Rollenspiele mit politischer Handlung und moralischen Entscheidungen haben in den vergangenen Jahren wieder an Bedeutung gewonnen. Serien wie „Dragon Age“ oder „The Witcher“ zeigen, wie stark narrative Entscheidungen das Spielerlebnis prägen können. Auch das französische Studio Spiders verfolgt mit seiner „GreedFall“-Reihe einen ähnlichen Ansatz.

Nun erscheint mit „GreedFall: The Dying World“ ein neuer Teil der Reihe. Der erste „GreedFall“-Titel konnte laut Publisher Nacon weltweit mehr als zwei Millionen Spieler erreichen. Der Nachfolger knüpft an dieses Universum an, wählt jedoch einen anderen Blickwinkel auf die Ereignisse.

Die Handlung spielt drei Jahre vor den Geschehnissen des ursprünglichen Spiels. Schauplatz ist diesmal nicht nur die Insel Teer Fradee, sondern vor allem der alte Kontinent Gacane, der von Krieg und der geheimnisvollen Krankheit Malichor geprägt ist. Statt eines kolonialen Gesandten übernimmt der Spieler nun die Rolle eines Einheimischen, der aus seiner Heimat verschleppt wurde.

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„Diplomatie, Heimlichkeit oder Gewalt?“ – Entscheidungen bestimmen den Verlauf

Im Zentrum der Geschichte steht die Suche nach Freiheit. Die Reise führt den Protagonisten jedoch schnell in ein komplexes Geflecht aus politischen Intrigen und rivalisierenden Fraktionen. Spieler bewegen sich zwischen Städten, militärisch besetzten Regionen und vom Krieg gezeichneten Landschaften.

Dabei bleibt die Entscheidungsfreiheit ein Kern des Spiels. Konflikte können auf verschiedene Weise gelöst werden – etwa durch Verhandlungen, heimliche Aktionen oder offene Kämpfe. Jede Entscheidung beeinflusst Beziehungen zu den unterschiedlichen Gruppen innerhalb der Spielwelt.

Unterstützung erhält der Spieler von acht Begleitern, die eigene Hintergrundgeschichten und persönliche Quests mitbringen. Abhängig vom Verlauf der Handlung können daraus Freundschaften, Rivalitäten oder auch romantische Beziehungen entstehen.

Überarbeitetes Kampfsystem und neue taktische Möglichkeiten

Neben der erzählerischen Komponente haben die Entwickler auch das Kampfsystem grundlegend überarbeitet. Laut Spiders basiert das neue System teilweise auf dem Feedback aus der Early-Access-Phase.

Der Kampf orientiert sich stärker an klassischen taktischen Rollenspielen. Besonders auffällig ist eine aktive Pausenfunktion, mit der Spieler Gefechte jederzeit stoppen können, um Befehle zu planen oder Teamaktionen zu koordinieren.

Zusätzlich bietet das Spiel mehrere Anpassungsmöglichkeiten für unterschiedliche Spielstile. Drei Kampfmodi – taktisch, immersiv und hybrid – sowie drei Schwierigkeitsgrade erlauben es, den Fokus entweder stärker auf die Geschichte oder auf die Herausforderung im Kampf zu legen.

Mit diesem Ansatz möchte das Studio sowohl erfahrene Fans der Reihe als auch neue Spieler erreichen. Trotz der Verbindung zum ersten Teil versteht sich „GreedFall: The Dying World“ als eigenständiges Abenteuer.

FAQ zu „GreedFall: The Dying World“

Was ist „GreedFall: The Dying World“?
Ein Rollenspiel von Spiders Studio und Publisher Nacon, das im selben Universum wie „GreedFall“ spielt.

Ist das Spiel eine direkte Fortsetzung?
Die Handlung spielt drei Jahre vor dem ersten Teil und erzählt eine eigenständige Geschichte.

Wo spielt die Handlung?
Der Schwerpunkt liegt auf dem alten Kontinent Gacane, der von Krieg und der Krankheit Malichor betroffen ist.

Welche Rolle übernimmt der Spieler?
Diesmal spielt man einen Einheimischen der Insel Teer Fradee, der auf den Kontinent verschleppt wurde.

Welche Rolle spielen Entscheidungen im Spiel?
Konflikte können durch Diplomatie, Heimlichkeit oder offene Gewalt gelöst werden.

Wie viele Begleiter gibt es im Spiel?
Insgesamt acht Charaktere können den Spieler begleiten und eigene Geschichten einbringen.

Was ist neu am Kampfsystem?
Eine aktive Pause erlaubt taktische Planung während der Kämpfe.

Ist das Spiel auch für Neueinsteiger geeignet?
Ja, die Entwickler beschreiben „The Dying World“ als eigenständiges Abenteuer innerhalb des Universums.

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