Die Veröffentlichung von „Grand Theft Auto VI“ zählt zu den größten Gaming-Ereignissen des Jahres. Nachdem Rockstar Games den Vorverkauf gestartet und die offiziellen Editionen vorgestellt hat, rückt nun jedoch ein anderes Thema in den Mittelpunkt: die Gestaltung der physischen Version. Statt einer Disc liegt der Verpackung lediglich ein Download-Code bei – ein Konzept, das bereits im Vorfeld kontrovers diskutiert wurde.

Vor allem Sammler und Fans klassischer Spieleverpackungen kritisieren diese Entwicklung. Für viele gehört ein Datenträger weiterhin zu einem physischen Spiel dazu. Nun reagieren auch erste Händler und ziehen Konsequenzen.

GTA 6 Offizielle Art
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„Wir unterstützen physische Spiele“: Händler setzen ein Zeichen

Zu den bekanntesten Unternehmen, die „GTA 6“ nicht anbieten möchten, zählt der kanadische Händler Video Games Plus (VGP). In einer Stellungnahme erklärt das Unternehmen, seit Jahrzehnten den Erhalt physischer Medien zu unterstützen. Produkte, die lediglich einen Download-Code enthalten, passen deshalb nicht zur eigenen Unternehmensphilosophie.

Gleichzeitig stellt VGP klar, dass sich die Entscheidung ausdrücklich nicht gegen das Spiel richtet. Wörtlich heißt es: „Diese Entscheidung sagt nichts über das Spiel selbst aus.“ Sollte Rockstar Games später eine Version mit Disc veröffentlichen, wolle man diese selbstverständlich in das Sortiment aufnehmen.

Eine ähnliche Position vertritt der US-Händler Loot Box Gaming. Auch dort verweist man auf den Stellenwert klassischer Datenträger und möchte keine Produkte verkaufen, die aus Sicht des Unternehmens kein vollständiges physisches Spielerlebnis mehr bieten.

https://twitter.com/LootBoxGamingUS/status/2069756247507624039?s=20

Hat der Boykott überhaupt Auswirkungen?

Ob die Entscheidung einzelner Händler den Verkaufserfolg beeinflusst, bleibt offen. Branchenanalyst Mat Piscatella bewertet die Situation auf BlueSky deutlich nüchterner. Seiner Einschätzung nach können Verpackungen mit Download-Code für viele Händler sogar Vorteile bieten – insbesondere, weil inzwischen zahlreiche Besitzer einer PlayStation 5 Digital Edition oder einer Xbox Series S ohnehin kein Laufwerk mehr besitzen.

Anyways, devil's advocate here, but given the % of PS5/XBS consoles out there without a disc drive one could argue code in box may provide a better opportunity for retailers, particularly those that don't sell used.In any case, can't say this changes anything regarding total sales expectations.

Mat Piscatella (@matpiscatella.bsky.social) 2026-06-24T10:49:47.157Z

Piscatella geht deshalb nicht davon aus, dass sich die Weigerung einzelner Fachhändler spürbar auf die Verkaufszahlen auswirkt. Der Analyst erwartet weiterhin einen außergewöhnlich erfolgreichen Marktstart für „Grand Theft Auto VI“.

Unabhängig davon zeigt die Diskussion, wie stark sich der Spielemarkt verändert. Während Publisher zunehmend auf digitale Vertriebswege setzen, bleibt für viele Sammler die klassische Disc ein wichtiger Bestandteil ihres Hobbys. „GTA 6“ könnte diese Debatte nun erneut deutlich anheizen.

FAQ zu „Grand Theft Auto VI“

Warum verkaufen einige Händler GTA 6 nicht?
Weil die physische Version lediglich einen Download-Code und keine Disc enthält.

Welche Händler beteiligen sich am Boykott?
Unter anderem Video Games Plus (VGP) aus Kanada und Loot Box Gaming aus den USA.

Richtet sich der Boykott gegen das Spiel?
Nein. Die Händler betonen, dass sich ihre Entscheidung ausschließlich gegen das Vertriebsmodell richtet.

Was sagt VGP dazu?
Das Unternehmen erklärt: „Diese Entscheidung sagt nichts über das Spiel selbst aus.“

Enthält die Box von GTA 6 einen Datenträger?
Nach aktuellem Stand befindet sich lediglich ein Download-Code in der Verpackung.

Wie bewertet Analyst Mat Piscatella die Situation?
Er erwartet keine nennenswerten Auswirkungen auf die Verkaufszahlen.

Warum könnten Download-Code-Boxen für Händler interessant sein?
Sie eignen sich auch für Konsolen ohne Laufwerk und vereinfachen den Vertrieb.

Erscheint GTA 6 trotzdem regulär?
Ja. Der Vorverkauf läuft bereits, der Release ist weiterhin für den 19. November 2026 geplant.

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