
Seit der ersten Ankündigung im Jahr 2018 ist The Elder Scrolls VI vor allem eines geblieben: ein Projekt der großen Abstände. Trailer, Gameplay oder konkrete Zeiträume fehlen weiterhin. Umso aufmerksamer wurde nun ein Interview verfolgt, das Todd Howard im Gespräch mit Kinda Funny Games gab. Zum ersten Mal nennt der Bethesda-Chef ein greifbares technisches Detail: Das Rollenspiel entsteht auf Basis der Creation Engine 3.
Howard nutzt das Update jedoch nicht für große Versprechen. Stattdessen dämpft er die Erwartungen bewusst. Das Spiel sei noch weit entfernt, der Entwicklungsprozess lang angelegt. Gleichzeitig beschreibt er die kreative Ausrichtung als bewusste Rückbesinnung: Nach Experimenten wie „Fallout 76“ und „Starfield“ wolle Bethesda mit The Elder Scrolls VI wieder stärker auf klassische Stärken setzen – Erkundung, Systeme und eine Welt, die Spieler selbst erschließen.
Creation Engine 3: Neuer Unterbau, alte Philosophie?
Technisch erklärt Howard die lange Entwicklungszeit vor allem mit der Engine-Arbeit. Die Creation Engine 3 sei keine kurzfristige Anpassung, sondern eine grundlegende Weiterentwicklung der Technik aus „Starfield“. Sie bilde nicht nur die Basis für The Elder Scrolls VI, sondern auch für künftige Projekte des Studios. Intern habe man inzwischen einen wichtigen Meilenstein erreicht, ein Großteil der Entwickler arbeite nun direkt am Spiel, und es sei bereits spielbar.
Diese Aussagen bleiben bewusst nüchtern. Howard vermeidet Superlative und betont, dass es sich um eine Evolution handle, nicht um einen radikalen Neustart. Genau hier liegt auch der Kern der Skepsis vieler Beobachter: Bethesdas Engine-Strategie stand zuletzt unter kritischer Betrachtung. Ob die dritte Generation tatsächlich einen spürbaren technischen Sprung liefert oder vor allem Stabilität und Iteration bietet, lässt sich ohne öffentliches Gameplay nicht bewerten.
Fortschritt ohne Inszenierung
Bemerkenswert ist weniger das, was Howard sagt, sondern das, was er auslässt. Es gibt keinen neuen Trailer, keine Plattformnennung und keinen Veröffentlichungszeitraum. Stattdessen zeichnet sich ein klareres Bild vom Status: The Elder Scrolls VI existiert, es ist intern spielbar, technisch neu aufgestellt – aber noch weit davon entfernt, öffentlich präsentiert zu werden.
Bethesda setzt damit auf kontrollierte Erwartungssteuerung. Nach Jahren großer Ankündigungen ohne greifbare Ergebnisse wirkt dieser Ansatz fast ungewohnt zurückhaltend. Für Fans bleibt vorerst nur die Gewissheit, dass sich hinter den Kulissen etwas bewegt – und dass Geduld weiterhin der wichtigste Begleiter auf dem Weg nach Tamriel bleibt.
FAQ zu „The Elder Scrolls VI“
Welche Engine nutzt The Elder Scrolls VI?
Das Spiel wird mit der Creation Engine 3 entwickelt.
Ist das Spiel bereits spielbar?
Laut Todd Howard existiert eine interne, spielbare Version.
Wann erscheint The Elder Scrolls VI?
Ein Release-Datum wurde nicht genannt. Bethesda spricht von einer langen Restentwicklungszeit.
Handelt es sich um eine komplett neue Engine?
Nein, die Creation Engine 3 ist eine Weiterentwicklung früherer Versionen.
Welche Ausrichtung verfolgt das Spiel?
Bethesda beschreibt es als Rückkehr zu klassischen Stärken wie Erkundung und Systemtiefe.
Gibt es bereits Gameplay-Material?
Nein, öffentliches Gameplay wurde bislang nicht gezeigt.
Auf welchen Plattformen erscheint das Spiel?
Dazu gibt es aktuell keine offiziellen Angaben.
Warum kommuniziert Bethesda so zurückhaltend?
Todd Howard betont, dass man bewusst nichts „verkaufen“ wolle, bevor das Spiel weiter fortgeschritten ist.
























