Der Start von Battlefield 6 wirkt zunächst wie ein Befreiungsschlag für die traditionsreiche Shooter-Reihe. Hunderttausende Spieler stürzen sich zum Launch gleichzeitig ins Gefecht, die Erwartungen sind hoch. Doch nur wenige Monate später zeichnet sich ein völlig anderes Bild ab. Aktuelle Steam-Zahlen zeigen einen massiven Einbruch – und werfen Fragen zur langfristigen Perspektive des Spiels auf.

Für Battlefield 6 zückt EA die Werbetrommel
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Vom Rekord zum Rückgang: Die nackten Zahlen erzählen eine klare Geschichte

Am Veröffentlichungstag erreicht Battlefield 6 auf Steam einen Höchstwert von rund 747.000 gleichzeitig aktiven Spielern. Damit zählt der Titel zu den erfolgreichsten Starts der Seriengeschichte und belegt zeitweise Spitzenplätze in den Steam-Charts.

Seitdem sinken die Zahlen jedoch kontinuierlich. Laut SteamDB bewegen sich die aktuellen Spielerzahlen inzwischen meist zwischen 30.000 und 90.000 gleichzeitig aktiven Nutzern. Besonders auffällig: Die Tiefstwerte rutschen immer häufiger unter die Marke von 40.000, zuletzt sogar auf rund 31.000 Spieler. Im Vergleich zum Launch entspricht das einem Rückgang von fast 90 Prozent.

Ein kurzfristiger Effekt durch Feiertage lässt sich zwar nicht ausschließen, doch der Trend setzt sich über Wochen fort. Spätestens seit dem Start von Season 1 verliert Battlefield 6 regelmäßig weitere Spieler – ohne bislang erkennbare Gegenbewegung.

„Gemischte Bewertungen“: Technik, Inhalte und Monetarisierung unter Druck

Parallel zu den sinkenden Zahlen verschlechtert sich auch die Stimmung auf Steam. Die Gesamtwertung liegt aktuell bei etwa 75 Prozent positiven Rezensionen, bei den jüngsten Bewertungen sogar nur noch bei rund 52 Prozent. Damit rutscht Battlefield 6 in den Bereich „ausgeglichen“.

In den Nutzerkritiken wiederholen sich vor allem technische Beschwerden. Genannt werden ein instabiler Netcode, fehlerhafte Trefferregistrierung und Updates, die neue Probleme verursachen. Auch klassische Serienmerkmale fehlen vielen Fans: große Conquest-Karten, persistente Server oder Seeschlachten, die frühere Battlefield-Teile prägten.

Zusätzlich steht das Monetarisierungsmodell in der Kritik. Battle Pass, langsamer Fortschritt und der Einsatz KI-generierter Inhalte sorgen für Unmut. Eine klare Roadmap für 2026 fehlt bislang ebenso wie konkrete Aussagen zu größeren Verbesserungen oder neuen Inhalten. Hoffnung ruht auf Season 2, deren Start zwar erwartet, aber noch nicht offiziell bestätigt ist.

FAQ: Battlefield 6 und die sinkenden Spielerzahlen

Wie viele Spieler hatte Battlefield 6 zum Start?
Zum Launch erreichte Battlefield 6 auf Steam rund 747.000 gleichzeitige Spieler.

Wie hoch sind die aktuellen Spielerzahlen?
Derzeit schwanken die Werte zwischen etwa 30.000 und 90.000 gleichzeitig aktiven Spielern.

Warum verlieren so viele Spieler das Interesse?
Genannt werden technische Probleme, fehlende Inhalte, Kritik an der Monetarisierung und eine unklare Zukunftsplanung.

Wie sind die Bewertungen auf Steam?
Insgesamt „gemischt“: Rund 75 Prozent positiv, bei aktuellen Reviews nur noch etwa 52 Prozent.

Kann sich Battlefield 6 noch erholen?
Viele Spieler hoffen auf ein umfangreiches Content-Update mit Season 2. Ohne klare Verbesserungen dürfte der Trend jedoch schwer zu stoppen sein.

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