
Ein kurzer Hinweis – und viele offene Fragen
Die Call-of-Duty-Reihe steht seit Jahren unter permanenter Beobachtung. Jedes Posting, jede Aussage der Entwickler wird in der Community genau gelesen, oft auch überinterpretiert. In diese aufgeheizte Stimmung platzt nun ein kurzer, aber auffälliger Hinweis von Infinity Ward, dem Studio hinter der Modern-Warfare-Serie.
In einem Social-Media-Beitrag wünschte das Team den Fans zunächst schöne Feiertage und ergänzte dann einen Satz, der sofort für Spekulationen sorgte: „Glaubt nicht alles, was ihr im Internet lest.“ Gleichzeitig hieß es, man freue sich darauf, „bald mehr zu sagen“. Eine konkrete Einordnung fehlte – was die Diskussionen eher anheizte als beruhigte.
Der Zeitpunkt ist dabei kein Zufall. Seit Tagen kursieren Berichte, wonach Infinity Ward an dem Call-of-Duty-Ableger für 2026 arbeiten soll, angeblich unter dem Titel „Modern Warfare 4“. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es bislang nicht. Quelle der aktuellen Berichterstattung ist unter anderem GameSpot, das den Social-Media-Post aufgegriffen hat.
Leaks, Dementis und ein ominöses „See you in 2026“
Auslöser der Gerüchte war vor allem der bekannte Leaker GhostofHope. Er behauptete, der Mehrspieler-Modus von „Modern Warfare 4“ sei in einem frühen Stadium nahezu identisch mit dem von „Modern Warfare II“, abgesehen von kleineren Anpassungen bei Perks und Bewegungsmechaniken. Diese Aussagen verbreiteten sich rasend schnell.
Infinity Ward selbst reagierte nicht direkt auf diese Details. Der Appell, nicht alles im Internet zu glauben, lässt jedoch Raum für Interpretationen. Auffällig ist zudem das Ende des Studio-Posts, der mit den Worten „See you in 2026“ schließt. Für viele Fans ist das ein bewusster Seitenhieb, für andere lediglich ein harmloser Gruß ohne tiefere Bedeutung.
Fest steht: Activision hat bereits angekündigt, künftig keine direkten Serien-Fortsetzungen in aufeinanderfolgenden Jahren zu veröffentlichen. Nach „Call of Duty: Black Ops 7“, das zuletzt schwächer abgeschnitten haben soll als sein Vorgänger, könnte diese Strategie an Bedeutung gewinnen. Trotz schwankender Verkaufszahlen bleibt die Marke, auch dank Xbox Game Pass, wirtschaftlich extrem stark.
Jahresrhythmus unter Druck – und viele offene Baustellen
Die Diskussion um Modern Warfare 4 reiht sich in eine größere Debatte ein. Seit Jahren wird hinterfragt, ob der jährliche Veröffentlichungsrhythmus von Call of Duty langfristig durchzuhalten ist. Matt Booty, Leiter der Xbox Game Studios, räumte zuletzt ein, dass es „wirklich schwierig“ sei, jedes Jahr einen neuen Serienteil auf den Markt zu bringen.
Vor diesem Hintergrund wirkt der vorsichtige Ton von Infinity Ward wenig überraschend. Anstatt Gerüchte zu bestätigen oder zu dementieren, setzt das Studio auf Zurückhaltung. Für die Community bedeutet das vorerst: abwarten. Konkrete Informationen zu einem Call-of-Duty-Titel für 2026 existieren bislang nicht.
Ob die aktuellen Spekulationen einen wahren Kern haben oder bewusst fehlinterpretiert wurden, dürfte sich erst in den kommenden Monaten zeigen. Bis dahin gilt genau das, was Infinity Ward selbst rät: nicht jede Schlagzeile für bare Münze nehmen.




























