
„Mehr Wiederspielwert, als viele ahnen“ – Das steckte wirklich im Update
Wer „Ghost of Yōtei“ bereits abgeschlossen hat, kennt dieses Gefühl: Man möchte noch einmal zurück in die verschneiten Täler Ezōs, aber ohne die eigenen Fortschritte zu verlieren. Genau hier setzt das New Game+ an, doch Sucker Punch belässt es nicht beim bekannten Neustart-mit-Ausrüstung-Prinzip. Stattdessen öffnet das Update eine ganze Schleife neuer Möglichkeiten, die sofort Lust machen, erneut loszuziehen.
Denn jetzt lassen sich alle 22 Yōtei-Six-Camps und die 26 Duelle jederzeit erneut angehen. Das ist nicht nur Fanservice, sondern eine echte Entscheidung für langfristige Motivation. Zusammen mit dem neuen Händler, der Ghost Flowers als Währung akzeptiert, entsteht ein stetiger Kreislauf: Herausforderungen schlagen, Blumen verdienen, neue Cosmetic-Sets, Charms und sogar zwei frische Rüstungen sichern. Das verleiht dem Endgame mehr Struktur, ohne es künstlich zu strecken.
Besonders stark ist, dass einige dieser Belohnungen das Gameplay tatsächlich verändern. Die neuen Rüstungssets und Charms greifen direkt in Spielstil und Taktik ein. Ein kostenloses Update dieser Größenordnung ist in Zeiten von Mikrotransaktionen kaum selbstverständlich – und genau das macht es so wertvoll.
„Komfort, den man sofort spürt“ – Die stillen Verbesserungen, die alles runder machen
Wenn Studios ein großes Update ankündigen, bleiben Quality-of-Life-Anpassungen oft eine Randnotiz. Doch dieses Mal sind es genau diese Änderungen, die den Alltag im Spiel erkennbar erleichtern. Besonders der erweiterte Fotomodus, neue Filter und das Kompositionsraster wirken wie ein Werkzeugkasten für Kreative. Dazu kommt VRR-Unterstützung samt Balanced-Modus – ein Gewinn für alle mit 120-Hz-Displays.
Im praktischen Spielverlauf fallen vor allem die automatische Loot-Funktion, der abschaltbare Fallschaden (abgesehen von tödlichen Stürzen), die neue Touchpad-Belegung und der sichtbare Tier-Indikator ins Gewicht. Genau jene Details, über die die Community seit Release schimpfte, fühlen sich nun gelöst an. Dazu gibt es Skip-Optionen für Minispiele und einen weiteren Loadout-Slot, der Kämpfe flexibler macht.
Im Hintergrund wurde ebenfalls nachgebessert. Stabilität, Autosaves und Missionsblocker bekamen Feinschliff, selbst die Beschreibungstexte der Charms wurden präzisiert – eine Kleinigkeit, die Missverständnisse beim Buildcrafting verhindert. Unterm Strich wirkt Ghost of Yōtei heute polierter, stabiler und einfach angenehmer zu spielen.
Sucker Punch zeigt mit Update 1.100, dass ein New Game+ weit mehr sein kann als ein zweiter Durchlauf. Es ist ein Paket, das sowohl Veteranen als auch Neueinsteiger abholt – ohne Monetarisierung, ohne Hürden, nur mit ehrlicher Verbesserungslust.























