Blizzard Entertainment hat in den vergangenen Jahren einen tiefgreifenden Wandel durchlaufen. Nach internen Umbrüchen und einer Phase unregelmäßiger Veröffentlichungen rückt nun eine klarere Zukunftsplanung in den Fokus. Die Studioleitung spricht offen über langfristige Ziele, feste Zeiträume und die Rolle der eigenen Marken.

Im Zentrum steht eine Strategie, die auf Verlässlichkeit und Kontinuität setzt. Statt viele neue Ideen parallel zu verfolgen, will Blizzard seine bestehenden Franchises gezielt stärken. Die Präsidentin des Unternehmens formuliert dafür eine klare Vision, die sich an festen Entwicklungsphasen orientiert.

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„Ich denke dabei wirklich in Fünfjahreszyklen“

Nach Aussagen der Blizzard-Präsidentin betrachtet das Management die Entwicklung des Studios in klar definierten Zeiträumen. Aktuell befinde sich Blizzard „in der zweiten Etappe dieses Rennens“. Grundlage dieser Phase sei die Erkenntnis, dass das Unternehmen über besonders starke Marken verfüge, die noch längst nicht ausgeschöpft seien.

„Wir verfügen über ikonisches geistiges Eigentum, das in vielerlei Hinsicht noch viel Raum für Wachstum bietet“, erklärt sie. Genau deshalb liege der Fokus derzeit auf dem Ausbau dieser bestehenden Marken. Neue IPs schließt Blizzard zwar nicht grundsätzlich aus, doch sie spielen in der aktuellen Planung keine zentrale Rolle. „Im Moment sollten wir uns auf all das konzentrieren, was Blizzard an ikonischem Ansehen zu bieten hat“, so die Präsidentin weiter.

Dieser Ansatz bedeutet auch eine Abkehr von kurzfristigen Experimenten. Stattdessen sollen vorhandene Spielwelten langfristig weiterentwickelt und strategisch genutzt werden, um Stabilität und Wiedererkennbarkeit zu schaffen.

„Unsere Fans sind hungrig“ – Verlässlichkeit als Kernziel

Ein zentrales Element der neuen Ausrichtung ist ein klarer Veröffentlichungsrhythmus. Blizzard plant, künftig jedes Kalenderjahr mindestens ein bis zwei große Projekte zu veröffentlichen. Diese sollen als echte Highlights wahrgenommen werden und das jeweilige Franchise nachhaltig stärken.

„Unsere Fans sind hungrig. Sie wollen sich einbringen. Sie wollen auch Zuverlässigkeit spüren“, betont die Präsidentin. Ziel sei es, der Community das Gefühl zu geben, zu wissen, was als Nächstes kommt. Dafür betrachtet Blizzard sein Line-up bewusst als Portfolio, das regelmäßig gepflegt und erweitert wird.

Abschließend zeigt sich die Studioleitung optimistisch: „Ich glaube, dass unsere besten Tage noch vor uns liegen.“ Mit einer klar strukturierten Release-Strategie und dem konsequenten Fokus auf etablierte Marken will Blizzard langfristig relevant bleiben und die Erwartungen seiner Spielerschaft erfüllen.

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