Capcom gehört seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Spieleherstellern der Branche. Mit Reihen wie „Monster Hunter“, „Resident Evil“ und „Street Fighter“ prägt das Unternehmen regelmäßig ganze Release-Jahre. Erst vor Kurzem erschienen neue Teile oder wurden angekündigt: „Monster Hunter Wilds“ befindet sich auf dem Weg zum Launch, während „Resident Evil Requiem“ für Februar 2026 geplant ist. Diese Serien gelten im Unternehmen längst als tragende Säulen.

In einem aktuellen Unternehmensbericht ging Capcom-Präsident Haruhiro Tsujimoto genauer auf diese Rolle ein. Er erklärte, dass die Firma jährlich 100 Millionen verkaufte Einheiten anstrebt – ein Ziel, das zu großen Teilen von den drei Hauptmarken getragen werde. Doch Capcom möchte sich breiter aufstellen und das Portfolio langfristig stabilisieren.

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An dieser Stelle setzt eine neue strategische Ausrichtung an: Mehr Aufmerksamkeit für Marken, die in den letzten Jahren nicht im Zentrum standen, aber weltweit auf treue Fangruppen blicken können.

„Capcom besitzt eine Vielzahl weltweit beliebter Marken“ – das Comeback dreier Klassiker

„Wir wollen unsere Nutzerbasis erweitern“ – neue Prioritäten hinter den Kulissen

Laut Tsujimoto plant Capcom, drei bekannte Reihen wieder stärker zu unterstützen: „Mega Man“, „Devil May Cry“ und „Ace Attorney“. Der Bericht nennt die drei Marken ausdrücklich und begründet die Neuausrichtung damit, dass Capcom ihr langfristiges Wachstum nicht allein auf die etablierten Blockbuster stützen möchte. Das Unternehmen betont:

„Wir wollen unsere Nutzerbasis erweitern und unsere Performance durch Neuveröffentlichungen, Remakes und Portierungen auf neue Hardware verbessern.“

Diese Aussage ist Teil des offiziellen Unternehmensberichts und bildet die Grundlage für die neue Ausrichtung. Ziel sei es, die Markenstärke zu erhöhen und eine möglichst konstante Fangemeinde aufzubauen, um sie perspektivisch in den Rang der Kernmarken zu heben.

Für Capcom bedeutet das eine Rückkehr zu Serien, die teils jahrzehntelange Geschichte haben: „Mega Man“ gilt seit den 80ern als ikonisch, „Devil May Cry“ hat sich als Actionmarke fest etabliert, und „Ace Attorney“ besitzt weltweit eine treue Fanbasis, insbesondere durch seine humorvollen wie komplexen Gerichtsfälle.

Zwischen Remakes und neuen Projekten – was die Strategie konkret bedeuten könnte

Ob diese Serien unmittelbar neue Spiele erhalten, lässt Capcom offen. Die Formulierungen deuten eher auf ein breites Spektrum an Möglichkeiten hin: neue Veröffentlichungen, technische Neuauflagen, Remasters oder Plattform-Portierungen. Dass Capcom mit Remakes erfolgreich arbeiten kann, zeigen die jüngsten Neuauflagen mehrerer „Resident Evil“-Titel, die weltweit hohe Absatzzahlen erreichten.

Branchenanalysten gehen davon aus, dass Capcom dieses Modell künftig verstärkt anwenden könnte – insbesondere bei „Devil May Cry“ oder „Mega Man“, deren frühe Teile sich für moderne Überarbeitungen eignen. Gleichzeitig schafft die Strategie einen langfristigen Rahmen, um Marken präsenter zu halten, ohne sofort große Neuentwicklungen anzukündigen.

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