Seit dem Release von Diablo 4 entwickelt Blizzard Entertainment sein Action-RPG konsequent weiter. Nach der ersten Erweiterung „Vessel of Hatred“ steht nun mit „Lord of Hatred“ der nächste große Schritt an – und die Erwartungen könnten kaum höher sein.

Schon im Vorfeld zeigt sich: Erweiterungen entscheiden bei Live-Service-Spielen oft über die langfristige Relevanz. Gerade bei Diablo 4 steht das Endgame im Fokus, da viele Spieler nach der Kampagne vor allem auf Langzeitmotivation setzen. Branchenanalysen zeigen, dass genau hier die Bindung der Community entsteht – oder verloren geht.

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Auffällig ist zudem, wie stark sich das Spiel seit 2023 verändert hat. Mehrere große Updates haben Systeme überarbeitet, etwa Loot-Verteilung oder Build-Vielfalt. „Lord of Hatred“ baut genau auf diesen Anpassungen auf und soll das Gesamtpaket weiter stabilisieren.

„Spielerisch die beste Erweiterung“ – aber der Preis sorgt für Kritik

Mit den ersten internationalen Tests wird klar: Inhaltlich überzeugt die Erweiterung viele Kritiker. Die Wertungen bewegen sich mit rund 82 bis 84 Punkten auf einem stabilen Niveau – und liegen damit auf Augenhöhe mit dem Vorgänger.

Besonders hervorgehoben wird die Kampagne rund um Mephisto, die als bislang stärkste Story des Spiels gilt. Neue Klassen wie Paladin und Warlock erweitern das Build-System spürbar. GamingTrend vergibt 9,5 von 10 Punkten und schreibt: „Das Niedermetzeln dämonischer Horden […] macht süchtiger denn je.“ Auch IGN lobt die Erweiterung als „befriedigenden Abschluss der Mephisto-Saga“.

Als spielerischer Fortschritt gelten vor allem die neuen Endgame-Mechaniken. Systeme wie „War Plans“ strukturieren den Grind deutlich klarer, während Quality-of-Life-Features wie ein Loot-Filter lange geforderte Verbesserungen liefern.

Gleichzeitig zeigt sich jedoch ein klarer Kritikpunkt: die Preisgestaltung. Viele Tests bemängeln fehlende Upgrade-Optionen für bestehende Spieler und sehen die Bundle-Politik als problematisch. Hinzu kommt eine vergleichsweise kurze Hauptkampagne, die im Verhältnis zum Preis als Schwäche genannt wird.

Damit entsteht ein gemischtes Gesamtbild: Während „Lord of Hatred“ spielerisch als bisher stärkste Erweiterung gilt, sorgt die wirtschaftliche Umsetzung für Diskussionen innerhalb der Community.

FAQ

Wann erscheint „Lord of Hatred“?
Die Erweiterung erscheint in der Woche nach Veröffentlichung der Tests.

Wie fallen die Wertungen aus?
Der Metascore liegt aktuell bei etwa 82–84 Punkten.

Was sind die größten Neuerungen?
Neue Klassen (Paladin, Warlock), überarbeitetes Endgame und neue Systeme.

Wie wird die Story bewertet?
Die Kampagne gilt als die bisher stärkste im Spiel.

Was kritisieren Tester?
Vor allem die Preisstruktur und die relativ kurze Kampagne.

Ist die Erweiterung für Neueinsteiger geeignet?
Teilweise eingeschränkt, da viele Systeme komplexer geworden sind.

Was verbessert sich im Endgame?
Mehr Struktur durch neue Mechaniken und bessere Übersicht beim Loot.

Lohnt sich der Kauf?
Für aktive Spieler ja, für Gelegenheitsspieler hängt es stark vom Preisempfinden ab.

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