Wer an große Erzählspiele denkt, kommt an Naughty Dog kaum vorbei. Mit Reihen wie Uncharted und The Last of Us hat das Studio über Jahre hinweg Maßstäbe für cineastisches Storytelling gesetzt. Doch genau dieser Erfolg bringt auch eine Herausforderung mit sich: Wie entwickelt man sich weiter, ohne sich zu wiederholen?

Mit Intergalactic: The Heretic Prophet scheint die Antwort klar auszufallen. Das kommende PS5-Projekt verlässt bewusst vertraute Strukturen und setzt auf ein komplett neues Setting. Statt postapokalyptischer Landschaften oder historischer Abenteuer steht diesmal ein Science-Fiction-Universum im Mittelpunkt.

Erste Einblicke liefert Schauspielerin Tati Gabrielle, die in einem Interview mit IGN über die ambitionierten Ziele des Projekts spricht. Ihre Aussagen geben einen Hinweis darauf, wie stark sich das Studio neu ausrichten will.

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„Ein völlig anderer Ansatz“ – Warum Naughty Dog seine Komfortzone verlässt

Über viele Jahre hinweg bewegt sich Naughty Dog innerhalb klar definierter Erzählräume: lineare Geschichten, starke Figuren und ein Fokus auf emotionale Nähe. Diese Formel funktioniert – doch sie stößt auch an Grenzen.

Laut Gabrielle geht das Studio mit „Intergalactic“ bewusst einen anderen Weg. Sie beschreibt das Projekt als Versuch, die eigenen kreativen Möglichkeiten neu auszuloten. „Das Studio fordert sich beim Worldbuilding selbst heraus“, erklärt sie im Gespräch mit IGN.

Diese Aussage deutet auf eine deutliche Erweiterung der bisherigen Struktur hin. Statt streng geführter Story-Pfade könnten komplexere Systeme und offenere Spielräume eine größere Rolle spielen. Das würde nicht nur die Erzählweise verändern, sondern auch das Gameplay selbst.

Im Zentrum steht die Figur Jordan A. Mun, eine Kopfgeldjägerin auf dem Planeten Sempiria. Allein dieses Szenario verlangt nach neuen Mechaniken und einer anderen Inszenierung als in früheren Titeln.

„Ein Planet, von dem niemand entkommt“ – Das neue Worldbuilding als Schlüssel

Mit Sempiria betritt Naughty Dog erzählerisch Neuland. Der Planet wird als Ort beschrieben, aus dem es kein Entkommen gibt – ein klassisches Motiv, das jedoch hohe Anforderungen an die Ausgestaltung stellt.

Hier geht es nicht mehr um bekannte, realistisch nachgebildete Umgebungen. Stattdessen muss das Studio eine glaubwürdige fremde Welt erschaffen, inklusive eigener Regeln, Kulturen und Konflikte. Hinweise auf Fraktionen wie das Syndikat „Five Aces“ sprechen für ein komplexeres Geflecht aus Machtstrukturen.

Diese Ausrichtung könnte sich auch im Gameplay widerspiegeln. Denkbar sind neue Bewegungsformen, technologische Hilfsmittel und eine stärkere Vertikalität in der Levelgestaltung. Damit würde sich das Spiel deutlich von den bisherigen Produktionen des Studios abheben.

Ein Release ist derzeit für 2027 geplant. Bis dahin bleibt vieles offen – doch die Richtung ist klar: Naughty Dog setzt auf Veränderung statt Wiederholung.

FAQ

1. Was ist „Intergalactic: The Heretic Prophet“?
Ein neues Sci-Fi-Spiel von Naughty Dog, das für die PS5 entwickelt wird.

2. Wann erscheint das Spiel?
Aktuell ist ein Release für das Jahr 2027 geplant.

3. Wer ist die Hauptfigur?
Die Geschichte folgt der Kopfgeldjägerin Jordan A. Mun.

4. Wer spielt die Hauptrolle?
Die Figur wird von Tati Gabrielle verkörpert.

5. Worum geht es im Spiel?
Es spielt auf dem Planeten Sempiria, von dem niemand entkommen sein soll.

6. Was ist neu im Vergleich zu früheren Naughty-Dog-Spielen?
Ein Sci-Fi-Setting und ein stärkerer Fokus auf komplexes Worldbuilding.

7. Wird das Gameplay anders sein?
Vermutlich ja, da neue Systeme und Mechaniken angedeutet werden.

8. Ist das Spiel Teil einer bestehenden Reihe?
Nein, es handelt sich um eine komplett neue Marke (IP).

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