
Ein Abschied, der die Branche bewegt
Mehr als drei Jahrzehnte prägte Katsuhiro Harada maßgeblich die Entwicklung der „Tekken“-Reihe und wurde zu einem der bekanntesten Gesichter des Fighting-Game-Genres. Nun hat der langjährige Producer seinen Rückzug aus Bandai Namco offiziell bestätigt. Die Entscheidung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Serie ihr 30-jähriges Jubiläum begeht und mit „Tekken 8“ einen weiteren internationalen Erfolg vorweisen kann.
Seine Erklärung veröffentlichte Harada auf X. Dort schilderte er, dass mehrere persönliche Schicksalsschläge und der Abschied enger beruflicher Wegbegleiter ihn dazu veranlasst hätten, seine verbleibende Zeit als kreativer Entwickler neu zu bewerten. Wörtlich schrieb er: „Diese Ereignisse haben mich dazu gebracht, über die mir als Schöpfer noch verbleibende Zeit nachzudenken.“
Ein weiteres Element seiner Entscheidung war ein Gespräch mit Ken Kutaragi, dem ehemaligen Sony-Manager und als „Vater der PlayStation“ bekannten Ingenieur. Kutaragis Einschätzungen, so Harada, hätten seinen Entschluss zusätzlich bestärkt.
„Ich hatte das Glück, an außergewöhnlichen Projekten mitzuwirken“ – Hinterlässt ein gefestigtes Erbe
Harada betonte, dass er bereits in den vergangenen vier bis fünf Jahren große Teile seiner Verantwortung schrittweise an sein Team übergeben habe. Dazu zählen sowohl die Leitung der Entwicklungsprozesse als auch zentrale narrative Aspekte des „Tekken“-Universums. Mit seinem Abschied endet eine Ära, in der Harada weit mehr als nur Produzent war: Er galt als zentrale Bezugsperson für Fans, Medien und die internationale E-Sport-Szene.
In seiner Mitteilung verwies er auf die Vielzahl der Projekte, die er im Laufe der Jahre begleiten durfte, darunter VR-Experimente wie „Summer Lesson“, Titel wie „Pokkén Tournament“ und Beiträge zur „SoulCalibur“-Reihe. „Im Rückblick hatte ich das Glück, an einer außergewöhnlichen Vielfalt von Projekten mitzuarbeiten“, erklärte Harada.
Seine berufliche Laufbahn begann er bei Namco in den frühen 1990er-Jahren. Er war zunächst in der Entwicklung der Arcade-Versionen von „Tekken“ tätig und sammelte Feedback direkt in Spielhallen, lange bevor Online-Communities das Nutzerverhalten prägten. Mit „Tekken 3“ gelang ihm 1998 der internationale Durchbruch als Director. Das Spiel entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Titel der ersten PlayStation-Generation und festigte Haradas Ruf in der Branche.
Zu seinen jüngsten Arbeiten gehört „Tekken 8“, dessen Entwicklung er über einen langen Zeitraum begleitet hatte. Welche Pläne er nach seinem Weggang verfolgt, ließ Harada offen.
























