Batman gehört zu den am häufigsten adaptierten Figuren der Popkultur. Comics, Filme, Serien und Spiele haben über Jahrzehnte ein dichtes Netz aus Bildern, Motiven und Versionen geschaffen. Genau hier setzt Lego Batman: Legacy of the Dark Knight an – allerdings nicht als nostalgischer Rückblick, sondern als bewusste Neuinterpretation. Statt einzelne Filme oder Comics nachzuerzählen, verknüpft TT Games bekannte Stationen der Batman-Geschichte zu einem eigenständigen Narrativ.

Die Kampagne beginnt mit einem jungen Bruce Wayne und spannt ihren Bogen durch verschiedene Epochen des Mythos. Ikonische Momente tauchen wieder auf, werden aber neu eingeordnet. Der Sturz des Jokers bei Ace Chemicals erinnert an frühere Filmversionen, entwickelt sich jedoch weiter und zeigt Wandel statt bloßer Wiederholung. Dadurch entsteht der Eindruck einer erzählten Zeitreise, nicht einer losen Szenensammlung.

Dieses Vorgehen verleiht der Geschichte Struktur. Figuren verändern sich, Motive verschieben sich, und bekannte Rollenbilder bleiben nicht statisch. Das Spiel nutzt das vorhandene Material als Fundament, nicht als Schablone – ein Ansatz, der der Erzählung überraschend viel Eigenständigkeit gibt.

Catwoman im Mittelpunkt – spielerische Identität statt Nebenrolle

Besonders deutlich wird dieser Anspruch bei Catwoman. Sie ist nicht nur spielbar, sondern eine der Figuren, an denen sich das neue Designverständnis zeigt. Optisch greift das Spiel unterschiedliche Filminkarnationen auf, von moderneren Interpretationen bis zu klassischen Varianten. Entscheidender ist jedoch ihr Gameplay.

Catwoman bringt Fähigkeiten mit, die sich klar von Batman unterscheiden. Sie bewegt sich schneller, nutzt die Umgebung vertikaler und greift auf ungewöhnliche Mechaniken zurück. Das Verwandeln in eine Katze, das Herbeirufen von Tieren oder das Schleichen durch enge Wege verändern nicht nur das Tempo, sondern auch die Herangehensweise an Kämpfe und Leveldesign. Das Spiel fordert euch dazu auf, Situationen anders zu lesen und Routen bewusster zu wählen.

Diese Philosophie setzt sich im gesamten Spiel fort. Die Figurenanzahl fällt kleiner aus als in früheren Lego-Titeln, dafür erhalten die Charaktere mehr Tiefe. Das Kampfsystem orientiert sich sichtbar an den Arkham-Spielen, mit flüssigen Kombos, Gadgets und engerer Kamera. Gleichzeitig bleibt der typische Lego-Humor erhalten, ohne den spielerischen Anspruch zu untergraben.

Ob das Gleichgewicht zwischen Sammeltrieb, Story-Fokus und spielerischer Tiefe langfristig trägt, wird sich erst nach Release zeigen. Die Richtung jedoch ist klar: weniger Masse, mehr Profil.

FAQ: Lego Batman: Legacy of the Dark Knight

Wann erscheint Lego Batman: Legacy of the Dark Knight?
Der Release ist derzeit für Mai 2026 geplant.

Handelt es sich um eine Nacherzählung der Batman-Filme?
Nein. Das Spiel nutzt bekannte Elemente aus Filmen, Comics und Serien, erzählt daraus aber eine eigenständige Geschichte.

Welche Rolle spielt Catwoman im Spiel?
Catwoman ist eine zentrale spielbare Figur mit eigenen Mechaniken, die sich deutlich von Batman unterscheiden.

Wie viele Charaktere sind spielbar?
Die Auswahl ist kleiner als in früheren Lego-Spielen, konzentriert sich aber auf einen Kern der Bat-Family.

Gibt es trotzdem viele Sammelobjekte?
Ja. Über 100 Anzüge und zahlreiche Geheimnisse in Gotham sorgen weiterhin für Sammelmotivation.

Wie ist das Kampfsystem aufgebaut?
Es orientiert sich an den Arkham-Spielen mit Kombos, Gadgets und dynamischen Arenen, wirkt aber zugänglicher.

Bleibt der typische Lego-Humor erhalten?
Ja. Humor ist weiterhin fester Bestandteil, wird aber stärker mit Story und Gameplay verzahnt.

Ist Gotham eine offene Spielwelt?
Gotham dient als zentrale Hub-Welt und soll mit vielen optionalen Inhalten und Entdeckungen gefüllt sein.

play-rounded-fill