
Große Blockbuster, die zunächst an eine einzige Plattform gebunden bleiben, sind längst nichts Ungewöhnliches mehr. Doch manche Titel tragen dabei eine besondere Aura – und genau dazu gehört „Death Stranding 2: On the Beach“. Das neue Werk von Hideo Kojima wurde von Beginn an als PS5-Vorzeigespektakel positioniert, stilistisch wie technisch.
Doch jetzt, nur wenige Monate vor dem geplanten Release, sorgt ein offizieller Hinweis für eine unerwartete Wendung. Eine Einstufung der amerikanischen ESRB – der Behörde, die Altersfreigaben vergibt – taucht plötzlich für eine Version auf, die Sony bisher nie angekündigt hat. Und genau dieser Eintrag bringt nun Bewegung in eine Diskussion, die seit Monaten im Hintergrund brodelt.
Kapitel 1: „Einstufung bestätigt“ – was der ESRB-Leak wirklich aussagt
Der entscheidende Fund stammt aus der öffentlich zugänglichen Datenbank der ESRB. Dort wurde „Death Stranding 2: On the Beach“ nicht nur für PS5, sondern zusätzlich für PC eingestuft. Ein klarer Hinweis, der selten ohne Grund erfolgt und üblicherweise nur unmittelbar vor einer offiziellen Ankündigung passiert.
Für Branchenkenner kommt dieser Schritt nicht überraschend. Schon der erste Teil ging denselben Weg: Zuerst erschien „Death Stranding“ 2019 für die PS4, nur ein halbes Jahr später folgte die PC-Fassung. Das Muster wiederholt sich also – und doch enthält der neue Eintrag eine bemerkenswerte Nuance: Als Publisher wird weiterhin Sony Interactive Entertainment geführt, obwohl Sony seine Markenrechte vor einiger Zeit an Kojima Productions zurückgegeben hat.
Historisch lief die PC-Version über 505 Games. Dass dieses Mal Sony selbst als Herausgeber genannt wird, deutet auf eine direktere Kontrolle hin – und möglicherweise auch auf eine strategische Neuausrichtung in Richtung Multi-Plattform. Gerade weil Sony in den letzten Jahren verstärkt PC-Ports seiner großen Titel gefördert hat, wirkt dieser Schritt konsequent.
„Was ist mit Xbox – und wo bleibt die Switch 2?“
Die Frage, die viele sofort stellen: Wird es auch diesmal erneut eine Xbox-Fassung geben? Der erste Teil erschien erst im November 2024 auf der Microsoft-Konsole – ein unerwarteter Shadowdrop, begleitet von Kojima Productions’ Ankündigung, die vollständigen Rechte zurückzuerlangen. Diese Veröffentlichung kam so überraschend, dass sie sogar für kurze Zeit die Download-Charts dominierte.
Für den Nachfolger ist eine ähnliche Strategie nicht ausgeschlossen. Allerdings deuten aktuelle Hinweise eher darauf hin, dass die PC-Version Vorrang erhält, während die Xbox-Fassung – falls sie denn geplant ist – wohl später folgen würde. Ein Szenario, das perfekt ins Bild passt, denn weder Sony noch Kojima Productions haben derzeit konkrete Pläne bestätigt.
Und die immer wieder aufkeimenden Gerüchte um eine „Switch 2“-Version? Alles deutet darauf hin, dass diese vom Tisch ist. Technisch wäre der Titel ohnehin nur mit massiven Abstrichen realisierbar, und Nintendo selbst schweigt zu Third-Party-Leaks.
Was bleibt, ist ein klarer Trend: „Death Stranding 2“ wird seine Exklusivgrenzen schneller verlieren als erwartet. Und der ESRB-Eintrag wirkt wie ein unmissverständlicher Fingerzeig, dass die Ankündigung für die PC-Version praktisch jederzeit fallen könnte – vielleicht sogar völlig überraschend.
























