
Mitten in der staubigen Weite der Mojave-Wüste steht seit Tagen eine dämonisch wirkende Statue, angekündigt und angeteasert von Game-Awards-Host Geoff Keighley. Das Kunstwerk – ein massiver Steinkörper mit einem glühenden, unheilvollen Symbol im Zentrum – löste in der Community ein regelrechtes Rätselraten aus. Von „God of War“ über „Diablo 4“ bis hin zu „The Elder Scrolls 6“ verknüpften Fans die mysteriöse Skulptur mit einigen der größten Marken der Branche.
Doch Insider wie Jason Schreier winkten früh ab – keine dieser Serien stecke hinter dem Wüsten-Monument. Jetzt aber liefern neue Markenanmeldungen in Europa die entscheidenden Fakten. Und diese führen in eine Rollenspielwelt zurück, die Millionen Spieler seit Jahren vermissen.
„Das Symbol sagt mehr als tausend Leaks“: Was die Markenregistrierung verrät
Laut Meldungen von MP1st tauchten in den europäischen Registern gleich mehrere neue Marken rund um das „Divinity“-Universum auf. Darunter ein überarbeitetes Serienlogo und zwei zusätzliche Symbole – eines davon nahezu identisch mit der glühenden Signatur im Herzen der Statue.
Die Konturen, die Leuchtfarbe, die charakteristische Form: Jedes Detail deckt sich auffallend präzise mit der geheimnisvollen Wüsten-Skulptur. Ein Zufall? Unwahrscheinlich. Besonders, da die Markenanmeldungen über die Kanzlei IHDE & Partner laufen – dieselbe, die traditionell die europäischen Rechte der Larian Studios verwaltet.
Damit verdichtet sich der Verdacht: Die Statue ist keine allgemeine PR-Spielerei, sondern ein bewusster Fingerzeig von Larian. Die Entwickler prägten zuletzt mit „Baldur’s Gate 3“ das gesamte Rollenspielgenre und standen bereits öffentlich dazu, langfristig in das „Divinity“-Universum zurückkehren zu wollen. Im Interview mit Eurogamer betonte das Studio einst, man wolle „definitiv irgendwann eine Fortsetzung“ entwickeln. Nun scheint dieser Moment näher denn je.
Die Rückkehr eines RPG-Giganten: Was jetzt auf der Bühne der Game Awards passieren dürfte
Alles deutet darauf hin, dass Larian bei den Game Awards 2025 das Comeback der eigenen Ursaga vorbereitet. Mit dem neuen Markenlogo im Rücken und der intensiven PR-Inszenierung in der Wüste wirkt die Bühne perfekt, um „Divinity: Original Sin 3“ erstmals ins Rampenlicht zu rücken.
Doch damit endet die Spur nicht. Parallel tauchte im Backend des PlayStation Stores eine PS5-Fassung von „Divinity: Original Sin 2 – Definitive Edition“ auf – inklusive bereits bestätigter Altersfreigabe. Sollte Larian also einen Shadowdrop planen, wäre das ein geschickter Doppelzug: sofortiger neuer Content für Fans und ein wirkungsvoller Appetithappen für die Zukunft der Serie.
Die entscheidende Enthüllung erfolgt in der Nacht vom 12. Dezember, wenn die Game Awards live aus Los Angeles übertragen werden. Dann dürfte sich endgültig zeigen, ob die Statue in der Mojave-Wüste tatsächlich das erste Monument einer neuen „Divinity“-Ära ist – und ob Larian erneut bereit ist, das Genre zu prägen.
























