Die Liste gescheiterter Live-Service-Spiele wächst weiter. In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Publisher versucht, an den langfristigen Erfolg großer Online-Titel anzuknüpfen. Doch der Markt ist hart umkämpft – und nicht jedes Projekt kann sich dauerhaft behaupten.

Ein aktuelles Beispiel ist der Squad-Shooter Highguard, entwickelt vom Studio Wildlight Entertainment. Wie die Entwickler nun bekannt geben, wird das Spiel bereits am 12. März endgültig abgeschaltet. Damit endet der Betrieb weniger als zwei Monate nach dem offiziellen Start.

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„Wir konnten keine nachhaltige Spielerbasis aufbauen“

Der Free-to-Play-Titel erschien erst am 26. Januar und erreichte nach Angaben des Studios rund zwei Millionen Spieler. Dennoch reicht diese Zahl offenbar nicht aus, um das Projekt langfristig zu tragen.

In einer offiziellen Stellungnahme erklärt Wildlight Entertainment:
Trotz der Leidenschaft und der harten Arbeit unseres Teams konnten wir keine nachhaltige Spielerbasis aufbauen, um das Spiel langfristig zu unterstützen.

Bevor die Server endgültig offline gehen, soll noch ein letztes Update erscheinen. Dieses bringt unter anderem einen neuen spielbaren Charakter sowie zusätzliche Waffen ins Spiel. Danach wird der Dienst vollständig eingestellt.

Die Situation deutet sich bereits zuvor an. Im Februar entlässt das Studio einen Großteil der Belegschaft, kurz darauf geht auch die offizielle Website des Spiels offline – ein Zeichen, das viele Beobachter bereits als Vorbote des Endes interpretieren.

Live-Service bleibt ein riskantes Geschäft

Die schnelle Abschaltung von Highguard steht exemplarisch für ein Problem, mit dem viele Entwickler derzeit kämpfen. Große Publisher versuchen weiterhin, den Erfolg von Spielen wie Fortnite zu wiederholen – doch nur wenige Projekte erreichen vergleichbare Spielerzahlen und Einnahmen.

Mehrere prominente Beispiele zeigen, wie schwierig der Markt geworden ist. Sony beendet etwa den Sci-Fi-Shooter Concord kurz nach Release und schließt das verantwortliche Studio wenige Wochen später. Auch andere Projekte kämpfen mit rückläufigen Spielerzahlen oder Personalabbau.

Trotz dieser Rückschläge setzen viele Unternehmen weiterhin auf das Modell. Der Grund liegt auf der Hand: Erfolgreiche Live-Service-Titel können über Jahre hinweg stabile Einnahmen generieren. Gleichzeitig bleibt das Risiko hoch – denn selbst große Studios und bekannte Marken haben keine Garantie auf langfristigen Erfolg.

Für Highguard endet der Versuch nun schneller als erwartet. Für die Branche ist das jedoch längst kein Einzelfall mehr.

FAQ zu Highguard und seinem schnellen Ende

Wann erschien Highguard?
Der Shooter startete offiziell am 26. Januar 2026.

Wann werden die Server abgeschaltet?
Am 12. März 2026 endet der Betrieb.

Wie viele Spieler hatte das Spiel?
Laut Entwickler erreichte es rund zwei Millionen Spieler.

Warum wird Highguard eingestellt?
Das Studio konnte keine stabile, langfristige Spielerbasis aufbauen.

Gibt es vor dem Ende noch Updates?
Ja, ein finales Update mit neuem Charakter und neuen Waffen ist geplant.

Wer hat das Spiel entwickelt?
Wildlight Entertainment, ein Studio mit ehemaligen Entwicklern von Serien wie Apex Legends und Titanfall.

Ist das Scheitern ungewöhnlich?
Nein, mehrere Live-Service-Titel wurden zuletzt kurz nach Release eingestellt.

Warum setzen Publisher trotzdem auf Live-Service?
Erfolgreiche Spiele können über Jahre hinweg hohe Einnahmen generieren, was das Modell wirtschaftlich attraktiv macht.

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