
Das World-of-Warcraft-Event Sauercrowd ist bekannt für bewusst überspitzte Regeln und ebenso kreative Strafen. Ziel ist weniger Bestrafung im klassischen Sinne, sondern Unterhaltung für Zuschauer und Mitspieler. Dennoch entstehen immer wieder Situationen, die innerhalb der Community für Diskussionen sorgen.
Im aktuellen Fall trifft es den Streamer Kutcher, der im Event als selbst ernannter „König der Gnome“ auftritt. Bei einer wiederkehrenden Gildenabgabe weigert er sich, die geforderte Steuer zu zahlen – und animiert andere Gnom-Spieler, es ihm gleichzutun. Die Konsequenz trifft zunächst nicht ihn allein, sondern das gesamte Volk der Gnome.
Die Gildenleitung reagiert mit einer kollektiven Sanktion: Für 24 Stunden verlieren alle Gnom-Spieler den Zugang zu Flugmeistern. In der Classic-Version von World of Warcraft bedeutet das einen massiven Nachteil für Fortschritt und Organisation.
Kritik an der Gildenleitung und ein ungewöhnliches Angebot
Die kollektive Bestrafung ruft schnell Reaktionen hervor. Musiker und Mitspieler Jan Hegenberg äußert sich im Stream kritisch zur Maßnahme. Ihm zufolge zielt die Strafe bewusst darauf ab, Unmut gegen Kutcher zu erzeugen. Seine Kritik richtet sich dabei nicht gegen den Gnom-König selbst, sondern gegen die Gildenleitung um Handofblood, Metashi12 und Papaplatte.
Kurz darauf folgt ein alternatives Angebot: Kutcher soll die Verantwortung allein übernehmen. Die Bedingung fällt bewusst drastisch aus. Er soll im sogenannten RP-Walk, also in langsamem Schritttempo, von Stormwind bis Seenhain laufen – ohne Ausrüstung und unter ständigem Rezitieren der Gildenregeln.
Kutcher zeigt sich davon unbeeindruckt und schlägt selbst eine Verschärfung vor. „Das ist mir zu kurz, da müssen wir schon eine längere Route nehmen. Ich mache morgen von Tirisfal ganz im Norden bis nach Süden“, erklärt er im Stream. Als Ausgleich wird ihm pro Stunde eine 15-minütige Pause zugestanden. Im Gegenzug wird das Flugverbot für alle Gnome aufgehoben.
Eine Prozession quer durch Azeroth
Der sogenannte „Lauf der Schande“ beginnt schließlich mit einem klaren Ziel: Booty Bay. Vor dem Start richtet Kutcher noch mahnende Worte an seine Community: „Meine lieben Freunde, hinterzieht niemals Steuern, der Staat kriegt euch immer dran, das lernen wir aus dieser Geschichte.“
Während des Marsches schließen sich zunehmend weitere Spieler an. Aus der Einzelstrafe entwickelt sich eine regelrechte Prozession, die gemeinsam die Gildenregeln aufsagt. Der gesamte Lauf dauert mehr als drei Stunden und wird von Zuschauern intensiv verfolgt.
Auch aus dem Umfeld der Gildenleitung kommen Kommentare. Handofblood nutzt die Gelegenheit für einen Seitenhieb und schreibt im Chat: „Lass das dir eine Lehre sein, kleiner Gnom.“ Der Lauf endet ohne weitere Sanktionen – und hinterlässt vor allem zahlreiche Clips, die innerhalb der Community schnell Verbreitung finden.
FAQ zum „Lauf der Schande“ im Sauercrowd-Event
Was ist Sauercrowd?
Sauercrowd ist ein Hardcore-Event in World of Warcraft mit strengen Regeln und unterhaltsamen Strafen.
Warum wurde Kutcher bestraft?
Er verweigerte die Zahlung einer Gildensteuer und animierte andere Gnome, ebenfalls nicht zu zahlen.
Welche Strafe gab es zunächst?
Alle Gnom-Spieler erhielten ein 24-stündiges Flugmeisterverbot.
Warum kam es zur Kritik?
Die kollektive Bestrafung traf viele unbeteiligte Spieler und wurde als gezieltes Druckmittel gesehen.
Was war der „Lauf der Schande“?
Kutcher lief im RP-Walk quer durch Azeroth und rezitierte dabei die Gildenregeln.
Welche Folgen hatte der Lauf?
Das Flugverbot für alle Gnome wurde aufgehoben.
Wie reagierte die Community?
Viele Spieler schlossen sich dem Marsch an, das Event sorgte für hohe Aufmerksamkeit im Stream.
























