
Wenn ein großes Studio ein neues Spiel veröffentlicht, richtet sich der Blick der Branche sofort auf die ersten Bewertungen. Plattformen wie Metacritic oder OpenCritic gelten längst als wichtiger Gradmesser für Erfolg oder Misserfolg eines Titels. Gerade bei großen Produktionen können wenige Punkte Unterschied bereits über den öffentlichen Eindruck entscheiden.
Allerdings zeigen Beispiele aus der Vergangenheit, dass frühe Wertungen nicht immer das letzte Wort sind. Spiele wie „Destiny“ oder auch „No Man’s Sky“ starteten zunächst mit gemischten Kritiken, verbesserten ihren Ruf jedoch über Monate hinweg durch Updates, neue Inhalte und Community-Feedback deutlich.
Für Spieler lohnt es sich deshalb oft, bei großen Online-Titeln Geduld zu haben. Besonders sogenannte Live-Service-Spiele entwickeln sich häufig erst nach dem Launch weiter. Neue Spielmodi, Balance-Updates oder zusätzliche Inhalte können die Spielerfahrung erheblich verändern.
Ein praktischer Tipp für Käufer: Wer unsicher ist, wartet bei Online-Shootern oft einige Wochen ab. In dieser Zeit erscheinen meist erste große Patches, während sich gleichzeitig ein stabiler Eindruck von Servern, Balance und Monetarisierung bildet.
„Marathon“ sorgt für Kritik – Bungies niedrigster Metascore
Genau diese Diskussion begleitet aktuell auch „Marathon“, den neuen Extraction-Shooter von Bungie. Das Spiel erschien Anfang März und sollte ursprünglich als neuer großer Multiplayer-Titel des Studios etabliert werden.
Die ersten Kritiken fallen jedoch deutlich verhaltener aus als erwartet. Auf Metacritic erreicht die PC-Version derzeit 72 Punkte, basierend auf den ersten veröffentlichten Tests. Damit liegt der Titel aktuell unter allen bisherigen Bungie-Produktionen – selbst das zum Start kritisierte „Destiny“ kam 2014 noch auf 76 Punkte.
Viele Rezensionen loben zwar Bungies bekannte Stärken: Das Gunplay gilt weiterhin als präzise und der grafische Stil wird häufig positiv hervorgehoben. Gleichzeitig kritisieren mehrere Tester jedoch die Benutzeroberfläche, teilweise leere Kartenbereiche und ein Shop-System mit zusätzlichen Käufen, obwohl das Spiel rund 40 Euro kostet.
Auch bei den Nutzerwertungen zeigt sich ein gemischtes Bild. Der User-Score liegt derzeit im Bereich von etwa 6 Punkten, was auf eine gespaltene Spielerschaft hinweist.
Ganz entschieden ist das Urteil jedoch noch nicht. Bungie selbst verweist darauf, dass ein zentraler Endgame-Modus – das sogenannte Cryo Archive – erst später freigeschaltet wurde. Sobald weitere Tests erscheinen, könnte sich der Durchschnittswert noch verändern.
FAQ zu „Marathon“
Wann erschien „Marathon“?
Der Extraction-Shooter wurde am 5. März 2026 veröffentlicht.
Wie hoch ist der aktuelle Metascore?
Die PC-Version liegt derzeit bei etwa 72 Punkten auf Metacritic.
Warum kritisieren Tester das Spiel?
Häufig genannte Punkte sind die Benutzeroberfläche, Kartenstruktur und das Monetarisierungssystem.
Was wird positiv bewertet?
Vor allem Gunplay, Sounddesign und der visuelle Stil des Spiels.
Kann sich die Bewertung noch ändern?
Ja, mit weiteren Tests und Updates kann der Durchschnittswert steigen oder sinken.
Welche Rolle spielt der Endgame-Modus?
Der Modus „Cryo Archive“ soll ein zentrales Gameplay-Element darstellen und erschien erst nach dem Launch.
Ist „Marathon“ ein Free-to-Play-Spiel?
Nein, der Titel kostet etwa 40 Euro.
Warum sind Launch-Wertungen bei Online-Spielen oft schwankend?
Weil Server, Balance und Inhalte nach Release häufig noch angepasst werden.



























