
Es gibt Erweiterungen, die wirken wie zusätzliche Kapitel. Und dann gibt es Inhalte, die sich anfühlen, als würde ein ganzes Spiel neu durchatmen. Genau diesen Eindruck hinterlässt „Destiny 2: Renegades“, das Bungie in enger Zusammenarbeit mit Lucasfilm Games entwickelt hat. Der Mix aus futuristischer Shooter-Action und deutlichen Star-Wars-Anleihen sorgt bereits im Vorfeld für Aufsehen.
Im Mittelpunkt steht die Frage, ob „Destiny 2“ nach einer schwierigen Phase endlich wieder zu dem Spiel wird, das Millionen einst fesselte. Der frische Look, neue Mechaniken und die überraschend mutige Ausrichtung lassen zumindest erahnen, dass Bungie mehr will als nur zusätzlichen Content liefern. Und der neue Trailer heizt diese Erwartungen deutlich an.
Kapitel 1: „Wir wollten Blaster – längst bevor wir wussten, dass Star Wars ins Spiel kommt“
Die wohl auffälligste Neuerung sind die komplett neu entwickelten Wärmewaffen, im Spiel schlicht Blaster genannt. Statt klassischer Magazine arbeitet jede dieser Waffen mit einem Hitzesystem, bei dem man Überhitzung per Entlüftung abbauen muss. Sandbox-Designer Mercules sagte dazu im offiziellen Bungie-Update:
„Schon bevor wir wussten, dass wir an einer Star-Wars-inspirierten Erweiterung arbeiten würden, wollten wir Blaster ins Spiel bringen.“

Dabei spielt die Wahl zwischen dynamischen und ausgeglichenen Wärmewaffen eine entscheidende Rolle. Erstere erzeugen extremen Burst-Schaden, während andere Varianten auf langanhaltendes Dauerfeuer ausgelegt sind. Ergänzt wird das Arsenal durch neue Exotics, darunter die lichtschwertähnliche Praxische Klinge oder die Chewbacca-inspirierte Solararmbrust Erbstück. Viele dieser Exotics setzen stark auf Wärmeboni, Hitzereduktion oder Synergien mit Elementarkugeln.
Besonders auffällig ist, wie stark sich die neuen Modelle optisch und funktional von bisherigen Waffentypen abheben. Der Einfluss von Star Wars ist sichtbar, aber nie eine plumpe Imitation. Genau das macht die Waffen zu einem Kernstück der Erweiterung – sie fühlen sich an wie ein Neubeginn innerhalb der bekannten Sandbox.
Kapitel 2: „Gesetzlose Grenze“ und Renegatenfähigkeiten – das neue Herz des Gameplays
Neben den Waffen stellt Bungie mit „Gesetzlose Grenze“ eine Aktivität vor, die auf mehreren Planeten spielt und Solo- sowie Dreierteams erlaubt. Die Spieler arbeiten für Syndikate wie die anarchistischen Pikers, die identitätssuchenden Vex der Tharsis-Reformation oder die psionisch geführte Totality Division. Kopfgeldjagden, Sabotagemissionen und Schmuggeljobs bilden das neue Missionsdreieck.
Mit einem frisch integrierten Rufsystem wächst man innerhalb dieser Fraktionen, schaltet Boni frei und beeinflusst die Art der Aufträge. Zusätzlich führt Bungie den Invasionsmodus ein. Damit kann man laufende Aktivitäten anderer Spieler betreten, Einsätze verändern und exklusive Belohnungen sichern – ein Feature, das stark an Competitive-Einbrüche anderer Shooter erinnert und spürbar Dynamik erzeugt.
Ein weiterer Pfeiler von „Renegades“ sind die anpassbaren Renegatenfähigkeiten, die jede Klasse taktisch erweitern. Ob Unterstützung, Verteidigung oder aggressiver Vorstoß – die Freiheit im Buildcrafting steigt merklich.
Den Auftakt der Endgame-Inhalte macht der Dungeon „Gleichgewicht“, der am 13. Dezember startet und mit einem offiziellen Wettkampf begleitet wird.
























