Ein Abschied mit Ansage – Square Enix denkt bereits einen Schritt weiter

Fast drei Jahrzehnte nach dem Original zählt Final Fantasy VII weiterhin zu den tragenden Säulen von Square Enix. Mit der Remake-Trilogie hat der Publisher die Geschichte nicht nur neu erzählt, sondern auch strukturell erweitert. Nach „Final Fantasy VII Remake“ und „Final Fantasy VII Rebirth“ rückt nun der dritte und letzte Teil langsam in den Fokus – wenn auch ohne konkrete Enthüllungen.

Im Rahmen einer japanischen Jahresend-Aktion, bei der sich mehr als 170 Entwickler zu ihren Zielen für 2026 geäußert haben, haben sich auch Yoshinori Kitase und Naoki Hamaguchi geäußert. Beide gelten als zentrale Architekten der Neuauflage. Ihre Aussagen liefern weniger neue Inhalte, zeichnen aber ein klares Bild der kommenden Strategie.

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„Jederzeit und überall“ – warum Reichweite jetzt Priorität hat

Produzent Yoshinori Kitase hat den Blick klar auf die Zugänglichkeit der Reihe gelenkt. Sein erklärtes Ziel: möglichst vielen Spielern den Zugang zu Final Fantasy VII zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang betont er, dass das Spiel „jederzeit und überall“ erlebbar sein soll – ein deutlicher Hinweis auf die konsequente Multiplattform-Ausrichtung.

Diese Strategie zeigt sich konkret im Release von „Final Fantasy VII Remake Intergrade“ am 22. Januar 2026 für Nintendo Switch 2, Xbox Series X|S und Windows. Damit ist der erste Teil der Trilogie erstmals auf allen relevanten Plattformen verfügbar. Square Enix schafft so die inhaltliche Grundlage, um neue Spieler vor dem Finale abzuholen, ohne auf Vorwissen zu verzichten.

Die Maßnahme wirkt weniger wie ein klassischer Re-Release, sondern wie ein bewusst gesetzter Baustein innerhalb einer langfristigen Planung. Wer den Abschluss verstehen will, soll die gesamte Reise nachvollziehen können.

Rebirth als Scharnier – Vorbereitung statt großer Ankündigungen

Naoki Hamaguchi, Director der Remake-Reihe, formuliert den Ausblick auf 2026 deutlich strategischer. Er spricht davon, den Übergang zum „Finale der Remake-Serie“ vorzubereiten und gleichzeitig den Markenwert von Final Fantasy VII weiter auszubauen. Neue Details zum dritten Teil nennt er nicht, verweist aber auf neue kreative Herausforderungen innerhalb des Universums.

Auffällig ist, dass „Final Fantasy VII Rebirth“ in diesen Aussagen kaum explizit erwähnt wird. Dennoch wird deutlich, welche Rolle der zweite Teil spielt. Rebirth fungiert als verbindendes Element der Trilogie – als erzählerische und spielerische Brücke, deren volle Bedeutung sich erst im Zusammenspiel mit dem Finale entfalten dürfte.

Unterm Strich deutet vieles darauf hin, dass 2026 kein Jahr großer Enthüllungen wird, sondern eines der strukturellen Vorbereitung. Square Enix investiert in Reichweite, Kontinuität und Markenpflege – mit dem klaren Ziel, den Abschluss einer der wichtigsten Neuinterpretationen der Spielegeschichte sorgfältig vorzubereiten.

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