
Mit dem ursprünglichen „Gothic“ schuf Piranha Bytes im Jahr 2001 eines der prägendsten deutschen Rollenspiele. Die raue Spielwelt, die kompromisslose Progression und die lebendige Kolonie machten den Titel für viele Spieler zu einem Kultklassiker. Entsprechend hoch waren die Erwartungen an das Remake, das nun nach mehreren Jahren Entwicklungszeit erschienen ist.
Seit dem 5. Juni können Spieler auf PC und Konsolen in die neu interpretierte Version der Minenkolonie eintauchen. Doch die ersten Reaktionen aus Presse und Community fallen deutlich unterschiedlicher aus, als es sich viele Fans vermutlich erhofft hatten.
Zwischen Lob und Kritik: Die ersten Tests zeichnen kein klares Bild
Die internationalen Wertungen bewegen sich derzeit in einem ungewöhnlich breiten Spektrum. Auf Metacritic erreicht das Rollenspiel zum Start einen Durchschnitt von 73 Punkten. Während einige Redaktionen das Remake für seine Atmosphäre, die gelungene Neuinterpretation und die Nähe zum Original loben, sehen andere deutliche Schwächen.
Besonders technische Probleme stehen immer wieder im Mittelpunkt der Kritik. Mehrere Tester bemängeln Fehler bei der künstlichen Intelligenz, Performance-Probleme sowie einzelne technische Unsauberkeiten. Gleichzeitig heben andere Medien hervor, dass Alkimia Interactive den rauen Charakter des Originals bewusst bewahrt und nicht zu stark modernisiert hat.
Auffällig ist dabei, dass deutschsprachige Magazine dem Spiel oft wohlwollender gegenüberstehen als Teile der internationalen Fachpresse. Das dürfte auch daran liegen, dass die Bedeutung der Marke „Gothic“ im deutschsprachigen Raum bis heute besonders groß ist.
Hohe Spielerzahlen, aber auch hitzige Debatten in der Community
Trotz der gemischten Kritiken startet das Remake mit beachtlichem Interesse. Auf Steam erreichte das Spiel bereits mehr als 57.000 gleichzeitig aktive Nutzer und kletterte kurz nach Veröffentlichung in die Spitzengruppe der weltweiten Bestsellerlisten. Auch auf Twitch verfolgten zeitweise rund 200.000 Zuschauer die ersten Streams.
In den Community-Foren wird intensiv diskutiert. Viele Spieler loben die dichte Atmosphäre, das fordernde Kampfsystem und die konsequente Spielwelt. Andere kritisieren hingegen technische Probleme und die teilweise sperrige Steuerung. Immer wieder fällt dabei ein Vergleich mit „Dark Souls“: Wer sich auf die Herausforderungen einlässt, findet ein besonderes Spielerlebnis, während andere schnell frustriert aufgeben.
Ein endgültiges Urteil dürfte allerdings noch etwas auf sich warten lassen. Viele ausführliche Tests erscheinen erst in den kommenden Tagen, da zahlreiche Redaktionen ihre Testversionen vergleichsweise spät erhalten haben. Das Gothic Remake startet damit ähnlich wie sein berühmtes Vorbild: faszinierend, eigenwillig und keineswegs frei von Kontroversen.
FAQ
Wann ist das Gothic Remake erschienen?
Das Spiel wurde am 5. Juni 2026 für PC und Konsolen veröffentlicht.
Wie fällt der aktuelle Metacritic-Score aus?
Zum Start liegt der PC-Metascore bei etwa 73 Punkten.
Warum sind die Wertungen so unterschiedlich?
Tester bewerten insbesondere Technik, KI und Spielkomfort unterschiedlich. Gleichzeitig loben viele die Atmosphäre und die Nähe zum Original.
Wie erfolgreich ist der Steam-Start?
Zum Launch wurden über 57.000 gleichzeitige Spieler auf Steam registriert.
Wie reagieren die Spieler?
Die Community zeigt sich gespalten. Viele loben die Atmosphäre, andere kritisieren technische Probleme.
Welche Rolle spielt die Unreal Engine 5?
Das Remake basiert auf der Unreal Engine 5 und bietet eine komplett modernisierte Grafik.
Gibt es Probleme auf dem Steam Deck?
Berichten zufolge kämpft das Spiel auf Valves Handheld teilweise mit deutlichen Performance-Einbrüchen.
Lohnt sich das Gothic Remake für Fans des Originals?
Viele Fans schätzen die treue Neuinterpretation. Wer moderne Komfortfunktionen erwartet, sollte jedoch die kommenden Langzeittests abwarten.























