
Seit fast drei Jahrzehnten gehört die „Resident Evil“-Reihe zu den prägenden Marken des Survival-Horrors. Capcom hat das Franchise immer wieder neu ausgerichtet – vom klassischen Horror über Action-Phasen bis hin zur Ich-Perspektive in „Resident Evil 7“.
Doch nicht jedes Konzept schafft es bis zur Veröffentlichung. Nun gewährt der auf Horrorspiele spezialisierte Insider Dusk Golem auf der Plattform X Einblicke in mehrere Projekte, die laut seinen Angaben in den vergangenen Jahren eingestellt wurden. Die Informationen betreffen unter anderem ein geplantes Story-DLC, ein westlich ausgerichtetes Spin-off sowie alternative Entwürfe zu „Resident Evil 7“.
Ein Story-DLC und ein „DayZ“-ähnliches Experiment
Laut Dusk Golem plante Capcom nach der Veröffentlichung von „Resident Evil 6“ im Jahr 2012 offenbar ein zusätzliches Story-Kapitel. Dieses sollte zeitlich nach den Ereignissen des Hauptspiels ansetzen. In der Rolle von Claire Redfield und Moira Burton hätten Spieler die Ruinen von Tall Oaks besucht, um Überlebende gegen Zombies und Mutationen zu unterstützen.
Da „Resident Evil 6“ sowohl bei Kritikern als auch bei Teilen der Community umstritten blieb und hinter internen Erwartungen zurückblieb, sei das Projekt aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt worden. Eine offizielle Bestätigung von Capcom existiert dazu nicht.
Noch ambitionierter wirkt ein weiteres Vorhaben mit dem Arbeitstitel „Biohazard Z“. Der Titel befand sich laut Dusk Golem mehrere Monate in Entwicklung und sollte gezielt ein westliches Publikum ansprechen. Als Protagonist war Barry Burton vorgesehen, der Schauplatz sollte Raccoon City sein. Zudem seien Survival-Elemente im Stil von „DayZ“ geplant gewesen – inklusive Hungeranzeige und Jagdmechaniken.
Der Insider schreibt dazu: „Sie versuchten, Teile davon in ein Open-World-Resident-Evil-Spiel umzuwandeln, das auf einer russischen Insel spielte. Man sollte Tiere jagen, da es eine Hungeranzeige gab. Außerdem existierte ein Tag-/Nachtzyklus.“
Demnach hätte ein Teil der Insel unter toxischer Verseuchung gestanden, sodass spezielle Ausrüstung nötig gewesen wäre. Barry sollte laut den Angaben versuchen, Moira zu retten, während Alex Wesker als Antagonistin vorgesehen war. Nach vier bis sechs Monaten Vorproduktion habe Capcom das Projekt eingestellt.
Alternative Versionen von „Resident Evil 7“
Auch „Resident Evil 7“ durchlief offenbar mehrere Konzeptphasen. Bekannt ist, dass Capcom mit dem siebten Hauptteil 2017 zur Horror-Atmosphäre zurückkehrte und die Perspektive wechselte. Laut Dusk Golem existierten jedoch frühere Ansätze, die deutlich anders ausgefallen wären.
Eine Version habe sich um Leon S. Kennedy und Sherry Birkin gedreht und in einer fiktiven, schwimmenden Stadt in Italien gespielt. Zudem seien Entscheidungssysteme nach dem Vorbild von Telltale-Spielen vorgesehen gewesen, bei denen Spieler aktiv Einfluss auf den Verlauf der Handlung genommen hätten.
Der Insider spricht sogar von einer spielbaren Demo mit einer Länge von 40 bis 60 Minuten. Darüber hinaus erwähnt er eine weitere verworfene Variante: „Vage ist mir außerdem bekannt, dass es eine weitere verworfene RE7-Version gab, die in Brasilien spielte und Leon in einer Art RE4-ähnlichem Ansatz in den Mittelpunkt stellte.“
Einige Ideen aus gestrichenen Projekten habe Capcom später wiederverwendet, etwa in „Resident Evil: Revelations 2“. Dies entspricht einem bekannten Entwicklungsprinzip der Branche, bei dem Konzepte nicht vollständig verloren gehen, sondern in angepasster Form in spätere Titel einfließen.
FAQ
1. Wer ist Dusk Golem?
Dusk Golem ist ein Insider, der sich auf Horrorspiele spezialisiert hat und in der Vergangenheit mehrfach zutreffende Informationen zu Capcom-Projekten veröffentlichte.
2. Hat Capcom die Informationen bestätigt?
Nein. Die Angaben basieren ausschließlich auf Aussagen des Insiders auf X.
3. Was war „Biohazard Z“?
Laut Dusk Golem ein westlich ausgerichtetes Survival-Projekt mit Open-World-Ansätzen und Hungermechanik.
4. Warum wurde das DLC zu „Resident Evil 6“ gestrichen?
Dem Insider zufolge aus finanziellen Gründen, da sich das Hauptspiel unter den Erwartungen verkaufte.
5. Sollte „Resident Evil 7“ ursprünglich andere Figuren haben?
Ja, laut den Leaks waren unter anderem Leon und Sherry in einer frühen Version vorgesehen.
6. Gab es wirklich eine spielbare Demo dieser RE7-Version?
Dusk Golem spricht von einer 40- bis 60-minütigen Demo, eine offizielle Bestätigung fehlt.
7. Werden gestrichene Konzepte komplett verworfen?
Nicht zwingend. Einzelne Ideen finden oft in späteren Projekten Verwendung.
8. Gibt es Hinweise auf zukünftige Remakes?
Zuletzt kursierten erneut Gerüchte um ein mögliches Remake von „Resident Evil 5“, offiziell bestätigt ist jedoch nichts.
























