
Ubisoft steht seit Jahren unter Druck. Verschobene Releases, eingestellte Projekte und eine spürbare Unsicherheit über die strategische Ausrichtung haben das Vertrauen vieler Spieler erschüttert. Nun zeichnet sich ein klareres Bild ab: Der französische Publisher bündelt seine Kräfte stärker denn je auf seine größten Marken. Im Zentrum stehen zwei Namen, die das Portfolio seit Jahren prägen – Assassin’s Creed und Far Cry.
Im Gespräch mit dem US-Branchenmagazin Variety äußert sich Ubisoft-CEO Yves Guillemot offen zur Zukunft des Unternehmens. Seine Aussagen lassen wenig Raum für Zweifel, wohin die Reise geht: Wachstum durch bekannte Franchises, Skalierung statt Experiment.
„Mehrere Spiele in Entwicklung“ – Assassin’s Creed als Dauerbrenner
Assassin’s Creed bleibt das Herzstück von Ubisofts Strategie. Laut Yves Guillemot befinden sich derzeit mehrere neue Titel der Reihe in Arbeit. Dabei geht es nicht nur um klassische Einzelspieler-Erfahrungen, sondern auch um Multiplayer-Projekte, die das Universum langfristig erweitern sollen. Ziel sei es, die Marke weiter zu vergrößern und dauerhaft relevant zu halten.
Guillemot verweist darauf, dass Assassin’s Creed im Jahr 2025 rund 30 Millionen aktive Spieler erreicht habe. Diese Zahl dient intern offenbar als Maßstab für künftige Planungen. Der Fokus liegt darauf, diese Reichweite nicht nur zu halten, sondern weiter auszubauen – durch unterschiedliche Spielkonzepte innerhalb desselben Franchise-Rahmens.
Konkrete Details zu Inhalten, Release-Zeiträumen oder beteiligten Studios nennt Ubisoft bislang nicht. Die Aussage macht jedoch deutlich, dass Assassin’s Creed nicht mehr als einzelne Veröffentlichung gedacht ist, sondern als dauerhaft bespielbare Plattform mit regelmäßigen neuen Impulsen.
Far Cry bleibt gesetzt – kleinere Projekte verlieren an Bedeutung
Neben Assassin’s Creed bestätigt Guillemot auch zwei neue Spiele aus dem Far-Cry-Universum. Beide Projekte beschreibt er als „sehr vielversprechend“, ohne näher auszuführen, ob es sich um klassische Ableger, Ableitungen oder neue Formate handelt. Klar ist jedoch: Auch Far Cry gehört weiterhin zu den tragenden Säulen des Unternehmens.
Zwischen den Zeilen wird ebenso deutlich, was Ubisoft künftig weniger priorisiert. Kleinere, experimentelle Projekte und neue Marken ohne großes Umsatzpotenzial treten in den Hintergrund. In einer Phase wirtschaftlicher Unsicherheit setzt der Konzern auf kalkulierbare Erfolge statt kreativer Risiken.
Diese Entscheidung reiht sich in einen branchenweiten Trend ein. Große Publisher konzentrieren sich zunehmend auf etablierte Marken, um Entwicklungskosten abzufedern und Investoren Planungssicherheit zu bieten. Für Spieler bedeutet das mehr Inhalte zu bekannten Serien – aber auch weniger Raum für Überraschungen.
FAQ
Wie viele neue Assassin’s-Creed-Spiele sind geplant?
Ubisoft spricht von „mehreren“ Projekten, nennt aber keine genaue Zahl.
Handelt es sich nur um Singleplayer-Titel?
Nein. Laut Ubisoft entstehen sowohl Singleplayer- als auch Multiplayer-Spiele.
Warum setzt Ubisoft so stark auf bekannte Marken?
Der Konzern will wirtschaftliche Stabilität und setzt auf Franchises mit großer Reichweite.
Welche Rolle spielt Far Cry in Ubisofts Zukunft?
Far Cry bleibt eine Kernmarke, mit mindestens zwei neuen Spielen in Entwicklung.
Gibt es Informationen zu Release-Terminen?
Nein. Ubisoft hat bislang keine Zeitfenster genannt.
Werden neue Marken oder kleinere Spiele noch entwickelt?
Solche Projekte sollen künftig seltener werden und haben aktuell keine Priorität.
Hat Ubisoft Spielerzahlen genannt?
Ja. Assassin’s Creed erreichte 2025 laut Guillemot rund 30 Millionen Spieler pro Jahr.
Ist diese Strategie neu?
Nein, sie verstärkt einen Kurs, den Ubisoft bereits in den letzten Jahren eingeschlagen hat.
























