
Seit der Veröffentlichung von „Skyrim“ im Jahr 2011 warten Fans auf ein neues Kapitel der traditionsreichen Rollenspielreihe. Die kurze Ankündigung von „The Elder Scrolls VI“ im Jahr 2018 brachte zwar Gewissheit, ließ jedoch viele Fragen offen. Danach folgte jahrelang weitgehende Stille. Umso größer ist das Interesse, als Bethesda nun wieder öffentlich Stellung zum Projekt bezieht.
In Interviews hatte das Studio lange vermieden, konkrete Aussagen zum Entwicklungsstand zu machen. Jetzt meldet sich die Führungsebene zu Wort – und dämpft zugleich Hoffnungen auf schnelle Neuigkeiten. Klar wird: Das Projekt existiert nicht nur auf dem Papier, doch Geduld bleibt weiter gefragt.
„Die Entwicklung kommt gut voran“ – aber ohne Abkürzungen
Im Gespräch mit Game Informer bestätigte Bethesda-Chef Todd Howard, dass inzwischen ein Großteil des Studios an „The Elder Scrolls VI“ arbeitet. Die Entwicklung verlaufe „wirklich gut“, betonte Howard. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Bethesda bewusst mehrere Großprojekte zeitlich überlappend plane.
Während „The Elder Scrolls VI“ an Fahrt aufnimmt, befinden sich weitere Titel bereits in frühen Konzeptphasen. Dieses Vorgehen sei Teil der internen Strategie, um umfangreiche Vorproduktionen zu ermöglichen. Ein konkretes Veröffentlichungsfenster nannte Howard nicht – Spekulationen über einen Release vor 2028 gelten damit als zunehmend unrealistisch.
Howard räumte offen ein, dass sich auch das Studio selbst manchmal ein schnelleres Vorankommen wünsche. Dennoch bleibe der Anspruch unverändert hoch: Umfang, Systemtiefe und technische Stabilität hätten Vorrang vor festen Terminen.
„Spiele dieser Größe brauchen Zeit“ – warum Bethesda Geduld fordert
Design Director Emil Pagliarulo griff die wachsende Ungeduld der Community ebenfalls auf. Er verwies darauf, dass Open-World-Rollenspiele dieser Dimension nicht nur Entwicklungszeit, sondern intensive Test- und Feinschliffphasen benötigen. Systeme, Balance und technische Qualität ließen sich nicht beschleunigen, ohne Risiken einzugehen.
Der Vergleich mit anderen Großprojekten der Branche liegt nahe. Auch hier zeigt sich, dass frühe Veröffentlichungen oft zu langfristigen Problemen führen. Bethesda wolle diesen Weg vermeiden und stattdessen ein Spiel abliefern, das den eigenen Ansprüchen gerecht wird.
Ein konkretes Versprechen bleibt das Studio schuldig. Doch der Ton der Aussagen fällt ungewohnt klar aus: keine Marketingfloskeln, kein Termin, dafür ein deutliches Bekenntnis zur langfristigen Vision von „The Elder Scrolls VI“. Wann diese Realität wird, bleibt offen.
























