Mehr als ein Jahrzehnt nach ihrem Marktstart bleibt die PlayStation 4 eine der meistgenutzten Konsolen weltweit. Trotz der seit 2020 erhältlichen PS5 erscheinen weiterhin große Marken für die ältere Hardware. Gleichzeitig zeichnet sich nun ein klarer Einschnitt ab, der den Übergang in die nächste Phase markiert.

Wie das Portal Insider Gaming unter Berufung auf interne PlayStation-Unterlagen berichtet, stellt Sony ab Frühjahr 2026 ausgewählte PSN-Dienste für neue PS4-Titel ein. Die Maßnahme betrifft ausschließlich Spiele, die nach einem Stichtag zur Zertifizierung eingereicht werden. Bereits veröffentlichte Titel bleiben funktionsfähig.

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Sony begründet den Schritt demnach mit dem Ziel, technische Grundlagen über mehrere Konsolengenerationen hinweg zu vereinheitlichen und langfristig besser skalieren zu können. Für die PS4 bedeutet das keinen abrupten Schnitt, aber eine spürbare Einschränkung für künftige Veröffentlichungen.

Diese Online-Funktionen fallen für neue PS4-Spiele weg

Laut der vorliegenden Dokumentation betreffen die Änderungen mehrere ältere Netzwerk- und Speicherfunktionen. Dazu zählen unter anderem Schnittstellen für den Aktivitätsfeed, spezielle Speicherlösungen für Spieldaten sowie Web-APIs rund um geteilte Inhalte. Auch bestimmte Nutzer- und Profilfunktionen gehören zu den betroffenen Diensten.

Konkret nennt PlayStation folgende Features, die ab 2026 nicht mehr in neue PS4-Spiele integriert werden können: die Aktivitätsfeed-Web-API, Title Small Storage, Title User Storage, Nutzer- und Profilfunktionen, Wortfilter sowie die Shared-Media-Web-API. Für Entwickler bedeutet das, dass neue Projekte auf diese Systeme verzichten oder Alternativen nutzen müssen.

Die Entscheidung reiht sich in Sonys langfristige Strategie ein, ältere Strukturen schrittweise aus dem aktiven Entwicklungsprozess zu lösen. Die 2013 erschienene Konsole bleibt damit zwar spielbar, verliert aber weiter an Bedeutung für Neuentwicklungen.

Fokus auf PS5 – und den Blick darüber hinaus

Die Einschränkungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem sich das Kräfteverhältnis innerhalb des PlayStation-Ökosystems verschiebt. Noch 2024 nutzte laut Sony rund die Hälfte der aktiven Spielerbasis die PS4. Im Juni 2025 überholte die PS5 erstmals die ältere Konsole bei den monatlich aktiven Nutzern.

Parallel wächst die Gesamtzahl der PlayStation-Spieler deutlich: von 97 Millionen im Jahr 2024 auf 124 Millionen im Jahr 2025. In diesem Kontext bezeichnete SIE-Präsident und CEO Hideaki Nishino die PS5 als „die beste Möglichkeit, unsere Inhalte zu erleben“, was die strategische Ausrichtung zusätzlich unterstreicht.

Langfristig richtet Sony den Blick bereits auf die nächste Generation. Auch wenn Cloud-Gaming weiterentwickelt wird, setzt das Unternehmen weiterhin auf klassische Hardware. Die nun angekündigten PS4-Einschränkungen passen damit in einen Übergang, der schrittweise und kontrolliert verläuft.

FAQ zur PS4-Umstellung ab 2026

Was ändert sich für die PlayStation 4 ab 2026?
Bestimmte Online- und Netzwerkfunktionen stehen neuen PS4-Spielen nicht mehr zur Verfügung.

Sind bestehende PS4-Spiele betroffen?
Nein, die Änderungen gelten ausschließlich für neue Titel, die nach dem Stichtag eingereicht werden.

Welche Funktionen fallen weg?
Unter anderem Aktivitätsfeed-Schnittstellen, spezielle Spieldatenspeicher, Profil-Tools und Shared-Media-APIs.

Warum nimmt Sony diese Änderungen vor?
Ziel ist eine einheitlichere und besser skalierbare technische Basis über mehrere Konsolengenerationen hinweg.

Kann man die PS4 weiterhin normal nutzen?
Ja, bestehende Spiele und grundlegende PSN-Funktionen bleiben weiterhin verfügbar.

Welche Rolle spielt die PS5 dabei?
Die PS5 ist inzwischen die meistgenutzte PlayStation-Plattform und steht klar im Fokus neuer Entwicklungen.

Ist das das Ende der PS4?
Nein, aber es ist ein weiterer Schritt in Richtung schrittweiser Ablösung im Entwicklungsbereich.

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