
Hard Surface Edition · Wireless Charging · HyperSpeed Multi-Device
Vor Kurzem hatten wir mit der Razer Naga V3 Pro eine der interessantesten MMO-Gaming-Mäuse des Jahres bei uns im Test. Schon dabei ist uns auf der Unterseite ein kleines Detail aufgefallen: Der austauschbare Puck macht die Maus bereit für Razers unterschiedliche kabellose Ladelösungen.
Genau deshalb geht unser Test diesmal gewissermaßen weiter.
Mit dem Razer HyperFlux V2 Wireless Charging System schauen wir uns das Zubehör an, das dafür sorgen soll, dass man über den Akkustand seiner Gaming-Maus praktisch gar nicht mehr nachdenken muss. Die Maus wird während der normalen Benutzung direkt über das Mauspad mit Energie versorgt – kein Ladekabel an der Maus, kein Abstellen auf einer Docking-Station und keine Unterbrechung der Gaming-Session.
Wir haben die HyperFlux V2 Hard Surface Edition gemeinsam mit unserer Naga V3 Pro im Gaming- und Arbeitsalltag getestet. Dabei wollten wir vor allem wissen, ob dieses Zusammenspiel wirklich so komfortabel funktioniert, wie es zunächst klingt – oder ob ein Mauspad für knapp 140 Euro am Ende doch eher ein Luxus-Gadget bleibt.
Und eines können wir schon vorwegnehmen: Nach einigen Tagen ertappt man sich tatsächlich dabei, überhaupt nicht mehr auf den Akkustand der Maus zu schauen.

Unboxing: Razer macht die Einrichtung schon im Karton verständlich
Schon beim Öffnen der Verpackung merkt man, dass Razer beim HyperFlux V2 nicht einfach nur ein Mauspad in einen Karton gelegt hat. Das System wird sauber präsentiert und die wichtigsten Schritte für die erste Einrichtung befinden sich direkt auf der Innenseite des Deckels.
Besonders sinnvoll finden wir den auffälligen Hinweis, vor der ersten Nutzung zunächst die Firmware der verwendeten Maus zu aktualisieren. Direkt darunter erklärt eine gedruckte Kurzanleitung in drei Schritten, wie HyperFlux angeschlossen, der Lade-Puck eingesetzt und die Maus anschließend mit dem System verbunden wird.
Das ist gerade bei einem Produkt wie diesem angenehm, denn HyperFlux V2 ist eben nicht einfach nur ein Mauspad, das man auspackt und auf den Schreibtisch legt. Lade-Puck, Funkverbindung und kompatible Maus müssen einmal richtig zusammenspielen. Razer führt einen dabei aber ziemlich unkompliziert durch die Einrichtung.








Unterhalb der Anleitung liegt die Hard Surface Edition sauber im Karton. Separat verpackt befinden sich das Zubehör und der spezielle HyperFlux V2 Wireless Charging Puck sowie der USB-A-Adapter. Auch das Anschlusskabel ist direkt dabei, sodass man im Normalfall nach dem Auspacken sofort loslegen kann.
Der kleine Lade-Puck ist dabei unscheinbarer, als man es angesichts seiner Bedeutung für das gesamte System erwarten würde. Er ersetzt die normale runde Abdeckung auf der Unterseite einer kompatiblen Razer-Maus und stellt anschließend die Verbindung zur Ladefläche her.
Bei unserer Naga V3 Pro hatten wir genau diese austauschbare Abdeckung bereits im vorherigen Test gezeigt. Jetzt ergibt dieses Detail plötzlich Sinn: normalen Puck herausnehmen, HyperFlux-Puck einsetzen, Maus koppeln – und schon ist sie für das kontinuierliche Laden auf dem Pad vorbereitet.
Insgesamt hinterlässt bereits das Auspacken einen sehr aufgeräumten Eindruck. Nichts wirkt unnötig kompliziert und Razer erklärt die wenigen notwendigen Schritte dort, wo man sie beim ersten Aufbau tatsächlich braucht.

HyperFlux ist keine ganz neue Idee bei Razer
Das Grundprinzip gab es bei Razer schon einmal.
Bereits 2018 stellte das Unternehmen die Kombination aus Mamba HyperFlux und Firefly HyperFlux vor. Damals ging Razer sogar noch einen Schritt weiter: Die Maus besaß keinen klassischen Akku. Das Mauspad erzeugte ein Magnetfeld und versorgte die Mamba direkt mit Energie. Ein kleiner Kondensator hielt sie beim Anheben noch für kurze Zeit am Leben.
Das war technisch spannend, hatte allerdings einen entscheidenden Nachteil: Maus und Mauspad gehörten praktisch untrennbar zusammen.
Beim HyperFlux V2 ist das anders. Razer verwendet einen speziellen HyperFlux V2 Wireless Charging Puck, der anstelle der normalen Abdeckung in eine kompatible Gaming-Maus eingesetzt wird. Damit lässt sich das System heute mit mehreren unterschiedlichen Razer-Mäusen verwenden.
Das gefällt uns deutlich besser. Man kauft hier kein geschlossenes Maus-und-Pad-System mehr, sondern kann eine bereits vorhandene kompatible Razer-Maus erweitern.
Razer bietet mittlerweile die Naga V3 Pro zusammen mit dem HyperFlux V2 als offizielles Bundle an. Das zeigt ziemlich deutlich, dass die Kombination beider Produkte durchaus so gedacht ist.

Hard oder Cloth: Zwei Oberflächen für unterschiedliche Vorlieben
Das HyperFlux V2 gibt es in zwei Varianten.
Wir haben die Hard Surface Edition getestet. Sie besitzt eine mikrotexturierte harte Oberfläche und ist auf möglichst geringe Reibung und schnelle Mausbewegungen ausgelegt.
Daneben bietet Razer eine Cloth Surface Edition an. Die Stoffoberfläche soll etwas mehr Kontrolle beziehungsweise Bremswirkung bieten. Beide Varianten kosten im deutschen Razer Store aktuell 139,99 Euro.
Razer nennt für das Pad ungefähr 360 × 275 Millimeter und eine Dicke von rund 5 Millimetern. An der Oberkante befindet sich zusätzlich das Steuermodul für Funkverbindung, Ladeelektronik und Statusanzeigen.
Damit ist HyperFlux V2 groß genug für normale Gaming-Sessions, ohne direkt einen halben Schreibtisch einzunehmen.
Wer allerdings extrem niedrige DPI spielt und sehr weit mit dem kompletten Arm über das Mauspad fährt, sollte sich die Abmessungen vor dem Kauf anschauen. Eine riesige Deskmat ist HyperFlux V2 nicht.
Auf der Unterseite verwendet Razer eine gerillte, gummierte Anti-Rutsch-Fläche. In unserem Test blieb das Pad zuverlässig dort liegen, wo wir es hingelegt hatten. Auch bei schnelleren Bewegungen mit der Maus wanderte es nicht über den Schreibtisch.
Die Verarbeitung passt insgesamt zu dem Eindruck, den wir zuletzt bereits bei Naga V3 Pro, Viper V4 Pro und Gigantus V2 Pro hatten: sauber, hochwertig und durchdacht.



Naga V3 Pro und HyperFlux V2: Das passt ziemlich gut zusammen
Gerade mit der Razer Naga V3 Pro ergibt das HyperFlux V2 für uns besonders viel Sinn.
Die Naga besitzt ohnehin eine hervorragende Akkulaufzeit und ist mit ihren drei austauschbaren Seitenteilen eine Maus, die bei uns nicht nur für eine kurze Gaming-Session auf dem Schreibtisch lag. Wir haben sie über längere Zeit sowohl beim Spielen als auch bei der normalen Arbeit am PC eingesetzt.
Im ausführlichen Razer Naga V3 Pro Test auf Gamers.plus hatten wir bereits gezeigt, dass sich die runde Abdeckung auf der Unterseite entfernen lässt.
Beim damaligen Test war das zunächst einfach ein interessantes Detail.
Mit HyperFlux V2 bekommt dieser Bereich plötzlich eine ganz andere Bedeutung. Der normale Puck wird entfernt, der spezielle HyperFlux-V2-Puck eingesetzt – und anschließend übernimmt das Mauspad einen großen Teil des Lademanagements.
Das verändert weniger die Naga selbst als vielmehr die Art, wie man über ihren Akku denkt. Eigentlich gar nicht mehr. Solange die Maus auf dem HyperFlux V2 verwendet wird, erhält sie kontinuierlich Energie. Natürlich könnte man jetzt argumentieren, dass ausgerechnet eine Naga V3 Pro mit ihrer ohnehin sehr langen Akkulaufzeit ein solches System überhaupt nicht braucht.
Stimmt. Aber genau das macht den Unterschied zwischen brauchen und haben wollen aus. HyperFlux V2 löst bei der Naga kein ernsthaftes Akkuproblem. Es entfernt vielmehr einen kleinen Punkt aus dem Alltag, über den man irgendwann schlicht nicht mehr nachdenken muss.



Laden beim Spielen: So funktioniert HyperFlux V2
Razer setzt beim HyperFlux V2 auf eine Magnetresonanz-Ladetechnik.
Über ein lokal erzeugtes elektromagnetisches Feld wird Energie vom Mauspad an den speziellen Lade-Puck in der Maus übertragen. Razer unterscheidet diese Technik ausdrücklich von der klassischen induktiven Ladung seiner Docking-Lösungen.
Das ist ein wichtiger Unterschied. Beim Mouse Dock wird die Maus nach dem Spielen auf eine bestimmte Ladeposition gestellt. Bei HyperFlux V2 findet die Energieübertragung dagegen während der normalen Mausbewegung auf dem Pad statt.
Genau darin liegt der eigentliche Reiz. Bei unserer Naga V3 Pro funktionierte das ausgesprochen unkompliziert. Puck einsetzen, Pad anschließen, Maus koppeln – fertig. Danach konnten wir ganz normal spielen und arbeiten.
Nimmt man die Maus vom Pad, endet die Energieübertragung. Setzt man sie wieder auf, geht es weiter. Keine Docking-Position treffen, kein Kabel in die Maus stecken. Es passiert einfach im Hintergrund.


Battery Health Optimizer: Nicht permanent bis 100 Prozent laden
Eine der sinnvollsten Funktionen versteckt sich in Razer Synapse 4.
Dort lässt sich der sogenannte Battery Health Optimizer aktivieren. Damit wird festgelegt, bis zu welchem Akkustand HyperFlux die Maus laden soll. Möglich sind Werte zwischen 50 und 80 Prozent.
Sobald die festgelegte Grenze erreicht ist, pausiert die Ladung automatisch. Das ergibt bei diesem System ausgesprochen viel Sinn. Wenn die Maus sowieso die meiste Zeit auf einem Pad liegt, das sie jederzeit mit Energie versorgen kann, gibt es keinen zwingenden Grund, den Akku permanent bei 100 Prozent zu halten.
Razer will damit die Batterie langfristig schonen. Wie stark sich das über mehrere Jahre tatsächlich auf die Akkulebensdauer auswirkt, können wir während eines normalen Testzeitraums natürlich nicht seriös messen.
Die Idee gefällt uns trotzdem. Wir würden die Funktion bei einem dauerhaft stationären HyperFlux-Setup auf jeden Fall nutzen.

Die LED zeigt den Ladezustand
Das obere Modul besitzt außerdem eine Status-LED.
Bei einem vollständig geladenen Akku leuchtet sie statisch grün. Um etwa 75 Prozent pulsiert sie grün, bei ungefähr 50 Prozent wechselt sie auf Gelb und bei rund 25 Prozent auf Orange. Das wirkt im Alltag angenehm unaufdringlich. Man bekommt die Information, wenn man sie haben möchte, wird aber nicht ständig daran erinnert, dass unter der Maus gerade ein Ladesystem arbeitet.
Zusätzlich unterstützt HyperFlux V2 Razer Chroma RGB mit 15 Beleuchtungszonen. Wer bereits weitere Chroma-Hardware auf dem Schreibtisch stehen hat, kann das Pad entsprechend in sein Setup integrieren.



HyperSpeed Multi-Device: HyperFlux kann mehr als laden
HyperFlux V2 ist mehr als nur ein kabelloses Ladepad. Im Steuermodul ist gleichzeitig ein Razer HyperSpeed Wireless Transceiver integriert, der den separaten USB-Dongle der Maus überflüssig macht. Darüber hinaus lässt sich eine kompatible Razer-Tastatur über denselben Empfänger verbinden. Razer bezeichnet diese Funktion als HyperSpeed Multi-Device Support.
Gerade bei einem Notebook oder einem PC mit ohnehin zahlreichen angeschlossenen USB-Geräten kann das für mehr Ordnung sorgen und einen zusätzlichen USB-Port freimachen. Die Tastatur selbst wird dabei allerdings nicht über die Matte geladen. HyperFlux V2 übernimmt in diesem Fall ausschließlich die Funkverbindung.
Neben der DeathStalker V2 Pro nennt Razer unter anderem die DeathStalker V2 Pro Tenkeyless, die BlackWidow V4 Tenkeyless HyperSpeed und die BlackWidow V4 Low-Profile HyperSpeed samt Tenkeyless-Version als kompatible Tastaturen.
Welche Mäuse funktionieren mit HyperFlux V2?
Aktuell nennt Razer folgende Modelle als kompatibel:
Razer Basilisk V3 Pro 35K, Basilisk V3 Pro, Cobra Pro, Cobra HyperSpeed und Naga V3 Pro.
Wichtig ist allerdings auch: Nicht jede aktuelle Razer-Maus lässt sich mit HyperFlux V2 laden. Unsere ebenfalls getestete Viper V4 Pro gehört derzeit beispielsweise nicht zur offiziellen Kompatibilitätsliste. Wer HyperFlux kaufen möchte, sollte deshalb vorher prüfen, ob seine Maus tatsächlich unterstützt wird.

Hard Surface Edition im Praxistest
Wir hatten die Hard Edition auf dem Schreibtisch.
Und die fühlt sich tatsächlich deutlich anders an als ein klassisches Stoffpad. Der Startwiderstand ist gering, schnelle Bewegungen gelingen sehr leicht und die Maus gleitet ausgesprochen flüssig über die mikrotexturierte Oberfläche.
Gerade schnelle Richtungswechsel machen Spaß. Trotzdem hatten wir nie das Gefühl, dass die Naga völlig unkontrolliert über das Pad rutscht. Kleine Korrekturen bleiben gut möglich.
Wer allerdings generell mehr Bremswirkung bevorzugt, dürfte mit der Cloth Edition glücklicher werden. Hier gibt es aus unserer Sicht kein allgemeingültiges „besser“.
Wie unterschiedlich sich eine Maus durch verschiedene Oberflächen anfühlen kann, hatten wir zuletzt auch bei unserem Test der Razer Viper V4 Pro zusammen mit dem Gigantus V2 Pro festgestellt. Hard Surface ist hier klar die schnelle Variante. Cloth richtet sich eher an Spieler, die etwas mehr Kontrolle möchten.




1.000 Hz: Ein Punkt, den man wissen sollte
Der integrierte HyperSpeed-Transceiver des HyperFlux V2 arbeitet mit maximal 1.000 Hz Polling Rate.
Bei der Naga V3 Pro und unserem üblichen MMO-, Strategie- und Alltagsbetrieb hat uns das nicht gestört. 1.000 Hz sind für diesen Einsatzzweck völlig ausreichend. Wer allerdings bewusst eine kompatible High-End-Maus mit 4.000 oder 8.000 Hz betreiben möchte, sollte wissen, dass HyperFlux V2 diese Polling-Raten nicht über seinen integrierten Empfänger liefert.
Dafür bietet Razer andere Lösungen an. Das aktuelle Mouse Dock V2 Pro verfügt beispielsweise über einen integrierten 8.000-Hz-Transceiver. Dort muss die Maus zum Laden allerdings auf das Dock gestellt werden – HyperFlux lädt dagegen während der Bewegung auf dem Pad.
Beide Systeme verfolgen also einen etwas anderen Ansatz. Für uns ist HyperFlux in erster Linie ein Komfort- und Ladesystem. Und genau darin ist es sehr gut.
Ganz ohne Kabel geht es natürlich trotzdem nicht
„Wireless Charging“ bedeutet nicht, dass das Mauspad selbst kabellos arbeitet.
HyperFlux V2 benötigt weiterhin eine USB-Verbindung zum Rechner. Razer empfiehlt für die beste Ladeleistung eine direkte USB-C-Verbindung zum PC. Eine Verbindung über USB-A ist mit dem beiliegenden Adapter ebenfalls möglich.
Das sollte man bei all den schönen Wireless-Versprechen nicht verschweigen. Das Kabel verschwindet also nicht komplett vom Schreibtisch. Es wandert lediglich von der Maus zum Mauspad. Für uns ist das trotzdem ein großer Unterschied, weil an der Maus selbst beim Spielen niemals ein Kabel hängt.

Vorsicht bei Metall-Schreibtischen
Eine weitere Besonderheit gehört ebenfalls in einen vollständigen Test:
HyperFlux V2 sollte nicht auf einem Metall-Schreibtisch verwendet werden. Metall beziehungsweise Gegenstände mit Magnetspulen können das Magnetfeld und damit die Energieübertragung beeinflussen. Auch NFC-Karten oder andere entsprechende Gegenstände gehören deshalb nicht direkt auf beziehungsweise neben die aktive Ladefläche.
Auf unserem normalen Schreibtisch spielte das keine Rolle. Wer allerdings einen Metalltisch oder eine entsprechend beschichtete Tischplatte verwendet, sollte diesen Punkt unbedingt beachten.
Synapse 4 und Einrichtung
Für die erweiterten Funktionen wird Razer Synapse 4 verwendet.
Dort lassen sich unter anderem der Battery Health Optimizer, gekoppelte Geräte und Multi-Device-Funktionen konfigurieren. Razer empfiehlt außerdem, vor der ersten Einrichtung sowohl HyperFlux V2 als auch die verwendete Maus mit der aktuellen Firmware zu versorgen. Erst danach stehen Auto-Pairing und die vollständige Kompatibilität zuverlässig zur Verfügung.
Nach der Einrichtung spielte die Software in unserem Alltag allerdings kaum noch eine Rolle. Und das ist bei einem Zubehör wie diesem eigentlich ein Kompliment. Man richtet HyperFlux einmal ein. Danach soll es funktionieren. Genau das hat es bei uns getan.



Preis und Konkurrenz: 139,99 Euro sind eine Ansage
Die Hard und Cloth Edition kosten bei Razer aktuell jeweils 139,99 Euro.
Das ist viel Geld für ein Mauspad. Und Razer ist mit dieser Idee auch nicht allein.
Logitech bietet mit POWERPLAY 2 ebenfalls ein System an, das kompatible Gaming-Mäuse während der Benutzung kontinuierlich lädt. Das aktuelle deutsche Modell liegt preislich unter dem HyperFlux V2.
Ein interessanter Unterschied liegt allerdings beim Funkempfänger. Logitech beschreibt POWERPLAY 2 als Stromversorgungssystem ohne eigenen Wireless-Empfänger. Die Maus verwendet dort weiterhin ihre normale Funklösung.
Beim HyperFlux V2 übernimmt dagegen der im Mauspad integrierte HyperSpeed-Empfänger die Verbindung der Maus und kann zusätzlich eine kompatible Tastatur aufnehmen.
Dafür ist Logitech mit einer breiteren Auswahl kompatibler Mäuse aufgestellt und preislich günstiger. Das macht HyperFlux V2 nicht schlechter. Aber es ordnet den Preis realistischer ein.
Wer bereits tief im Razer-Ökosystem steckt, bekommt mit HyperFlux V2 eben nicht nur ein Ladepad, sondern gleichzeitig einen zentralen Funkempfänger für das Setup. Für jemanden ohne kompatible Razer-Hardware ist das Produkt dagegen praktisch bedeutungslos.

FAQ zum Razer HyperFlux V2
Welche Mäuse funktionieren mit dem HyperFlux V2?
Razer unterstützt derzeit Basilisk V3 Pro 35K, Basilisk V3 Pro, Cobra Pro, Cobra HyperSpeed und Naga V3 Pro.
Funktioniert HyperFlux V2 mit der Naga V3 Pro?
Ja. Die Naga V3 Pro wird offiziell unterstützt und Razer bietet beide Produkte auch gemeinsam als Bundle an.
Kann man während des Ladens ganz normal spielen?
Ja. Genau dafür ist das System gedacht. Die Maus wird auf der Fläche kontinuierlich mit Energie versorgt, während sie normal bewegt wird.
Muss die Maus immer auf 100 Prozent geladen werden?
Nein. Über den Battery Health Optimizer in Synapse 4 lässt sich eine maximale Ladegrenze zwischen 50 und 80 Prozent einstellen.
Funktioniert der Puck des Mouse Dock Pro auch mit HyperFlux V2?
Nein. HyperFlux V2 benötigt seinen eigenen Lade-Puck, der zum Lieferumfang gehört.
Unterstützt HyperFlux V2 8.000 Hz?
Der integrierte Transceiver des HyperFlux V2 arbeitet mit maximal 1.000 Hz. Für höhere Polling-Raten bietet Razer andere Lösungen an.
Muss das HyperFlux V2 selbst angeschlossen werden?
Ja. Das Mauspad benötigt eine USB-Verbindung zum PC. Razer empfiehlt USB-C für die beste Ladeleistung.
Funktioniert das HyperFlux V2 auf einem Metall-Schreibtisch?
Razer rät davon ab. Metall kann das Magnetfeld und die Energieübertragung beeinträchtigen.
Gibt es eine Stoffversion?
Ja. Neben der von uns getesteten Hard Surface Edition gibt es eine Cloth Surface Edition zum gleichen offiziellen Preis.
Fazit: Luxus, an den man sich erstaunlich schnell gewöhnt
Braucht man wirklich ein Mauspad für 139,99 Euro, damit man seine Gaming-Maus nicht mehr bewusst laden muss?
Natürlich nicht.
Aber nachdem wir kurz zuvor bereits die Razer Naga V3 Pro ausführlich getestet hatten, konnten wir HyperFlux V2 genau so ausprobieren, wie Razer sich das System vermutlich vorstellt: nicht als isoliertes Zubehör, sondern als Teil eines kompletten Wireless-Setups.
Und in dieser Kombination funktioniert es ausgesprochen gut. Naga auflegen, spielen, arbeiten – und irgendwann stellt man fest, dass man schlicht nicht mehr nach ihrem Akkustand schaut.
Genau darin liegt für uns die größte Stärke des HyperFlux V2.
Das Laden selbst funktioniert zuverlässig, der Battery Health Optimizer ist für eine permanent mit Energie versorgte Maus sinnvoll und der integrierte HyperSpeed-Empfänger bringt einen echten Zusatznutzen. Dass darüber hinaus auch kompatible Tastaturen verbunden werden können, macht aus HyperFlux mehr als nur ein teures Ladepad.
Ganz ohne Kompromisse bleibt das System trotzdem nicht. Knapp 140 Euro sind viel Geld. Die Auswahl kompatibler Mäuse ist begrenzt, der integrierte Transceiver endet bei 1.000 Hz und das Pad selbst benötigt natürlich weiterhin ein Kabel zum PC. Dazu kommt, dass HyperFlux auf Metalloberflächen nicht eingesetzt werden sollte.
Wer einfach nur seine Maus laden möchte, findet günstigere Möglichkeiten. Wer aber bereits eine kompatible Razer-Maus besitzt und sein Setup möglichst komfortabel aufbauen möchte, bekommt hier ein Zubehörteil, dessen Nutzen man überraschend schnell zu schätzen lernt.
Gerade zusammen mit der Naga V3 Pro ergibt das für uns ein ausgesprochen stimmiges Gesamtpaket.
Die Naga überzeugt schon allein durch ihre Modularität, Verarbeitung und lange Akkulaufzeit. HyperFlux V2 nimmt ihr anschließend auch noch das letzte bisschen „Akku-Alltag“ ab. Nach einigen Tagen denkt man schlicht nicht mehr darüber nach.
Die Maus ist einfach geladen.
Gesamtbewertung: 95 %
Das Razer HyperFlux V2 Wireless Charging System verbindet kontinuierliches Laden, eine sehr gute Gaming-Oberfläche, sinnvolles Akku-Management und HyperSpeed Multi-Device zu einem ausgesprochen komfortablen Zubehör für kompatible Razer-Setups.
Für dieses Gesamtpaket erhält das Razer HyperFlux V2 unseren Award als bestes Wireless-Gaming-Zubehör des Jahres 2026.
