
Seit der offiziellen Ankündigung Ende 2019 zählt „BioShock 4“ zu den geheimnisvollsten Großprojekten der Spielebranche. Während Fans auf erste Bilder oder einen Trailer warten, ist es vor allem die lange und wechselhafte Entwicklung, die immer wieder Schlagzeilen gemacht hat. Cloud Chamber, das zuständige Studio, hat intern mehrfach Strukturen angepasst und kreative Richtungen überdacht – mit spürbaren Folgen für den Fortschritt.
Öffentliche Informationen blieben bisher rar, offizielle Statements beschränkten sich auf das Bekenntnis, dass das Projekt weitergeführt wird. Umso größer ist nun die Aufmerksamkeit für einen umfangreichen Leak, der neue Details zu Schauplatz, Figuren und Spielmechaniken offenlegt und erstmals ein klareres Bild des nächsten Serienkapitels zeichnet.
Eine Stadt im Eis: „Weder Rapture noch Columbia“
Laut aktuellen Berichten, unter anderem von MP1st, führt „BioShock 4“ die Reihe erstmals in die Antarktis. Statt einer Unterwasserutopie oder einer schwebenden Stadt soll Borealis im Zentrum stehen – eine abgeschottete Metropole aus den 1960er Jahren, verborgen im ewigen Eis. Erste Bild-Assets deuten auf weite Schneelandschaften, tiefe Schluchten und ein starkes Wettersystem hin, das spielerisch eine größere Rolle spielen soll.
Trotz des neuen Schauplatzes scheint die visuelle Linie der Serie erhalten zu bleiben. Die Leaks lassen auf einen stilisierten Look schließen, der eher an „BioShock Infinite“ erinnert als an die klaustrophobischen Korridore von Rapture. Ein zentraler Ort soll ein riesiges Casino sein, das thematisch an die Glücksspiel-Motive der Vorgänger anknüpft, diesmal jedoch als Bühne für groß angelegte Konflikte.
Zusätzlich taucht in den Dateien der Name Solaria beziehungsweise Solaris auf. Die sogenannten Solarier könnten eine einflussreiche Fraktion innerhalb der Stadt darstellen – möglicherweise eine neue Elite, deren Ideologie den Kernkonflikt der Handlung prägt.
ADAM kehrt zurück – und mit ihm neue Monster
Auch spielmechanisch scheint „BioShock 4“ an bewährte Elemente anzuknüpfen. Der Leak spricht von der Rückkehr von ADAM, jener Substanz, die schon in früheren Teilen übermenschliche Fähigkeiten ermöglichte – und zugleich zerstörerische Folgen hatte. In diesem Zusammenhang werden Kreaturen namens „Male Flusher“ erwähnt, die von Fans als Weiterentwicklung der bekannten Splicer interpretiert werden.
Hinweise auf den Antagonisten gibt es ebenfalls. Eine goldene Statue zeigt einen Mann, der eine Weltkugel stemmt – eine Bildsprache, die stark an frühere Serien-Schurken erinnert. Ob es sich dabei um den zentralen Gegenspieler handelt, ist unklar, doch die Symbolik passt zur Tradition der Reihe.
Beim möglichen Protagonisten bleiben die Informationen widersprüchlich. Ein Platzhalter-Modell zeigt einen Mann im grauen Anzug im Stil der Mid-Century-Ära, während parallel weiterhin Gerüchte über einen erstmals weiblichen Hauptcharakter kursieren. Offiziell bestätigt ist davon bislang nichts.
Abschließend gilt: Alle Details basieren auf nicht verifizierten Leaks. Publisher Take-Two hat jedoch erst kürzlich erneut betont, dass „BioShock 4“ weiterhin in Entwicklung ist. Konkrete Enthüllungen stehen zwar noch aus, doch erstmals seit Langem gibt es greifbare Hinweise darauf, wohin die Reise führen könnte.




























