Digitale Angriffe auf Spieleentwickler können weitreichende Folgen haben. Neben internen Dokumenten und technischen Systemen können auch unveröffentlichte Spielinhalte betroffen sein. Nun trifft es Warhorse Studios, das tschechische Entwicklerstudio hinter Kingdom Come: Deliverance und dessen erfolgreicher Fortsetzung. Das Unternehmen bestätigt am 27. Oktober 2026 einen schwerwiegenden Sicherheitsvorfall.

In einer öffentlichen Mitteilung erklärt das Studio, mit Spezialisten für Cybersicherheit an der Absicherung seiner Systeme zu arbeiten. Gleichzeitig soll geklärt werden, wie weit der Angriff reicht und welche Folgen er hat. Ob vertrauliche Materialien entwendet wurden oder laufende Spieleprojekte beeinträchtigt sind, ist bislang nicht bekannt. Die Entwickler wollen weitere Informationen veröffentlichen, sobald belastbare Erkenntnisse vorliegen.

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Warhorse bestätigt den Angriff: Das Ausmaß ist noch unklar

Studio Warhorse informiert zunächst über die eigenen Social-Media-Kanäle über den Vorfall. In der anschließenden Stellungnahme auf der offiziellen Website des Studios bestätigt das Unternehmen, dass Angreifer unbefugt auf interne Systeme und Daten zugegriffen haben. Wie der Angriff abläuft, welche Bereiche betroffen sind und ob Informationen kopiert oder veröffentlicht wurden, geht aus den bisherigen Angaben nicht hervor.

Auch Geschäftsführer Martin Frývaldský äußert sich zu der Situation. Er bezeichnet den Vorfall als schwerwiegend und erklärt, dass der Schutz der Beschäftigten, Geschäftspartner und Community jetzt im Mittelpunkt steht. Das Studio stellt nach eigenen Angaben die erforderlichen Ressourcen bereit, um die Sicherheitslücke zu untersuchen und die Systeme abzusichern. Weitere Einzelheiten sollen erst folgen, wenn sie sich verantwortungsvoll kommunizieren lassen. (Bericht von Zing.cz mit Zitaten aus der Stellungnahme)

Damit bleiben mehrere zentrale Fragen offen. Bislang ist öffentlich nicht belegt, welche Daten tatsächlich entwendet wurden oder ob die Angreifer überhaupt Material aus dem Unternehmen veröffentlicht haben. Auch ein mögliches Motiv ist nicht bekannt. Dass ein Spieleentwickler angegriffen wird, bedeutet zudem nicht automatisch, dass Spieleraccounts oder bereits veröffentlichte Spiele betroffen sind. Dafür gibt es derzeit keine bestätigten Angaben.

Kingdom Come und das neue Herr-der-Ringe-RPG: Drohen jetzt Leaks?

Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den Projekten, an denen Warhorse derzeit arbeitet. Neben einem neuen Abenteuer im Kingdom-Come-Universum entwickelt das Studio ein Open-World-Rollenspiel, das in J. R. R. Tolkiens Mittelerde angesiedelt ist. Beide Vorhaben wurden im Mai 2026 öffentlich bestätigt. Zu konkreten Veröffentlichungsterminen oder umfangreichen Details zum Gameplay gibt es bislang keine abschließenden Angaben. (Reuters zur Ankündigung beider Projekte)

Ein erfolgreicher Angriff auf einen Spieleentwickler kann grundsätzlich auch unveröffentlichte Inhalte gefährden. Dazu zählen etwa Quellcode, Grafiken, interne Präsentationen, Entwicklungspläne oder frühe Spielversionen. Solche Materialien könnten vor einer offiziellen Ankündigung nach außen gelangen und damit geplante Präsentationen oder Marketingkampagnen beeinflussen. Für Warhorse ist allerdings nicht bestätigt, dass solche Informationen tatsächlich in die Hände der Angreifer gefallen sind.

Auch eine Verzögerung der laufenden Projekte lässt sich aus der bisherigen Mitteilung nicht ableiten. Derzeit steht dabei die technische Untersuchung des Vorfalls im Vordergrund. Erst wenn Warhorse weitere Ergebnisse veröffentlicht, lässt sich besser beurteilen, ob der Angriff Folgen für den Entwicklungsalltag, vertrauliche Daten oder die geplanten Spiele hat. Bis dahin wäre es verfrüht, von einem bevorstehenden Leak oder einer Gefährdung der Projekte auszugehen.

FAQ zum Cyberangriff auf Warhorse Studios

1. Was ist bei Warhorse Studios passiert?
Das tschechische Entwicklerstudio bestätigt am 27. Oktober 2026 einen Cyberangriff. Nach den bisherigen Angaben verschafften sich Angreifer unbefugten Zugriff auf interne Systeme und Daten.

2. Wer bestätigt den Vorfall?
Warhorse Studios veröffentlicht eine eigene Stellungnahme. Geschäftsführer Martin Frývaldský bezeichnet die Situation als schwerwiegend und kündigt weitere Informationen an, sobald gesicherte Erkenntnisse vorliegen.

3. Welche Daten wurden gestohlen?
Das ist bislang nicht öffentlich bekannt. Es gibt noch keine bestätigten Angaben dazu, welche konkreten Informationen betroffen sind oder ob Daten veröffentlicht wurden.

4. Sind Spieler von Kingdom Come: Deliverance betroffen?
Eine Beeinträchtigung von Spieleraccounts ist bisher nicht bestätigt. Aus dem bekannten Sachstand lässt sich nicht ableiten, dass persönliche Daten von Spielern betroffen sind.

5. Sind unveröffentlichte Spiele in Gefahr?
Ein Angriff auf interne Systeme kann grundsätzlich auch Entwicklungsdaten gefährden. Für einen konkreten Zugriff auf Material aus den kommenden Spielen gibt es bislang aber keine bestätigten Belege.

6. An welchen neuen Spielen arbeitet Warhorse Studios?
Das Studio arbeitet an einem neuen Abenteuer im Kingdom-Come-Universum und an einem Open-World-Rollenspiel in Tolkiens Mittelerde. Beide Projekte wurden im Mai 2026 bestätigt.

7. Wann gibt es weitere Informationen?
Warhorse hat angekündigt, neue Erkenntnisse zu veröffentlichen, sobald dies verantwortungsvoll möglich ist. Einen konkreten Termin für ein weiteres Update gibt es bislang nicht.

8. Müssen Spieler jetzt etwas unternehmen?
Eine konkrete Sicherheitswarnung für Spieleraccounts liegt bisher nicht vor. Es ist dennoch sinnvoll, offizielle Mitteilungen des Studios zu beachten und bei unerwarteten Nachrichten oder Links, die angeblich von Warhorse stammen, vorsichtig zu sein.

Bildquellen:

  • Quelle: via Warhorse