
Seit Jahren zählt Sucker Punch Productions zu den prägenden Studios im PlayStation-Portfolio. Serien wie „Sly Cooper“, „inFamous“ und zuletzt „Ghost of Tsushima“ sowie „Ghost of Yotei“ haben den Ruf der Entwickler gefestigt. Nun steht das Studio vor einem bedeutenden Einschnitt: Mitgründer Brian Fleming gibt die operative Leitung ab und macht den Weg frei für eine neue Führungsstruktur.
Der Schritt markiert das Ende einer langen Phase, in der Fleming das Studio seit seiner Gründung 1997 maßgeblich geprägt hat. Gleichzeitig soll der Übergang keinen Bruch darstellen, sondern bewusst als Weiterentwicklung verstanden werden. Sony und Sucker Punch betonen, dass der Wechsel sorgfältig vorbereitet wurde und die kreative Linie des Studios gewahrt bleiben soll.
„Ein Fundament für die Zukunft“ – Abschied von Brian Fleming
Brian Fleming zieht sich nach fast drei Jahrzehnten aus der Rolle des Studioleiters zurück. In der offiziellen Mitteilung würdigt Sucker Punch seine Bedeutung deutlich: „Brians Vision und Führungsqualitäten haben die Kreativitäts- und Zusammenarbeitskultur des Studios geprägt und ein Fundament geschaffen, auf dem Jason, Adrian und das gesamte Team in Zukunft aufbauen werden.“
Im vergangenen Jahr arbeitete Fleming eng mit den PlayStation Studios zusammen, um den Führungswechsel reibungslos vorzubereiten. Ziel war es laut Studio, Sucker Punch strategisch stabil aufzustellen und laufende wie künftige Projekte nicht zu gefährden. Fleming bleibt dem Studio zwar verbunden, wird jedoch keine leitende Funktion mehr ausüben.
Sein Rückzug erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Sucker Punch kreativ etabliert ist und technisch über eingespielte Prozesse verfügt. Genau darauf soll die neue Führung aufbauen.

Doppelspitze übernimmt: Kontinuität statt Kurswechsel
Zum 1. Januar 2026 übernehmen Jason Connell und Adrian Bentley gemeinsam die Leitung von Sucker Punch Productions. Beide sind keine Unbekannten: Connell war als Co-Creative-Director prägend an der „Ghost“-Reihe beteiligt, Bentley verantwortete als Technischer Direktor zentrale technische Entscheidungen und Produktionsstrukturen.
PlayStation beschreibt Connell als kreativen Kopf, der die visuelle Identität und den Erzählstil des Studios entscheidend mitgeprägt habe. Bentley wiederum gilt als treibende Kraft hinter modernen Entwicklungswerkzeugen und Systemen, die die Spielwelten von Sucker Punch technisch tragen.
An der inhaltlichen Ausrichtung soll sich wenig ändern. Das Studio will weiterhin auf „ambitionierte, charakterorientierte Erlebnisse“ setzen. Nate Fox bleibt als Co-Creative-Director Teil der Führungsebene und ergänzt das neue Duo. Damit setzt Sucker Punch bewusst auf interne Erfahrung – und signalisiert, dass die neue Ära auf Bewährtem aufbauen soll, statt radikal neu zu beginnen.
























