Mit jeder neuen Erweiterung weckt Blizzard alte Hoffnungen und neue Erwartungen. „World of Warcraft: Midnight“ bildet da keine Ausnahme. Seit Dataminer mehrere neue Ladebildschirme auf den Testservern entdeckt haben, richtet sich der Blick der Community besonders auf ein Artwork, das aktuell für intensive Diskussionen sorgt – nicht wegen dessen Qualität, sondern wegen seiner auffälligen Motivauswahl.

Statt sich klar auf Quel’Thalas und Silbermond zu konzentrieren, zeigt das Bild ein weitläufiges Panorama des nördlichen Teils der Östlichen Königreiche. Magische Wälder, düstere Ruinen und bekannte Küstenlinien verschmelzen zu einer Gesamtansicht, die viele Spieler überrascht. Denn eigentlich gilt Quel’Thalas als erzählerisches Zentrum von Midnight – zumindest zu Beginn der Erweiterung.

Der erste Cinematic Trailer zu WoW Midnight reißt alles weg.
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„Warum so viel Lordaeron?“ – Ein Ladebildschirm wirft Fragen auf

Auf dem Artwork sind neben Quel’Thalas auch Regionen wie Tirisfal, Zul’Aman, die Küsten von Gilneas und Gebiete rund um die ehemaligen Menschen-Königreiche klar zu erkennen. Auffällig ist dabei: Quel’Thalas nimmt vergleichsweise wenig Raum ein. Für viele Fans wirkt das Motiv daher nicht zufällig gewählt, sondern bewusst komponiert.

In der Community wird daher diskutiert, ob Blizzard mit diesem Ladebildschirm mehr andeutet als nur Atmosphäre. Eine mögliche Erklärung: Das Bild soll den erzählerischen Rahmen der Erweiterung weiter fassen, als bislang angenommen. Midnight könnte zwar in Quel’Thalas beginnen, später aber verstärkt in angrenzende Gebiete führen.

Auch eine andere These hält sich hartnäckig: Der Ladebildschirm könnte ein früher Hinweis auf visuelle oder strukturelle Anpassungen im Norden der Östlichen Königreiche sein. Blizzard hat in der Vergangenheit wiederholt alte Zonen überarbeitet, wenn sie für neue Storylines relevant wurden – oft schrittweise und nicht immer mit großem Vorab-Marketing.


„Eher einzelne Zonen als alles neu“ – Stimmen aus der Community

Für zusätzliche Einordnung sorgte Ian Bates, besser bekannt als der „Red Shirt Guy“. In sozialen Netzwerken erklärte er, eine komplette Überarbeitung von ganz Lordaeron halte er für unwahrscheinlich. Einzelne Zonenanpassungen seien jedoch durchaus realistisch. Besonders Stratholme und Tirisfal gelten seit Jahren als problematisch, nicht zuletzt wegen technischer Phasing-Altlasten aus Battle for Azeroth und Shadowlands.

Gerade Tirisfal und Gilneas bieten laut Fans wie Lore-Experten weiterhin großes erzählerisches Potenzial. Die offenen Handlungsstränge rund um Calia Menethil, die Verlassenen und die Worgen könnten in Midnight wieder stärker in den Fokus rücken. Auch eine modernisierte Unterstadt als funktionale Hauptstadt wird in diesem Zusammenhang erneut diskutiert.

Hinzu kommt die größere Bedrohung durch Xal’atath, deren Verbindung zu den Östlichen Königreichen bereits angedeutet wurde. Ob Blizzard tatsächlich an einer umfassenderen Überarbeitung arbeitet oder lediglich ein stimmungsvolles Panorama gewählt hat, bleibt offen. Klar ist jedoch: Das Artwork hat Erwartungen geweckt – und genau das dürfte beabsichtigt sein.

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