WoW Housing Artwork

Mit der Veröffentlichung von Patch 11.2.7 hat Blizzard ein Feature ins Spiel gebracht, auf das Fans seit über anderthalb Jahrzehnten warten: ein vollwertiges Housing-System. Spielerinnen und Spieler gestalten seitdem Häuser, Räume und kleine Siedlungen – ein Schritt, der World of Warcraft spürbar erweitert. Genau im Moment dieser Aufbruchsstimmung legt Blizzard nun nach.

Die Entwickler veröffentlichten frische Konzeptzeichnungen zu Midnight, der nächsten großen Erweiterung. Offiziell sollen damit lediglich die neuen Designs der Blutelfenhäuser präsentiert werden. Doch wie so oft in Azeroth sind die spannendsten Hinweise nicht das, was laut kommuniziert wird – sondern das, was am Rand eines Bildes steht.

Ein unscheinbarer Schriftzug auf einem der Artworks sorgt jetzt für Verwunderung, Vorfreude und zahlreiche Theorien in der Community. Denn er deutet auf etwas hin, das viele Spieler seit Jahren fordern: ein eigenes Wohnviertel der Elfen, eingebettet in die glänzende Architektur von Silvermoon.

„Silvermoon Housing District“ – Ein Hinweis, der alles verändern könnte

Die neuen Zeichnungen zeigen kunstvolle Blutelfenarchitektur, fein geschwungene Fensterbögen, warme Edelsteinelemente und Interieurs, die sofort an das goldene Flair Quel’Thalas erinnern. Doch nicht die Gebäude selbst, sondern die Signatur am unteren Bildrand sorgt für die eigentliche Diskussion. Dort steht klar und deutlich: „Silvermoon Housing District“.

Für viele Fans ist das mehr als nur ein Arbeitstitel. Schon lange gilt Silvermoon City als eine der ikonischsten, aber zugleich am wenigsten bespielbaren Städte in ganz WoW. Trotz ihrer Schönheit blieb sie seit The Burning Crusade weitgehend statisch. Erst mit der umfassenden grafischen Überarbeitung in Vorbereitung auf Midnight wurde deutlich, wie viel ungenutztes Potenzial dort steckt.

Die Vorstellung eines eigenen Wohnviertels für Blut- und Leerenelfen knüpft dabei an mehrere Trends der letzten Erweiterungen an: Immer mehr Völker erhalten personalisierte Räume, Designs und kulturelle Besonderheiten. Für die Leerenelfen wäre zudem ein Pendant in Bel’ameth – ihrem neuen, geheimnisvollen Rückzugsort – denkbar. Blizzard hätte also sowohl das Material als auch die Story, um beide Völker gleichzeitig abzuholen.

Und an Material scheint es nicht zu fehlen. Das Housing-Team arbeitet seit Monaten an modularen Assets, die das Bauen deutlich individueller machen sollen. Dass die Entwickler darüber hinaus an einem elfischen Stadtviertel experimentieren, wirkt also keineswegs abwegig – eher wie der nächste logische Schritt.

Warum ein Elfenviertel mehr wäre als nur ein hübscher Ort

Ein mögliches eigenes District für Elfen wäre nicht nur optisch reizvoll. Die Community wünscht sich schon lange Alternativen zu den bisherigen Nachbarschaften, die stark von Menschen- und Orc-Stilen geprägt sind. Besonders Spielerinnen und Spieler von Blutelfen und Untoten klagten zuletzt darüber, dass sie sich in diesen Templates nicht richtig zuhause fühlen.

Ein lebendiges, thematisch stimmiges Viertel in Silvermoon könnte dieses Problem auf elegante Weise lösen – und zugleich die Lore vertiefen. Die elfische Kultur lebt von Ritualen, Magie, Licht und Tradition. Ein dediziertes Housing-Gebiet könnte all diese Facetten spielerisch aufgreifen: von Runen-beschriebenen Wänden über Arkankristalle als Straßenbeleuchtung bis hin zu anpassbaren Gärten im Stil des Sonnenbrunnens.

Hinzu kommt: Midnight verlagert die Geschichte wieder stark nach Quel’Thalas. Die neue Bedrohung, die sich um die Sonnenreiche zusammenbraut, bietet reichlich erzählerischen Raum, um Stadtteile zu verändern, zu erweitern oder neu zu interpretieren. Wo große Storyarcs stattfinden, entstehen seit Jahren auch neue Gebiete – sei es Valdrakken, Bel’ameth oder das Dracheninseln-Housing.

Ob Blizzard den Schriftzug bewusst gesetzt hat oder ob er ein kleiner Teaser war, der „versehentlich“ mehr verrät, als geplant, bleibt unklar. Doch eines ist sicher: Die Diskussionen laufen, die Wünsche liegen auf dem Tisch – und die Zeichen stehen gut, dass Silvermoon bald mehr zu bieten hat als nur strahlende Türme und nostalgische Erinnerungen.

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