Intel sorgt aktuell für Gesprächsstoff in der PC-Gaming-Community. Mit XeSS 3 und der neuen Multi Frame Generation zeigt der Hersteller, welches Leistungspotenzial selbst in sehr günstiger Hardware stecken kann. Besonders spannend ist dabei, dass erste Tests nicht auf modernen High-End-GPUs stattfanden, sondern auf einer betagten Einsteigerkarte wie der Arc A380.

Multi Frame Generation auch auf älteren Arc-GPUs

Offiziell ist XeSS 3 mit Multi Frame Generation bislang nur für neuere Intel-Plattformen vorgesehen. Dennoch haben findige Nutzer herausgefunden, dass sich die Funktion mit einem einfachen Workaround auch auf älteren Arc-Grafikkarten aktivieren lässt. Konkret wurden dabei einzelne Treiberdateien aus einer neueren Version übernommen, wodurch zusätzliche Optionen im Intel-Grafiktreiber freigeschaltet werden.

Nach der Aktivierung stehen verschiedene Stufen der Frame-Erzeugung zur Verfügung. Neben dem klassischen Verdoppeln der Bildrate lassen sich auch dreifache oder sogar vierfache Zwischenbilder generieren. Genau hier beginnt der interessante Teil für Budget-Gamer.

Cyberpunk 2077 als Härtetest

Als Testspiel diente Cyberpunk 2077, ein Titel, der selbst moderne Grafikkarten fordert. In 1080p mit niedrigen Einstellungen erreichte die Arc A380 ohne Frame Generation rund 55 bis 60 Bilder pro Sekunde. Mit aktivierter XeSS Super Resolution blieb die Bildqualität dabei überraschend stabil.

Wurde zusätzlich Multi Frame Generation eingeschaltet, stieg die angezeigte Bildrate massiv an. Bei der höchsten Stufe waren Werte von deutlich über 130 FPS möglich. Allerdings zeigte sich schnell, dass diese Einstellung nicht ideal ist. Die eigentliche Renderleistung sank spürbar und die Eingabeverzögerung nahm deutlich zu.

Der sinnvolle Mittelweg

Deutlich ausgewogener erwies sich die dreifache Frame Generation. Hier lagen die Bildraten meist um die 120 FPS, während die Basis-FPS bei etwa 40 lagen. Das Spielerlebnis wirkte flüssiger und die Eingabeverzögerung blieb in einem akzeptablen Rahmen. Für eine günstige Einsteiger-GPU ist dieses Ergebnis bemerkenswert.

Gerade für Nutzer mit schwächerer Hardware kann XeSS 3 damit eine echte Option sein, um aktuelle Spiele spielbar zu halten. Zwar müssen weiterhin niedrige Grafikdetails in Kauf genommen werden, doch die deutlich höhere Bildrate sorgt für ein angenehmeres Spielgefühl.

Chancen und Grenzen der Technik

Multi Frame Generation erzeugt zusätzliche Bilder künstlich. Das bedeutet, dass nicht jede FPS gleichwertig ist. Besonders bei niedrigen Basis-FPS können Artefakte und Verzögerungen auftreten. Trotzdem zeigt der Test eindrucksvoll, welches Potenzial Intel mit XeSS 3 erschließt.

Für Handhelds, integrierte GPUs und ältere Arc-Karten könnte diese Technik in Zukunft entscheidend sein. Voraussetzung bleibt allerdings, dass Spiele XeSS 3 aktiv unterstützen. Sollten weitere Entwickler aufspringen, könnte Intel vor allem im Budget-Segment an Attraktivität gewinnen.

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