Electronic Arts steht nach der abgeschlossenen Übernahme vor einem tiefgreifenden Eigentümerwechsel. Das Unternehmen ist inzwischen nicht mehr börsennotiert und wird von einem Investorenkonsortium kontrolliert, das vom saudi-arabischen Public Investment Fund (PIF) angeführt wird. Beteiligt sind außerdem Silver Lake und Affinity Partners. Der Deal hat ein Volumen von rund 55 Milliarden US-Dollar.

Für die Beschäftigten ändert sich damit zunächst nicht automatisch der Arbeitsalltag. Dennoch wächst offenbar die Unsicherheit. Nach Berichten über die Stimmung innerhalb des Unternehmens befürchten Mitarbeiter weitere Entlassungen und mögliche Veränderungen bei einzelnen Teams.

„Ständig von Entlassungen bedroht“: Die Sorgen bei EA wachsen

Wie Game Developer unter Berufung auf anonyme EA-Mitarbeiter berichtet, rechnen Beschäftigte weiterhin mit Personalabbau. Ein Entwickler beschreibt die Stimmung mit den Worten: „Jeder geht davon aus, dass er ständig von Entlassungen bedroht ist.“

Dabei geht es offenbar nicht ausschließlich um die neue Eigentümerstruktur. EA baut bereits seit Monaten Stellen ab. Im Juni wurde beispielsweise über weitere Entlassungen in den USA und am Standort Hyderabad in Indien berichtet. Betroffen waren unter anderem Bereiche wie IT, Kundenbetreuung, Recruiting sowie Trust and Safety.

Neu ist vor allem die Frage, wie sich die private Eigentümerschaft langfristig auf die Studios auswirkt. Mitarbeiter sorgen sich demnach, dass Projekte oder Teams mit schwächeren wirtschaftlichen Aussichten schneller auf den Prüfstand geraten könnten. Auch kleinere, zeitlich versetzte Kürzungen werden als mögliches Szenario genannt.

Hohe Schulden und frühere Kürzungen erhöhen den Druck

Ein weiterer Faktor ist die Finanzierung der Übernahme. Für den 55-Milliarden-Dollar-Deal wurde unter anderem eine Fremdfinanzierung von rund 20 Milliarden US-Dollar eingesetzt. Damit steht EA nach dem Eigentümerwechsel vor zusätzlichen finanziellen Verpflichtungen, während gleichzeitig hohe Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns bestehen.

Entlassungen gab es allerdings bereits vor dem Abschluss der Transaktion. Game Developer berichtete 2026 von mehreren Personalreduzierungen bei EA, unter anderem in Zusammenhang mit der Battlefield-Sparte. Die Entwicklung zeigt, dass der Stellenabbau nicht erst mit dem Eigentümerwechsel beginnt.

EA hatte Beschäftigten nach Bekanntwerden der Übernahme zunächst zugesichert, dass es keine unmittelbaren Veränderungen bei Jobs, Teams oder dem täglichen Arbeitsablauf geben werde. Ob diese Zusicherung auch langfristig Bestand hat und wie sich die neue Eigentümerstruktur auf einzelne Studios auswirkt, bleibt offen. Eine offizielle Aussage zu den aktuellen Sorgen der Mitarbeiter liegt bislang nicht vor.

FAQ zur EA-Übernahme

1. Wer übernimmt Electronic Arts?
Ein Investorenkonsortium unter Führung des saudi-arabischen Public Investment Fund (PIF), gemeinsam mit Silver Lake und Affinity Partners.

2. Wie viel kostet die Übernahme?
Der Deal hat ein Volumen von rund 55 Milliarden US-Dollar.

3. Ist EA weiterhin börsennotiert?
Nein. Nach Abschluss der Transaktion wird EA als privates Unternehmen geführt.

4. Warum sorgen sich Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze?
EA hat bereits 2026 mehrere Entlassungsrunden durchgeführt. Zudem befürchten Mitarbeiter, dass die neue Eigentümerstruktur zusätzlichen Kostendruck erzeugen könnte.

5. Hat EA bereits vor der Übernahme Stellen gestrichen?
Ja. Unter anderem waren Teams und Bereiche rund um Battlefield sowie weitere Abteilungen betroffen.

6. Hat EA Entlassungen nach der Übernahme angekündigt?
Eine konkrete neue Entlassungsrunde ist auf Grundlage der vorliegenden Informationen nicht offiziell angekündigt.

7. Was bedeutet die Übernahme für Spiele wie Battlefield und EA Sports FC?
Kurzfristig ist keine konkrete Änderung bestätigt. Wie sich die neue Eigentümerstruktur langfristig auf Studios, Projekte und Veröffentlichungen auswirkt, bleibt abzuwarten.

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