
Ein langsamer Abschied ohne großes Abschiedswort
Über Jahre hinweg hat die PlayStation 4 das Fundament von Sonys Konsolengeschäft gebildet. Millionen Spieler haben ihre Bibliotheken aufgebaut, Abos abgeschlossen und den Service PlayStation Plus fest in ihren Alltag integriert. Ab 2026 verschiebt sich dieser Schwerpunkt nun spürbar.
Sony hat bereits angekündigt, dass monatliche PS4-Spiele im Rahmen von PlayStation Plus künftig keine zentrale Rolle mehr spielen. Statt eines harten Schnitts setzt der Konzern auf eine schrittweise Neuausrichtung. Die PS5 rückt klar in den Fokus, während die PS4 zunehmend zur Nebenplattform wird.
Diese Entwicklung hat sich seit Längerem abgezeichnet. Die PS4 ist 2013 erschienen und geht damit in ihr dreizehntes Jahr. Für einen Abo-Service, der neue Inhalte bewerben und langfristig wachsen soll, ist dieser Generationswechsel eine logische Konsequenz.
„Kein wesentlicher Bestandteil“ – was sich im Abo konkret verändert
Ab Januar 2026 gelten PS4-Titel offiziell nicht mehr als fester Bestandteil der monatlichen PlayStation-Plus-Auswahl. Sony hat dies bereits frühzeitig kommuniziert. In Ausnahmefällen sollen weiterhin Cross-Gen-Spiele erscheinen, allerdings stets mit klarem PS5-Fokus.
Auch die höheren Abo-Stufen Extra und Premium bleiben davon nicht unberührt. Sony hat bestätigt, dass ältere PS4-Spiele schrittweise aus dem Katalog rotieren, um Platz für neuere PS5-Inhalte zu schaffen. Diese Praxis entspricht dem üblichen Modell von Abo-Bibliotheken, die regelmäßig erneuert werden.
Wichtig für Bestandskunden: Bereits eingelöste PS4-Titel bleiben weiterhin spielbar, solange das Abonnement aktiv ist. Auch Online-Multiplayer und Cloud-Saves stehen weiterhin zur Verfügung. Inhalte werden also nicht nachträglich entzogen, sondern lediglich nicht mehr in gleicher Form ergänzt.
PS5 im Mittelpunkt, PS4 im Hintergrund
Eine konkrete Preisanpassung für PlayStation Plus hat Sony bislang nicht angekündigt. Stattdessen wird der Mehrwert der höheren Abo-Stufen unter anderem durch zusätzliche Filmangebote über Sony Pictures Core betont. Diese Ergänzungen sollen das Gesamtpaket abrunden, auch wenn sie für viele Spieler eher ein Zusatz als ein Hauptargument bleiben.
Für PS4-Nutzer verliert PlayStation Plus damit ab 2026 spürbar an Attraktivität. Für PS5-Besitzer hingegen wird der Service klarer ausgerichtet und stärker auf aktuelle Inhalte zugeschnitten. Sony hat damit eine Entscheidung getroffen, die weniger überraschend als überfällig wirkt.
Der Wandel markiert keinen abrupten Abschied, sondern das Ende einer Übergangsphase. PlayStation Plus wird künftig primär als PS5-Service verstanden – und die PS4 rückt damit endgültig aus dem Zentrum des Angebots.























