Die Videospielbranche vergisst selten. Kaum ein großer Titel der vergangenen Jahre hat so viele Diskussionen ausgelöst wie „Cyberpunk 2077“. Als das Rollenspiel im Dezember 2020 erschien, sorgten technische Probleme, insbesondere auf den damaligen Konsolen, weltweit für Schlagzeilen. Für das polnische Studio CD Projekt RED bedeutete dies einen der schwierigsten Abschnitte seiner Unternehmensgeschichte.

Inzwischen hat sich die Situation deutlich verändert. Zahlreiche Updates, die Erweiterung „Phantom Liberty“ und technische Überarbeitungen haben das Spiel grundlegend verbessert. Dennoch zeigt sich das Studio auch heute noch bemerkenswert selbstkritisch. Wie Co-CEO Michał Nowakowski in einem aktuellen Interview erklärt, sei der Prozess der Wiedergutmachung noch längst nicht vollständig abgeschlossen.

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„Das Vertrauen zurückzugewinnen dauert länger als erwartet“

Obwohl sich „Cyberpunk 2077“ mittlerweile zu einem kommerziellen Erfolg entwickelt hat, beschäftigt die Vergangenheit die Verantwortlichen weiterhin. Laut CD Projekt RED wurden inzwischen mehr als 35 Millionen Exemplare verkauft. Damit zählt das Spiel mittlerweile zu den erfolgreichsten Veröffentlichungen des Studios.

Dennoch räumt Co-CEO Michał Nowakowski offen ein, dass nicht jeder Spieler dem Unternehmen verziehen habe. Rückblickend bezeichnete er den Zustand des Spiels zum Verkaufsstart als eine schmerzhafte Erfahrung. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Vertrauen in der Spielebranche nur langsam zurückkehrt und manche Enttäuschungen möglicherweise dauerhaft nachwirken.

Diese Offenheit ist bemerkenswert. Viele Entwickler konzentrieren sich nach schwierigen Veröffentlichungen lieber auf neue Projekte. CD Projekt RED hingegen spricht weiterhin öffentlich über die Fehler der Vergangenheit und zeigt, dass die Ereignisse von 2020 intern keineswegs vergessen sind.

Alle Hoffnungen ruhen auf „The Witcher IV“ und der Zukunft des Studios

Während „Cyberpunk 2077“ inzwischen einen deutlich besseren Ruf genießt als noch vor einigen Jahren, richtet sich der Blick bei CD Projekt RED längst nach vorn. Besonders „The Witcher IV“ gilt als eines der wichtigsten Projekte der kommenden Jahre.

Das Rollenspiel eröffnet eine neue Ära innerhalb der beliebten Fantasy-Reihe und entsteht auf Basis der Unreal Engine 5. Einen Veröffentlichungstermin gibt es bisher zwar nicht, doch die Erwartungen innerhalb der Community sind enorm. Für viele Fans wird das Spiel auch ein Gradmesser dafür sein, ob das Studio die Lehren aus den Problemen von „Cyberpunk 2077“ dauerhaft umsetzen konnte.

Neben „The Witcher IV“ arbeitet CD Projekt RED außerdem an einem Nachfolger zu „Cyberpunk 2077“ sowie an der neuen Marke „Hadar“. Die Zukunft des Studios ist damit ambitioniert geplant. Gleichzeitig zeigen die Aussagen von Nowakowski, dass die Verantwortlichen den Vertrauensverlust von damals nicht einfach als abgeschlossenes Kapitel betrachten. Stattdessen sehen sie jedes neue Projekt als Chance, Spieler erneut von ihrer Arbeit zu überzeugen.

FAQ

Was sagte CD Projekt RED über Cyberpunk 2077?
Co-CEO Michał Nowakowski erklärte, dass das Studio das Vertrauen vieler Spieler noch nicht vollständig zurückgewonnen habe.

Warum war der Start von Cyberpunk 2077 umstritten?
Zum Release im Dezember 2020 litt das Spiel unter zahlreichen technischen Problemen und Performance-Schwächen.

Hat sich Cyberpunk 2077 inzwischen verbessert?
Ja. Durch viele Updates und die Erweiterung „Phantom Liberty“ wurde das Spiel umfassend überarbeitet.

Wie erfolgreich ist Cyberpunk 2077 heute?
Laut CD Projekt RED wurden inzwischen mehr als 35 Millionen Exemplare verkauft.

Wann erscheint The Witcher IV?
Bislang hat CD Projekt RED keinen offiziellen Veröffentlichungstermin genannt.

Welche Technik nutzt The Witcher IV?
Das neue Rollenspiel entsteht mit der Unreal Engine 5.

Arbeitet CD Projekt RED an weiteren Projekten?
Ja. Neben „The Witcher IV“ befinden sich ein Cyberpunk-Nachfolger und die neue Marke „Hadar“ in Entwicklung.

Warum spricht das Studio weiterhin über Cyberpunk 2077?
Die Folgen des problematischen Starts sind laut den Verantwortlichen noch immer spürbar und prägen die heutige Unternehmensstrategie.

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