
Mit The Blood of Dawnwalker präsentiert das polnische Studio Rebel Wolves ein Rollenspiel, das klassische Fantasy-Abenteuer mit einer ungewöhnlichen Zeitmechanik verbindet. Das Team besteht unter anderem aus ehemaligen Entwicklern der The Witcher-Reihe. Statt die Spieler durch eine vollständig offene Welt ohne zeitliche Konsequenzen ziehen zu lassen, verknüpft das Spiel wichtige Entscheidungen mit einem begrenzten Zeitbudget.
Das Konzept sorgt seit der Veröffentlichung für unterschiedliche Reaktionen. Während der Timer der Handlung zusätzlichen Druck verleiht, wünschen sich manche Spieler eine weniger verbindliche Zeitvorgabe. Für die Entwickler ist die Diskussion auch mit Blick auf mögliche Nachfolger relevant. Denn laut einer Aussage von Konrad Tomaszkiewicz steht noch nicht fest, ob das System in weiteren Teilen zurückkehrt.
Der Timer bleibt umstritten – und könnte im Nachfolger fehlen
Die Diskussion um das System hängt auch damit zusammen, wie die Spielzeit tatsächlich funktioniert. Anders als bei Titeln mit einer ununterbrochen laufenden Echtzeituhr schreitet die Zeit in Dawnwalker vor allem durch bestimmte spielerische Handlungen voran. Das Erledigen von Aufgaben und andere wichtige Aktivitäten beanspruchen festgelegte Zeitabschnitte. Freies Erkunden, Kämpfe und Inventarverwaltung führen dagegen nicht automatisch zum nächsten Tag.
Für Coen stehen im ersten Teil 30 Tage und 30 Nächte zur Verfügung, um seine Familie aus den Händen des Vampirherrschers Brencis zu retten. Das Zeitbudget zwingt dazu, Schwerpunkte zu setzen, bedeutet aber nicht zwangsläufig einen sofortigen Spielabbruch, sobald die Frist verstreicht. Auch die Möglichkeit, nicht sämtliche Inhalte in einem Durchlauf zu erleben, gehört zum Konzept des Spiels.

FAQ: The Blood of Dawnwalker und die Timer-Mechanik
1. Wird der Timer im nächsten Dawnwalker-Spiel zurückkehren?
Das ist derzeit nicht entschieden. Rebel Wolves möchte prüfen, ob das System zur jeweiligen Geschichte passt.
2. Wer äußert sich zur Zukunft der Zeitmechanik?
Game Director Konrad Tomaszkiewicz spricht im Interview mit Eurogamer über die weitere Ausrichtung.
3. Wie lange hat Coen im ersten Spiel Zeit?
Coen verfügt über 30 Tage und 30 Nächte, um seine Familie zu retten.
4. Läuft die Zeit beim Erkunden ständig weiter?
Nein. Das System knüpft den Zeitverbrauch an bestimmte Aktionen. Freies Erkunden und weitere Tätigkeiten verbrauchen nicht automatisch Zeit.
5. Warum gibt es Kritik am Timer?
Ein Teil der Spielerschaft empfindet das begrenzte Zeitbudget als Einschränkung. Andere sehen darin eine Möglichkeit, Entscheidungen und Prioritäten stärker in den Mittelpunkt zu stellen.
6. Was ist die Position von Rebel Wolves?
Das Studio will die Mechanik nicht unabhängig von der Handlung übernehmen. Sie soll dann zum Einsatz kommen, wenn sie die Dringlichkeit bestimmter Ereignisse sinnvoll unterstützt.
7. Ist ein Nachfolger offiziell angekündigt?
Die Berichte sprechen über Planungen und Vorbereitungen für ein weiteres Spiel. Aus der Aussage zur Timer-Mechanik ergibt sich jedoch kein bestätigter Veröffentlichungstermin.






















