt das Spiel?
Das Projekt entsteht bei Ubisoft Montreal.
Welche Art von Gameplay wird erwartet?
Berichten zufolge setzt das Spiel auf rundenbasierte Knockout-Modi in kleinen Arenen.
Wie unterscheidet sich das Spiel von klassischen „Assassin’s Creed“-Titeln?
Der Fokus liegt vollständig auf Multiplayer statt auf einer großen Einzelspieler-Kampagne.
Warum gibt es aktuell Kritik?
Laut Insidern sollen interne Playtests sehr negatives Feedback geliefert haben.
Ist eine Verschiebung möglich?
Gerüchten zufolge könnte der geplante Release-Termin gefährdet sein.
Gab es früher schon Multiplayer in der Reihe?
Ja. Besonders „Brotherhood“, „Revelations“ und „Black Flag“ boten bekannte Mehrspieler-Modi.
Hat Ubisoft die Berichte bestätigt?
Bislang gibt es keine offizielle Stellungnahme des Publishers.
























