Am 18. und 19. April war es wieder soweit: AOC und MMD luden zur jährlichen Joint Press Conference ein und dieses Jahr verschlug es uns ins sonnige Dubrovnik, Kroatien. Nach Paris und Valencia also nun die Adriaküste. Kein schlechter Track Record.

Fast-Travel nach Kroatien

Wer schon mal nach Dubrovnik geflogen ist, weiß: Der Airport dort ist nicht gerade ein Verkehrsknotenpunkt. Dazu kommt, dass Lufthansa just an diesem Wochenende streikte und die Windbedingungen auch nicht mitspielten, was die ohnehin überschaubare Auswahl an Verbindungen weiter ausdünnte. Das Ergebnis war ein Flug um 04:45 Uhr morgens, was sich auf dem Papier furchtbar anhört und in der Praxis auch zunächst nicht besser wirkte.

Allerdings haben wir das erstaunlich gut weggesteckt, denn im Flieger wurde schlicht und einfach geschlafen. Fast-Travel at its finest. Dass wir dabei noch Glück hatten, wurde uns spätestens klar als wir im Hotel erfuhren, dass andere Gäste des Events mit teils erheblichen Verspätungen oder sogar gestrichenen Flügen kämpfen mussten. Wir waren pünktlich da und das war eigentlich alles was zählte.

Willkommen im Sheraton Dubrovnik Riviera

Das Hotel für das Wochenende war das Sheraton Dubrovnik Riviera Hotel, direkt an der Adriaküste gelegen und mit einer Aussicht die keiner weiteren Erklärung bedarf. Meer auf der einen Seite, Berge auf der anderen, und das bei strahlend blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen. Tagsüber kurzärmeliges T-Shirt-Wetter, abends brauchte man noch einen Pulli. Für April in Kroatien ist das mehr als man verlangen kann und eine willkommene Abwechslung zum grauen deutschen Stadtleben.

Das Frühstücksbuffet am nächsten Morgen setzte die Messlatte direkt hoch: internationale Klassiker neben lokalen Spezialitäten, dazu dieser Blick über das Wasser. Bis die letzten Nachzügler angekommen waren, blieb noch etwas Zeit zur freien Verfügung, bevor es ein leckeres Mittagessen als Buffet direkt im Hotel gab. Danach gings los mit dem Programm.

Gamer haben das Hotel übernommen

Die Präsentations- und Meeting-Räumlichkeiten des Hotels lagen nicht weit entfernt und als wir die Räume betraten, war eines sofort klar: AOC und Philips meinen es ernst. Neben reichlich Kaffee war der Raum vollgepackt mit Monitoren, Peripherie, Computern und allem was dazugehört. Es sah aus als hätte eine Gruppe Gamer und/oder Grafikdesigner kurzerhand beschlossen, dort einzuziehen. In genau dieser Atmosphäre nahm dann die Präsentation ihren Anfang, präsentiert von Product Manager Lead Cesar Reyes Acosta und das Ganze mit gutem Humor, treffenden References und interessanten Neuigkeiten.

Zahlen die sich sehen lassen können

Bevor es um die neuen Produkte ging, gab es zunächst eine Standortbestimmung. Und die kann sich sehen lassen: AOC ist nach eigenen Angaben die Nummer Eins im Gaming-Monitor-Segment in Europa, konkret im 144Hz+ Bereich gemessen an Verkaufsvolumen. Zusammen mit Philips führen sie zudem das Consumer-Segment bis 120Hz an. Besonders beeindruckend ist die Entwicklung von Philips EVNIA, die im vierten Quartal 2025 einen Marktanteil von knapp 6 Prozent erreicht hat und dabei ein Wachstum von 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet.

Daneben wurde auch ein Blick auf die übergeordneten Markttrends geworfen. Gaming-Monitore mit immer höheren Bildwiederholraten, die wachsende Nachfrage nach Home-Office-Geräten, die rapide Verbreitung von QHD und UHD, größere Displays im 27 und 32 Zoll Bereich sowie das starke Aufkommen von OLED und Mini-LED sind die fünf Säulen auf die sich AOC und Philips in den kommenden Jahren konzentrieren wollen. Der Plan dahinter ist es, den Consumer- und Gamer-Markt stärker zu verbinden als bisher.

AGON by AOC: Drei Stufen, eine Philosophie

Das AGON-by-AOC-Portfolio gliedert sich weiterhin in drei Segmente: AOC Gaming für den soliden Einstieg, AGON für den nächsten Schritt in Sachen Performance und Features, und AGON PRO für alle die beim Gaming keine Kompromisse eingehen wollen und es sich leisten können. Alle drei Linien erhalten 2026 neue OLED-Modelle.

Was sich ebenfalls ändert, sind einige Designdetails die man schnell lieben wird. Sowohl AGON als auch AGON PRO bekommen einen neuen Kopfhörerhalter der per Pop-in/Pop-out funktioniert, ein überarbeitetes OSD mit frei belegbaren Zusatztasten, einen neuen Kabelhalter am Fuß für sauberere Setups sowie RGB Light FX. Der AGON PRO geht dabei noch einen Schritt weiter und bringt bei WOLED-Modellen ein komplett rahmenloses 4-Seiten-Design mit.

Dazu kommen weiterhin starke Partnerschaften: NVIDIA, CS2, G2 Esports und Red Bull stehen hinter der AGON-Marke, was sich unter anderem in exklusiven Features und Zertifizierungen widerspiegelt.

OLED ist jetzt überall

Das große Thema des Abends war eindeutig OLED. Der Markt ist laut Präsentation im Jahresvergleich um 102 Prozent gewachsen und AOC sowie Philips wollen diesen Schwung nutzen. Dabei verfolgen sie zwei Wege: Hochleistungs-OLEDs mit den neuesten Panel-Generationen für Enthusiasten, und günstigere OLED-Edge-Modelle die OLED endlich in die Mitte des Marktes bringen sollen.

AGON PRO: Neue OLED Flagships

Den Anfang macht der AOC AG326UZD2 (1189,00 Euro), der ab April 2026 erhältlich ist. Er setzt auf ein QD-OLED-Panel der vierten Generation mit einer UHD-Auflösung und 240 Hz, einer Reaktionszeit von 0,03 ms GtG, HDR500 TrueBlack-Zertifizierung und 1.000 Nits Spitzenhelligkeit. Dazu kommen HDMI 2.1, DisplayPort 2.1, USB-C mit 65 Watt Power Delivery und ein USB-Hub sowie RGB Light FX und eine 3-Jahres-Garantie die Pixel-Einbrennen einschließt.

Wem Bildwiederholrate wichtiger ist als Auflösung, der schaut sich den AOC AGP277QKDC (849,00 Euro) an, der im Juni 2026 erscheint. Dieser 27-Zöller verwendet ein W-OLED-Panel der vierten Generation mit Tandem-Technologie, kommt auf unglaubliche 540 Hz bei QHD-Auflösung und unterstützt dank Dual-Frame-Mode sogar 720 Hz in HD. Mit 1.500 Nits Spitzenhelligkeit und HDR500 TrueBlack ist er technisch der hellste OLED im Portfolio und sein Anti-Glare-Coating unterscheidet ihn optisch von den glossy QD-OLED-Brüdern.

Wer auf die nächste Panel-Generation warten möchte, dem sei der AOC AGP346UCSD (999,00 Euro) empfohlen, der im dritten Quartal 2026 kommt. Er bietet QD-OLED der fünften Generation mit neuem V-RGB-Pixelaufbau, 1.300 Nits Spitzenhelligkeit und 360 Hz bei WQHD-Auflösung im 34-Zoll-Ultrawide-Format. AntiReflection 3.0 und HDR500 TrueBlack sind natürlich mit an Bord.

Philips EVNIA: OLED trifft Ambiglow

Auch Philips EVNIA bekommt neue OLED-Flagships, die optisch dem gewohnt cleanen und hellen EVNIA-Design treu bleiben und zusätzlich mit Ambiglow aufwarten.

Der Philips EVNIA 32M2N8900P (999,00 Euro) erscheint im Mai 2026 und basiert wie der AOC AG326UZD2 auf QD-OLED der vierten Generation, bietet also ebenfalls UHD bei 240 Hz und 0,03 ms GtG. Das i-Tüpfelchen ist Ambiglow, das die Hintergrundbeleuchtung in Echtzeit an den Bildschirminhalt anpasst und damit gerade bei langen Gaming-Sessions oder Filmen einen echten Immersions-Unterschied macht.

Als Pendant für Ultrawide-Fans folgt im dritten Quartal 2026 der Philips EVNIA 34M2C8600P (899,00 Euro). Er setzt auf QD-OLED der fünften Generation, bietet WQHD-Auflösung bei 280 Hz und ebenfalls Ambiglow sowie USB-C mit 90 Watt, was ihn zu einem echten Hybrid für Gaming und Arbeit macht.

OLED für die Mitte: Edge-Technologie

Neben den Flagships gibt es 2026 auch erstmals erschwingliche OLED-Modelle die auf sogenannte QD-OLED-Edge-Panels setzen. Diese Technologie liefert zwar nicht ganz die Helligkeit der Premium-Varianten, bringt aber die OLED-typischen Stärken wie 0,03 ms GtG, perfekte Schwarzwerte und 99 Prozent DCI-P3 in ein Preissegment das für viele Gamer realistischer ist.

Konkret gibt es den AOC Q27G4ZDR (399,00 Euro) und den AOC Q27G41ZDF (379,00 Euro) mit QHD bei 240 Hz, sowie auf Philips-Seite den 27M2N6501L (419,00 Euro) mit zusätzlichem Ambiglow. Alle drei sind bereits erhältlich.

Der neue Stern am Himmel: EVNIA 5K Dual Mode

Eines der spannendsten Announcements des Abends war der Philips EVNIA 27M2D5901A (799,00 Euro), der im Juli 2026 erscheint. Das Besondere hier ist ein Feature namens Dual Mode: Mit einem Knopfdruck wechselt der Monitor zwischen 5K bei 165 Hz für Arbeiten, Content Creation oder einfach ein unglaublich scharfes Bild, und QHD bei 330 Hz für Gaming. Technisch funktioniert das über einen Fast-IPS-Panel mit 5.120 x 2.880 Pixeln im 5K-Modus der intern auf QHD skaliert wird um die höhere Bildwiederholrate zu ermöglichen.

Dazu kommen Ambiglow, AmbiScape, USB-C mit 65 Watt, HDMI 2.1 sowie DisplayPort 2.1 und eine 3-Jahres-Garantie. Wer sich nicht zwischen einem Creator-Monitor und einem Gaming-Monitor entscheiden möchte, hat hier eine überzeugende Antwort.

Der Sweet Spot: QHD mit 260 Hz

Laut AOC ist die Kombination aus QHD-Auflösung und 260 Hz aktuell der Sweet Spot für die meisten Gamer, die sowohl immersive als auch schnelle Spiele zocken. 1,4-mal mehr Pixel als FHD bei einer Bildwiederholrate die auch für kompetitiveres Gaming ausreicht, und das in einem Preissegment das zunehmend erschwinglich wird. Ein praktischer Hinweis: Die 260 Hz sind per Übertaktung über das OSD erreichbar, der offizielle Wert liegt bei 240 Hz.

Sowohl AOC als auch Philips decken dieses Segment in 27 Zoll ab, jeweils mit und ohne ergonomischen Ständer, ab rund 199,00 Euro. Wer es curved mag, findet bei AOC mit dem CQ27G4Z2 (219,00 Euro) eine attraktive Option mit 1500R-Krümmung und Fast VA Panel, die im dritten Quartal 2026 erscheint.

UltraWide als Hybrid-Lösung

Curved Ultrawide liegt im Trend, das war in der Präsentation deutlich zu spüren. AOC und Philips sehen in diesem Segment nicht nur Gaming-Käufer, sondern Menschen die tagsüber am Rechner arbeiten und abends Gaming-Sessions einlegen wollen. USB-C mit 90 Watt lädt dabei den Laptop direkt über den Monitor, der KVM-Switch erlaubt das einfache Umschalten von Tastatur und Maus zwischen zwei Geräten, und das 21:9-Format gibt auch bei der Arbeit spürbar mehr Platz.

AOC bringt im Juli 2026 den CU34G4CA (299,00 Euro) mit WQHD bei 180 Hz sowie den schnelleren CU34G4ZCA (349,00 Euro) mit 240 Hz. Beide setzen auf Fast VA, 1 ms GtG und einen ergonomischen Ständer mit Höhenverstellung.

Philips antwortet im September 2026 mit dem 34M2C5601QA (319,00 Euro), der zusätzlich Ambiglow und AmbiScape mitbringt und damit das volle EVNIA-Erlebnis in den Hybrid-Bereich bringt.

FHD mit 260 Hz: Die neue Basis

260 Hz wird 2026 zur neuen Norm im FHD-Segment. Das ist zwar nicht mehr das was Pro-Spieler brauchen, aber ein enormer Sprung gegenüber der alten 165-Hz-Basislinie. Wer bedenkt dass ein 27-Zoll-Monitor mit QHD und 260 Hz heute denselben Preis hat wie 2021 ein 24-Zöller mit FHD und 165 Hz, versteht warum AOC selbst das als Anti-Inflation-Argument ins Feld führte.

Das Lineup ist entsprechend breit: Sowohl AOC als auch Philips bieten die Kombination aus Fast IPS, 1 ms GtG und 260 Hz in 24 und 27 Zoll an, jeweils mit ergonomischem oder schlichtem Ständer. Wer es curved mag, greift bei AOC zum C27G4Z2 (159,00 Euro) oder dem größeren C32G4Z (219,00 Euro). Die Einstiegspreise beginnen bei 129,00 Euro, womit 260 Hz endgültig im Massenmarkt angekommen sind.

Für alle anderen: 144 Hz wird der neue Standard

Nicht jeder braucht 260 oder 500 Hz und das ist vollkommen in Ordnung. Für den Alltag, Casual Gaming, Netflix und Büroarbeit bleibt 144 Hz die sinnvollste Wahl und AOC bedient dieses Segment mit den neuen Q24B36X und Q27B36X (119,00 und 149,00 Euro). Beide bieten QHD bei 144 Hz auf einem IPS-Panel mit 0,5 ms GtG und sind bereits seit Januar 2026 erhältlich. Schlicht, kompetent, günstig.

Das neue Feature-Highlight: Philips AmbiScape

Wer die EVNIA-Linie kennt, kennt Ambiglow, das die Hintergrundbeleuchtung an den Bildschirminhalt anpasst. 2026 geht Philips einen erheblichen Schritt weiter mit AmbiScape. Das neue Feature synchronisiert Matter-zertifizierte Smart-Lampen im Raum in Echtzeit mit dem Bildschirminhalt und das ganz ohne externe Bridge oder Hub, denn der Monitor selbst übernimmt diese Funktion. Bis zu zehn Geräte können gleichzeitig verbunden werden.

Das klingt zunächst nach einem netten Gimmick, ist in der Praxis aber erstaunlich wirkungsvoll: Ein Raum voller synchronisierter Lichter der auf Explosionen reagiert, das Bild buchstäblich in die Umgebung erweitert. Erstmals zu sehen am 27M2D5901A und 34M2C5601QA, dürfte AmbiScape in den kommenden Monaten in weiteren EVNIA-Modellen Einzug halten.

Tag 2: Tolles Wetter auf den Stadtmauern von Kings Landing

Der zweite Tag gehörte Dubrovnik selbst und das war gut so. Die Stadt hat einen ganz eigenen Charakter und wer schon mal Game of Thrones geschaut hat, erkennt sofort warum Dubrovnik als Kulisse für Kings Landing diente. Enge, steile und verwinkelte Gassen, alte Steinmauern und das tiefblaue Wasser drum herum erzeugen eine Atmosphäre die man so schnell nicht vergisst.

Nach einer geführten Stadttour mit einem kleinen Abstecher zu bekannten GoT-Drehorte folgte eine Kaffeepause direkt am Wasser mit Blick auf die Stadtkulisse. Ein schöner Moment um einfach mal durchzuatmen. Danach stand die Stadtmauer auf dem Programm, was einige von uns leicht unterschätzt hatten. Die Mauer ist höher als sie von unten aussieht, und an manchen Stellen so schmal dass man wirklich im Gänsemarsch läuft. Auf der Mauer auf der Lauer sieht man die Stadt auch nochmal aus einem ganz anderen Winkel.

Das kurioseste Highlight war ein kleiner Sportplatz auf der einen Seite der Mauer, mit Klippe und tiefem Fall zum Meer auf der anderen Seite. Man fragt sich unweigerlich was passiert wenn dort ein Ball ins Aus fliegt. Eine Antwort haben wir nicht gefunden.

Zum Abschluss gab es ein Mittagessen in einem wunderschönen Gebäude direkt am Hafen, mit guter Gesellschaft und schönen Gesprächen, bevor es mit dem Shuttle zum Flughafen und per Zwischenstop in Zagreb wieder nach Deutschland ging. Um 19 Uhr waren wir zurück, wieder im leicht kälteren deutschen Alltag.

Fazit

Das AOC und Philips Presse-Event 2026 in Dubrovnik war nicht nur wegen der Kulisse ein Erlebnis. Die Produktpalette für dieses Jahr ist beeindruckend breit und durchdacht: OLED in allen Preisklassen von 379 bis 999 Euro, neue Bildqualitäts-Meilensteine wie 540 Hz auf OLED oder 5K Dual Mode, und echte Alltagsinnovationen wie AmbiScape und die hybriden UltraWide-Modelle die Gaming und Home Office unter einen Hut bringen. Wir freuen uns auf die Testmuster und werden euch natürlich auf dem Laufenden halten.

Das gesamte Gamers.de-Team bedankt sich herzlich bei AOC und Philips für dieses wunderbare Wochenende an der Adriaküste!

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