
In der Videospielbranche verschwinden manche Projekte so schnell, wie sie angekündigt werden. Andere kämpfen jahrelang ums Überleben. Zu letzterer Kategorie gehört „1666: Amsterdam“, das neue Action-Adventure von Patrice Désilets. Der Kanadier gilt als kreativer Kopf hinter dem ersten „Assassin’s Creed“ und arbeitet bereits seit mehr als einem Jahrzehnt an dieser Idee.
Die Geschichte des Projekts liest sich beinahe wie ein eigenes Drama. Ursprünglich entstand „1666: Amsterdam“ während Désilets‘ Zeit bei THQ. Nach der Insolvenz des Publishers wechselten die Markenrechte jedoch zu Ubisoft. Es folgten Streitigkeiten, Gerichtsverfahren und eine lange Phase der Unsicherheit. Erst nachdem Désilets die Rechte zurückerlangte, konnte die Entwicklung unter seinem Studio Panache Digital Games fortgesetzt werden.
Beim Summer Game Fest 2026 feierte das Spiel nun seine offizielle Rückkehr. Der erste Trailer gibt einen Einblick in eine düstere Welt voller Geheimnisse, historischer Ereignisse und übernatürlicher Elemente. Damit hebt sich das Projekt deutlich von klassischen Historien-Abenteuern ab und setzt auf eine Mischung aus Mystery, Action und Erzählung.
„Keine gefälschten Trailer“ – Warum das Projekt jetzt greifbar wird
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Noa Brooklyn, die als sogenannte Sammlerin eine besondere Rolle in einem Konflikt übernimmt, der sich über mehrere Jahrhunderte erstreckt. Die Handlung verbindet verschiedene Zeitebenen miteinander, darunter das Amsterdam des Jahres 1666, das Jahr 1333, das Ende des 20. Jahrhunderts und die Gegenwart.
Laut offizieller Beschreibung existieren geheimnisvolle Wesen namens „Originals“ seit Jahrhunderten verborgen unter den Menschen. Sie verfügen über außergewöhnliche Fähigkeiten und beeinflussen die Geschicke der Welt. Welche Rolle Noa dabei spielt, soll sich erst im Verlauf der Handlung offenbaren. Auch Aarons Figur wirkt ungewöhnlich: Er erlebt Teile der Geschichte aus der Perspektive einer Katze und begleitet die Protagonistin durch die unterschiedlichen Epochen.
Besonders bemerkenswert ist die Aussage von Patrice Désilets während der Enthüllung. Der Entwickler erklärte: „Es war ein langer Weg, und ich könnte nicht stolzer auf unser Team aus fast 70 talentierten Entwicklern in Montreal sein.“ Gleichzeitig betonte er, dass man sich über Jahre auf echte Spielentwicklung konzentriert habe: „Keine gefälschten Trailer, keine geschönten Demosegmente – einfach nur eine spielbare Erfahrung.“
Passend dazu veröffentlichte das Studio direkt einen kostenlosen Prolog für PC-Spieler über Steam und den Epic Games Store. Die rund halbstündige Einführung soll einen ersten Eindruck der Spielwelt vermitteln. Die vollständige Version erscheint zunächst im Early Access für den PC. Eine Umsetzung für die PlayStation 5 wurde bereits bestätigt und soll nach Abschluss der Early-Access-Phase folgen.
FAQ zu „1666: Amsterdam“
Was ist „1666: Amsterdam“?
Ein storyorientiertes Third-Person-Action-Adventure mit historischen und übernatürlichen Elementen.
Wer entwickelt das Spiel?
Panache Digital Games unter Leitung von Patrice Désilets, dem Schöpfer des ersten „Assassin’s Creed“.
Wann erscheint das Spiel?
Der Early-Access-Start für PC ist für 2026 geplant.
Gibt es bereits spielbares Material?
Ja. Ein kostenloser Prolog steht bereits auf Steam und im Epic Games Store bereit.
Auf welchen Plattformen erscheint das Spiel?
Zunächst für PC. Eine PS5-Version ist offiziell bestätigt.
Wo spielt die Handlung?
Unter anderem im Amsterdam des Jahres 1666, aber auch in weiteren Zeitebenen wie 1333, 1999 und der Gegenwart.
Wer ist die Hauptfigur?
Noa Brooklyn, eine sogenannte Sammlerin mit einer besonderen Verbindung zu den Ereignissen der Geschichte.
Welche Rolle spielen übernatürliche Elemente?
Eine zentrale. Geheimnisvolle Wesen namens „Originals“ beeinflussen die Handlung und verbinden die verschiedenen Zeitebenen miteinander.























