
Acht Jahre nach seinem Erscheinen gilt „NieR: Automata“ längst nicht mehr als Geheimtipp, sondern als feste Größe der modernen Spielegeschichte. Das Action-Rollenspiel von Director Yoko Taro entwickelte sich von einem vermeintlichen Nischenprojekt zu einem weltweiten Erfolg, der Millionen Spieler erreichte, eine Anime-Adaption hervorbrachte und bis heute intensiv diskutiert wird. Umso auffälliger war zuletzt die Ruhe rund um das Franchise. Während sich Fans einen echten Nachfolger wünschten, beschränkte sich Square Enix vor allem auf Neuauflagen, Mobile-Projekte und Gastauftritte der ikonischen Androidin 2B. Nun gibt es erstmals seit längerer Zeit wieder ein offizielles Lebenszeichen.
„Bitte steigern Sie sich nicht zu sehr hinein“ – Saitos vorsichtiger Ausblick
In einem aktuellen Interview mit dem japanischen Magazin Famitsu, das unter anderem von Gematsu aufgegriffen wurde, hat Produzent Yosuke Saito einen Blick auf das kommende Jahr geworfen. 2026 wird für ihn aus mehreren Gründen besonders: Neben dem 40. Jubiläum der „Dragon Quest“-Reihe fällt auch der neunte Geburtstag von „NieR: Automata“ in diesen Zeitraum. Genau dort setzte Saito einen bemerkenswerten Akzent.
In seiner Neujahrsbotschaft erklärte er: „Und für das neunte Jubiläum von NieR: Automata bereiten wir ebenfalls nur eine Kleinigkeit vor … also steigern Sie sich bitte nicht zu sehr in Ihre Vorfreude hinein!“ Die Aussage wirkt bewusst bremsend, markiert aber zugleich das erste klare Versprechen, dass das Jubiläum nicht unbeachtet verstreichen soll. Nach Jahren ohne konkrete Neuigkeiten ist das allein bereits ein Signal an die Community.
Zwischen Fanservice und Zukunftsfragen: Was 2026 realistisch ist
Was sich hinter dieser „Kleinigkeit“ verbirgt, ließ Saito offen. Da er den Fokus ausdrücklich auf das Jubiläum von „Automata“ legte, rechnen viele Beobachter eher mit einem Projekt im direkten Umfeld des Spiels als mit einem vollwertigen neuen Serienteil. Denkbar wären zusätzliche Inhalte zur Anime-Adaption, eine weitere Konzertreihe, neue Kooperationen oder ein kleineres Spin-off.
Ein komplett neuer Hauptteil gilt weiterhin als unwahrscheinlich, auch wenn sowohl Saito als auch Serien-Schöpfer Yoko Taro in der Vergangenheit mehrfach betonten, grundsätzlich Interesse an einer Fortsetzung zu haben. Erst kürzlich hatte Taro erklärt, in den vergangenen Jahren an mehreren Projekten gearbeitet zu haben, die jedoch eingestellt wurden, bevor Details öffentlich werden konnten. Ob die angekündigte Jubiläumsüberraschung ein Überbleibsel dieser Arbeiten ist oder ein eigenständiges Vorhaben darstellt, bleibt offen.
Sicher ist jedoch: 2026 dürfte erstmals seit Langem wieder Bewegung in das „NieR“-Universum bringen. Auch wenn Saito die Erwartungen bewusst klein hält, ist die bloße Ankündigung ein Schritt weg von der Funkstille – und ein Zeichen, dass „NieR: Automata“ für Square Enix noch nicht abgeschlossen ist.
























