
Intel bringt mit der neuen Xeon 600 Serie für Client Workstations frischen Wind in den High End Desktop Bereich. Während viele Gaming PCs heute schon mit 16 bis 24 Kernen arbeiten, zielt Xeon 600 auf eine andere Klasse von Systemen: Workstations mit extrem vielen Kernen, massiver Speicherbandbreite und sehr viel PCIe Anbindung. Das ist weniger ein Upgrade für klassische Gamer Builds, sondern eine Plattform für Creator, Entwickler und alle, die mehrere GPUs und schnelle Storage Arrays wirklich ausreizen.
Granite Rapids Technik für den Schreibtisch
Technisch basiert Xeon 600 auf Granite Rapids und nutzt Redwood Cove P Cores ohne Effizienzkerne. Intel setzt also konsequent auf ein reines Performance Core Design. Gefertigt werden die Compute Tiles auf Intel 3, während I O Teile auf einem anderen Prozess basieren. Ziel ist klar: hohe Kernzahlen, große Caches und eine Plattform, die bei I O und Speicher nicht zum Flaschenhals wird.
Im Fokus stehen professionelle Anwendungen, die stark parallelisieren, etwa Rendering, Simulation, große Datenanalysen oder CPU basierte KI Workloads. Intel hebt zudem hervor, dass alle Kerne moderne Instruktionen wie AVX 512 und AMX unterstützen, inklusive FP16 Support für bestimmte KI Berechnungen.

Neue Plattform mit W890, viel PCIe und CXL
Mit Xeon 600 kommt auch eine neue Basis: W890 Chipsatz und ein eigener Sockel. Je nach Modell sind bis zu 128 PCIe 5.0 Lanes möglich, dazu CXL 2.0 für erweiterbare Speicherkonzepte. Das ist vor allem dann spannend, wenn mehrere Beschleunigerkarten, Capture Karten oder große NVMe Pools gleichzeitig angebunden werden sollen.
Beim Arbeitsspeicher setzt Intel auf DDR5 6400 RDIMM mit acht Speicherkanälen in den höherklassigen Varianten. Außerdem gibt es Support für MRDIMMs, die höhere Bandbreite ermöglichen und laut Intel bis in sehr hohe Transferraten skalieren können. Für Workloads, die eher an Bandbreite als an Latenz hängen, kann das ein echter Unterschied sein.
Von 12 bis 86 Kerne, aber nicht für jeden sinnvoll
Die Serie skaliert von Einstiegsmodellen bis hin zum Flaggschiff Xeon 698X mit 86 Kernen und 172 Threads sowie einem extrem großen L3 Cache. Gleichzeitig ist klar: Solche CPUs sind nicht dafür gedacht, eine normale Desktop CPU zu ersetzen. Intel kommuniziert die Trennlinie selbst recht offen. Moderne Core Ultra Systeme können in interaktiven, latenzsensitiven Aufgaben oder moderat parallelisierten Workflows weiterhin sehr stark sein, während Xeon 600 dort glänzt, wo viele Threads, viel RAM und sehr viel I O gefragt sind.
Auch beim Preis ist die Zielgruppe eindeutig: Die Spanne reicht von einem günstigen Einstieg bis zu sehr teuren Topmodellen. Overclocking ist zudem nur bei bestimmten, höherklassigen SKUs vorgesehen und richtet sich eher an Systemintegratoren als an klassisches Bastler Tuning.
Verfügbarkeit
Intel plant die Verfügbarkeit ab Ende März 2026. Einige Modelle sollen auch als Boxed CPU erscheinen, viele SKUs werden aber primär über OEMs und Workstation Anbieter in Komplettsystemen landen.






















