
Wenn erfolgreiche Indie-Spiele wachsen, geschieht das oft leise. Bei Cult of the Lamb wählt Entwickler Massive Monster nun einen anderen Weg. Mit der Ankündigung von Woolhaven bekommt der düstere Kult-Simulator seine bislang umfangreichste Erweiterung – und führt Spieler erstmals in eine eisige, erzählerisch eng angebundene neue Welt.
Die Erweiterung erscheint am 22. Januar und setzt laut den Entwicklern direkt nach dem Ende der Hauptgeschichte an. In einem aktuellen Showcase-Video gewährte das Studio Einblicke in die Entstehung, neue Spielmechaniken und den erzählerischen Rahmen. Dabei wird schnell klar: Woolhaven soll kein beiläufiges Update sein, sondern ein in sich geschlossenes neues Kapitel.
Ein Ruf aus der Kälte: Die Geschichte hinter Woolhaven
Ausgangspunkt der Erweiterung ist der Hilferuf eines vergessenen Gottes, der den Kultführer über einen gefährlichen Bergpfad in den hohen Norden lockt. Ziel ist Woolhaven, die ursprüngliche Heimat der Lämmer. Dort herrscht Yngya, der Gott des Winters, dessen Einfluss das Land unter Frost und Schnee begräbt.
Die harschen Bedingungen wirken sich direkt auf das bekannte Spielsystem aus. Nahrung, Wärme und Wasser werden zu kritischen Ressourcen, die sorgfältiger verwaltet werden müssen als zuvor. Massive Monster verankert die neuen Mechaniken damit konsequent in der Erzählung und verschärft zugleich den Überlebensaspekt des Spiels.
Inhaltlich knüpft Woolhaven eng an die bestehende Mythologie an, erweitert sie aber um neue Figuren und Konflikte. Alte Glaubenssätze treffen auf neue Bedrohungen, was dem Spiel zusätzliche erzählerische Tiefe verleiht, ohne den etablierten Tonfall zu verlassen.
Neue Systeme, neue Risiken, größere Belohnungen
Spielerisch bringt Woolhaven eine Vielzahl frischer Inhalte. Neue Dungeons, Waffen und Gebäude erweitern den bekannten Mix aus Action und Aufbaustrategie. Hinzu kommen neue Quests und Charaktere, die das winterliche Reich beleben und zusätzliche Entscheidungen verlangen.
Besonders auffällig ist das neue Viehzucht-System. Erstmals lassen sich unterschiedliche Kreaturen zähmen, halten und sogar reiten. In Extremsituationen können diese Tiere jedoch auch zur Nahrungsquelle werden – eine Mechanik, die den moralisch ambivalenten Kern von Cult of the Lamb weiter zuspitzt.
Mit dem komplett neuen Gebiet wächst das Spiel spürbar über seinen bisherigen Umfang hinaus. Woolhaven fordert erfahrene Kultführer stärker, verspricht im Gegenzug aber auch höhere Belohnungen. Massive Monster bleibt damit seiner Linie treu: Niedliche Optik trifft auf unerbittliche Systeme – nun unter einer geschlossenen Schneedecke.
























