„Bleibt die Magie persönlich? Neue Spuren im Schatten des Erfolgs“

Der erste Teil von „Hogwarts Legacy“ hat eine weltweite Welle ausgelöst. Millionen von Fans haben zum ersten Mal ein frei erkundbares Hogwarts erlebt, abseits der bekannten Film- und Buchfiguren, und die Zauberwelt aus einer völlig neuen Perspektive betreten. Dass Warner Bros. Games und Avalanche Software dieses Potenzial nicht ungenutzt lassen, war daher nur eine Frage der Zeit. Hinter verschlossenen Türen wird längst fieberhaft an einem Nachfolger gearbeitet – doch welche Form soll das neue Abenteuer eigentlich annehmen?

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Seit Monaten ranken sich Theorien darum, ob der Nachfolger den Schritt in eine ganz neue Richtung wagt. Vor allem die strategischen Ziele des Publishers, der offen über eine stärkere Ausrichtung auf Live-Service-Modelle sprach, ließen viele Fans ein reines Multiplayer- oder Online-RPG erwarten. Doch Brancheninsider wie Jason Schreier dämpften schon früh die Erwartungen: Zu viele Faktoren deuteten auf ein anderes Ergebnis hin. Und genau diese Spur wird nun durch neue Hinweise überraschend bestätigt.

Wieder einmal ist es eine Stellenausschreibung, die den Nebel lichtet – eine altbekannte Informationsquelle, wenn es um streng geheime Großprojekte geht. Auf dem Portal von Warner Bros. Games wird aktuell ein ausführender Produzent für ein „hochqualitatives Singleplayer-Action-Adventure-RPG“ gesucht. Ein Zusatz, der sofort die Aufmerksamkeit der Community erregt: Der oder die Bewerber müsse „Leidenschaft für das Quellmaterial und die zugrunde liegende IP“ mitbringen.

„‚Singleplayer‘ und ‚Harry Potter‘ in einem Satz – Zufall oder glasklare Botschaft?“

Noch brisanter ist, was kurz darauf folgt: Eine weitere Anzeige, diesmal im Bereich Brand Management, nennt ausdrücklich „PC-/Konsolentitel innerhalb des Harry-Potter-Universums“. Die Kombination beider Postings – in direkter zeitlicher Nähe veröffentlicht – führt in der Szene fast zwangsläufig zu einem Namen: Hogwarts Legacy 2.

Diese Hinweise wirken wie Puzzleteile, die endlich ineinanderfallen. Vor allem, weil frühere Annahmen über ein Online-Spiel stark von internen Umstrukturierungen beeinflusst wurden. Der Weggang von David Haddad, der als Verfechter von Multiplayer-Modellen galt, hat für viele bereits einen Kurswechsel signalisiert. Nun scheint sich dieser Verdacht zu bestätigen. Wenn ein neues Harry-Potter-Spiel entsteht und gleichzeitig die Jobbeschreibung ausdrücklich Singleplayer betont, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Warner nicht mehrere parallel laufende Großprojekte im Zauberwelt-Kosmos finanziert.

Natürlich bleibt eine Restunsicherheit: Möglich wäre auch, dass andere Projekte in Planung sind oder sich die Anzeigen zufällig überschneiden. Doch in der Summe formen sie ein Bild, das immer deutlicher wird. Der Nachfolger dürfte erneut auf eine fokussierte Einzelspieler-Erfahrung setzen – mit der Tiefe eines Action-RPGs und dem narrativen Reiz, der schon den ersten Teil zu einem globalen Phänomen gemacht hat.

Ob Avalanche Software diesmal mutigere Wege geht, neue Regionen öffnet oder die Zauberei selbst weiterentwickelt, bleibt vorerst verborgen. Sicher ist nur eines: Hinter den großen Toren von Hogwarts wird bereits wieder eifrig gewerkelt – und die Weichen scheinen klar gestellt.

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