Mit The Witcher 4 steht bei CD Projekt Red ein Richtungswechsel an. Nach Jahren mit Geralt von Riva rückt erstmals Ciri ins Zentrum eines Hauptteils. Dieser Schritt betrifft nicht nur die Erzählung, sondern auch Spielgefühl, Technik und Inszenierung.

In der jüngsten Folge des AnsweRED-Podcasts sprechen Entwickler des Studios offen über zentrale Designentscheidungen. Der Tenor: Man zieht Lehren aus früheren Schwächen und nutzt neue technische Möglichkeiten, um Kontrolle, Dynamik und Glaubwürdigkeit deutlich zu steigern.

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Ciri im Mittelpunkt: Bewegung, Mimik und Spielfluss

Ciri unterscheidet sich grundlegend von ihrem Vorgänger. Während Geralt bewusst stoisch angelegt ist, agiert Ciri emotionaler und impulsiver. Genau das bildet das neue Animationssystem ab. Mithilfe erweiterten Motion-Capture-Verfahrens legt das Team großen Wert auf Mimik und Körpersprache, damit Gefühle in Dialogen und Zwischensequenzen klar erkennbar bleiben.

Auch die Steuerung erhält eine grundlegende Überarbeitung. Die oft kritisierte Trägheit aus The Witcher 3 soll verschwinden. Für Ciris grundlegende Fortbewegung existieren laut den Entwicklern mehr als 80 eigene Animationen, die flüssig ineinandergreifen. Ziel ist es dabei ein direkteres Spielgefühl zu erzeugen, ohne die Figur künstlich zu beschleunigen oder zu vereinfachen. Auch von der Lore her passt es, Ciri vor allem auf Schnelligkeit und Agilität für das Spiel zu trimmen.

Im Kampf profitiert Ciri auch von ihrem magischen Elder-Blut-Potenzial. Zauber lassen sich künftig direkt aus Bewegung und Lauf heraus wirken. Starre Abläufe gehören damit der Vergangenheit an, was den Kampfstil agiler und reaktiver macht.

Neue Technik, neue Expertise, neue Welt

Parallel zum Gameplay vollzieht das Studio einen technischen Umbruch. The Witcher 4 entsteht erstmals auf Basis der Unreal Engine 5. Der Wechsel soll vor allem der Spielwelt zugutekommen. Mehr vertikale Erkundung, eine Sprungtaste und Tauchpassagen erweitern die Fortbewegung deutlich und lösen sich von den eher flachen Arealen früherer Teile.

Um das Kampfsystem weiter zu verfeinern, verstärkt CD Projekt Red das Team mit erfahrenen Entwicklern. Der Combat Director bringt Erfahrung aus der Horizon-Reihe mit, unterstützt von einem Senior Designer, der zuvor an God of War arbeitet. Ergänzt wird das Team durch spezialisierte Boss-Animatoren, um Begegnungen abwechslungsreicher und spürbarer zu gestalten.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der NPC-Vielfalt. Wiederholende Charaktermodelle sollen deutlich reduziert werden, um eine organischere, glaubwürdigere Welt zu schaffen. Ein konkreter Releasetermin steht noch aus, realistisch gilt derzeit frühestens 2027. Gerüchte über einen abschließenden DLC für The Witcher 3 im Jubiläumsjahr 2026 könnten jedoch schon vorher einen inhaltlichen Übergang zu Ciris Geschichte liefern.

FAQ zu The Witcher 4

Wer ist die Hauptfigur in The Witcher 4?
Ciri übernimmt erstmals die zentrale Rolle eines Witcher-Hauptteils.

Welche Engine nutzt das Spiel?
CD Projekt Red setzt auf die Unreal Engine 5.

Was ändert sich am Gameplay?
Bewegung und Kampf werden flüssiger, Zauber lassen sich direkt aus der Bewegung wirken.

Warum gibt es ein neues Animationssystem?
Um Ciris emotionaleren Charakter glaubwürdig darzustellen und die Steuerung zu verbessern.

Wird die Spielwelt offener gestaltet?
Ja, mit mehr Vertikalität, Sprung- und Tauchmöglichkeiten.

Wer arbeitet am Kampfsystem?
Branchenveteranen mit Erfahrung aus Horizon und God of War.

Wann erscheint The Witcher 4?
Ein Release wird frühestens ab 2027 erwartet.

Gibt es vorher neue Inhalte?
Gerüchte sprechen von einem möglichen DLC für The Witcher 3 im Jahr 2026.

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