Zwischen Neuanfang und vertrauter Dunkelheit: Warum Senua anders werden soll

Seit dem Debüt von „Hellblade: Senua’s Sacrifice“ im Jahr 2017 gilt die Reihe als eines der ungewöhnlichsten Story-Erlebnisse der Spielebranche. Statt riesiger Open Worlds und hunderter Nebenaufgaben setzte Ninja Theory auf eine intensive, persönliche Geschichte, die psychische Belastungen, nordische Mythologie und atmosphärische Inszenierung miteinander verband. Auch „Senua’s Saga: Hellblade II“ blieb diesem Ansatz treu und konzentrierte sich auf eine vergleichsweise kompakte Kampagne.

Mit dem neu angekündigten „Senua“ geht das Studio nun einen etwas anderen Weg. Der Titel erscheint 2027 für PC und Xbox Series X|S und soll bewusst als eigenständiges Abenteuer funktionieren. Neue Spieler müssen die Vorgänger nicht kennen, um der Handlung folgen zu können. Die Entwickler wollen damit eine niedrigere Einstiegshürde schaffen und gleichzeitig die bekannte Hauptfigur in den Mittelpunkt stellen.

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Interessant ist dabei bereits die Namenswahl. Statt eines klassischen dritten Teils verzichtet Ninja Theory auf eine Nummerierung. Das deutet darauf hin, dass das Studio die Marke behutsam öffnen möchte, ohne die Ereignisse der ersten beiden Spiele zwingend vorauszusetzen.

Größere Spielwelt, längere Kampagne – doch bleibt die Atmosphäre erhalten?

Die wohl wichtigste Änderung betrifft den Umfang. Beide bisherigen Titel wurden häufig für ihre starke Inszenierung gelobt, gleichzeitig kritisierten manche Spieler die relativ kurze Spielzeit von rund acht Stunden. Genau hier setzt Ninja Theory nun an. „Senua“ soll deutlich länger ausfallen und die bisherige Serien-Bestmarke klar übertreffen.

Trotz des größeren Umfangs verspricht das Studio, den erzählerischen Fokus nicht aus den Augen zu verlieren. Die Geschichte führt Senua erneut in eine düstere Zwischenwelt, in der Realität, Erinnerung und Albtraum miteinander verschmelzen. Dabei kämpft sie gegen neue Bedrohungen und stellt sich weiteren psychologischen Herausforderungen.

Technisch entsteht das Spiel erneut mit der Unreal Engine 5, die bereits bei „Hellblade II“ für beeindruckende Gesichtsanimationen und detaillierte Umgebungen sorgte. Die Herausforderung besteht nun darin, die bekannte Intensität der Reihe auf ein größeres Abenteuer zu übertragen. Ob dieser Spagat gelingt, dürfte sich spätestens zeigen, wenn erste ausführliche Gameplay-Präsentationen veröffentlicht werden.

FAQ zu „Senua“

Wann erscheint „Senua“?
Der Release ist aktuell für das Jahr 2027 geplant.

Für welche Plattformen erscheint das Spiel?
Bestätigt sind PC sowie Xbox Series X|S.

Ist „Senua“ Hellblade 3?
Nein. Ninja Theory bezeichnet das Spiel als eigenständiges Action-Adventure und verzichtet bewusst auf eine Nummerierung.

Muss man die Vorgänger gespielt haben?
Nein. Laut den Entwicklern funktioniert die Geschichte auch ohne Vorkenntnisse.

Wird das Spiel länger als die bisherigen Teile?
Ja. Ninja Theory bestätigt bereits, dass der Umfang deutlich größer ausfallen soll.

Welche Engine kommt zum Einsatz?
Das Spiel entsteht erneut mit der Unreal Engine 5.

Bleibt die bekannte Atmosphäre erhalten?
Die Entwickler versprechen weiterhin eine düstere und stark erzählte Geschichte rund um Senua.

Spielt psychologische Symbolik weiterhin eine Rolle?
Ja. Die Themen Identität, Wahrnehmung und innere Konflikte bleiben zentrale Bestandteile der Handlung.

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